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Liste der Stolpersteine in Neuruppin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Stolpersteine in Neuruppin 3 (Neuruppin).jpg
Stolpersteine vor dem Hauptgebäude der Ruppiner Kliniken in Neuruppin

Die Liste der Stolpersteine in Neuruppin enthält sämtliche Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projektes von Gunter Demnig in Neuruppin verlegt wurden.

Am 17. November 2003 wurden acht Stolpersteine für die ermordeten jüdischen Mitbürger Neuruppins in der Neuruppiner Altstadt und Alt Ruppin verlegt. Die Vorarbeiten hierfür leistete der Vorbereitungskreis "Stolpersteine in Neuruppin" auf Basis einer Veröffentlichung im Mitteilungsblatt Nr. 10 des Historischen Verein der Grafschaft Ruppin.<ref>Uwe Schürmann: Die Neuruppiner Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. In: Historischer Verein der Grafschaft Ruppin e. V. (Hrsg.): Mitteilungsblatt. Nr. 10. Neuruppin Oktober 1999, S. 1–22.</ref> Der Vorbereitungskreis organisierte auch die Finanzierung über Spenden. Diese Verlegung war die erste im Bundesland Brandenburg.<ref>Rainer Fellenberg: Stolpersteine in Neuruppin. Vorbereitungskreis "Stolpersteine in Neuruppin", 4. Mai 2008, abgerufen am 8. Mai 2010.</ref>

Am 19. Oktober 2004 wurden sechs exemplarische und teilweise anonymisierte Stolpersteine für die 1497 Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktion T4 aus der Landesirrenanstalt Neuruppin auf dem Gelände der heutigen Ruppiner Kliniken verlegt. Die Verlegung wurde im Rahmen eines Projektes der Universität Potsdam in Zusammenarbeit mit der Krankenpflegeschule der Ruppiner Kliniken vorbereitet.

Datei:Gedenken Regina Meyerhardt Neuruppin.jpg
Stolpersteingedenken am 9. November 2024 am Stein für Regina Meyerhardt in Neuruppin

Übersicht

Stolperstein Inschrift Standort Name, Leben
Datei:Stolperstein für Emma Anker (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
EMMA ANKER
GEB. WITTENBERG
JG. 1878
DEPORTIERT 1942
VERSCHOLLEN IN
TRAWNICKI
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 34 , geb. Wittenberg, geboren am 29. März 1878, am 28. März 1942 nach Trawnicki deportiert. Sie gilt als verschollen.
Datei:Stolperstein für Arthur B. (Neuruppin).jpg
HIER LEBTE
ARTHUR B.
JG. 1912
VERLEGT 18.6.1940
T4-AKTION
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) , geboren 1912, verlegt am 18. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Datei:Stolperstein für Emilie Drucker (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
EMILIE DRUCKER
GEB. TREPP
JG. 1850
DEPORTIERT 1943
THERESIENSTADT
TOT 22.6.1943
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 22 , geb. Trepp, geboren am 23. Januar 1850, am 16. Juni 1943 nach Theresienstadt deportiert. Sie verstarb dort im Juni 1943.
Datei:Stolperstein für Edith Frank (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
EDITH FRANK
GEB. ANKER
JG. 1914
DEPORTIERT 1943
VERSCHOLLEN IN
AUSCHWITZ
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 34 , geb. Anker, geboren am 26. Oktober 1914, am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Sie gilt als dort verschollen.
Datei:Stolperstein für Gerhard G. (Neuruppin).jpg
HIER LEBTE
GERHARD G.
JG. 1914
VERLEGT 18.6.1940
T4-AKTION
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) , geboren 1914, verlegt am 18. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Datei:Stolperstein für Bergliot H. (Neuruppin).jpg
HIER LEBTE
BERGLIOT H.
JG. 1901
VERLEGT 30.6.1941
T4-AKTION
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) , geboren 1901, verlegt am 30. Juni 1941 in eine andere Anstalt, dort vergast
Datei:Stolperstein für Elsa J. (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
ELSA J.
JG. 1902
VERLEGT 20.8.1940
T4-AKTION
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) , geboren 1902, verlegt am 20. August 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Datei:Stolperstein für Arnold Jacoby (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
ARNOLD JACOBY
JG. 1869
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 58

(Nachdem Schüler entdeckt hatten, dass vermutlich durch Bauarbeiten der ursprüngliche Stolperstein 2007 verschwunden war, veranlasste die Stadtverwaltung eine Neuverlegung)<ref name="ra">Ruppiner Anzeiger vom 25. Januar 2017</ref><ref name="maz">MAZ vom 25. Januar 2017</ref>
, am 20. Januar 1869, geboren am 17. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sein Todesort jedoch ist Minsk. Er gilt als dort verschollen.
Datei:Stolperstein für Dr. Arthur Jacoby (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
DR. ARTHUR JACOBY
JG. 1897
DEPORTIERT 1943
VERSCHOLLEN IN
AUSCHWITZ
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 64 , geboren am 22. Juli 1897, 26. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Er gilt dort als verschollen.
Datei:Stolperstein für Erna Jacoby (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
ERNA JACOBY
JG. 1895
DEPORTIERT 1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 58

(Nachdem Schüler entdeckt hatten, dass vermutlich durch Bauarbeiten der ursprüngliche Stolperstein 2007 verschwunden war, veranlasste die Stadtverwaltung eine Neuverlegung)<ref name="ra" /><ref name="maz" />
, geboren am 17. Oktober 1895, am 26. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Sie gilt dort als verschollen.
Datei:Stolperstein für Hildegard L. (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
HILDEGARD L.
JG. 1926
VERLEGT 20.6.1940
T4-AKTION
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) , geboren 1926, verlegt am 20. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Datei:Stolperstein für Regina Meyerhard (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
REGINA
MEYERHARD
JG. 1876
DEPORTIERT
THERESIENSTADT
? ? ?
Neuruppin, Neustädter Str. 46 , geboren am 16. Februar 1876, deportiert am 17. März 1943 nach Theresienstadt, von dort am 16. April 1944 nach Auschwitz. Dort wurde sie im Mai 1944 ermordet.<ref>Yad Vashem – Internationale Holocaust Gedenkstätte: Regina Meyerhardt. Abgerufen am 9. November 2024.</ref>
Datei:Stolperstein für Herbert Sch. (Neuruppin).jpg
HIER LEBTE
HERBERT SCH.
JG. 1911
VERLEGT 27.6.1940
T4-AKTION
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) , geboren 1911, verlegt am 27. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Datei:Stolperstein für Arthur Schwarz (Neuruppin).jpg
HIER WOHNTE
ARTHUR SCHWARZ
ERMORDET DURCH
MEDIKAMENTENENTZUG
IN BERLIN
TOT 29.12.1943
Alt Ruppin, Friedrich-Engels-Str. 43 , geboren am 10. September 1876. Arthur Schwarz wurde zwar nicht im KZ ermordet, jedoch ist sein Tod eindeutig durch die Verfolgung und Ungleichbehandlung jüdischer Mitbürger verursacht. Er verstarb am 29. Dezember 1943 im Jüdischen Krankenhaus Berlin, nachdem er über längere Zeit eine zu geringe Dosis eines Herzmedikaments erhielt.

Nicht verlegte Stolpersteine

Die Stolpersteine für Hermann Hertzberg (geboren 1870 in Neuruppin, 1944 in Theresienstadt verstorben) und für Hermine Hertzberg (geboren 1885, ermordet in Auschwitz) sind nicht verlegt. Für dieses Ehepaar wurden jedoch in Berlin-Schöneberg zwei Stolpersteine verlegt, siehe Liste der Stolpersteine in Berlin-Schöneberg (dort mit Kurzbiographien).

Literatur

  • Uwe Schürmann: Die Neuruppiner Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. In: Historischer Verein der Grafschaft Ruppin e. V. (Hrsg.): Mitteilungsblatt. Nr. 10. Neuruppin Oktober 1999, S. 1–22.
  • Karen Bellin und Dietmar Schulze: Die brandenburgische Landesanstalt Neuruppin als Zwischenanstalt. In: Kristina Hübener in Zusammenarbeit mit Martin Heinze (Hrsg.): Brandenburgische Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit (= Schriftenreihe zur Medizin-Geschichte des Landes Brandenburg). Band 3. be.bra-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-89809-301-8, S. 169–178.

Weblinks

Commons: Stolpersteine in Neuruppin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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