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Liste der Kriegsfischkutter (Nachkriegsbau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Liste der Kriegsfischkutter (Nachkriegsbau) ist eine Teilliste von Liste der Kriegsfischkutter.

KFK Werftzuordnung (ab 1945)

Westdeutschland

  • Burmester-Werft/Burg, 10 KFK, Baunummern 2891–2900 (Spiegelhecktyp), die Burmester Werft wurde 1979 von der Fr. Lürssen Werft in Bremen-Vegesack übernommen und der Standort in Bremen-Burg aufgegeben. Das Baunummernverzeichnis der Burmester Werft wurde von der Lürssen-Werft archiviert.

DDR

mindestens 57 KFK-Nachbauten (24-m-Kutter-Serie, sowohl Spitzgatter als auch Spiegelboote) auf 11 Werften<ref name="24m-Kutter"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Übersicht DDR 24-m-Kutter. (Memento vom 10. Juli 2013 im Internet Archive) alice-dsl.net</ref>

  • VEB Schiffs- und Bootswerft Gehlsdorf
  • VEB Boddenwerft Damgarten
  • VEB Boots- und Reparaturwerft Barth
  • Dänholmwerk C. und H. Blad, Stralsund
  • Wilhelm Wessel, Lauterbach/Rügen
  • Boots- und Yachtwerft Richard Buchholz, Greifswald
  • VEB Boots- und Reparaturwerft Greifswald
  • Christian Jarling & Söhne, Freest
  • Schiffswerft Willi Horn, Wolgast
  • Gebrüder Kruse, Ückermünde
  • VEB Schiffs- und Bootswerft Altwarp

Im Unterschied zu den KF wurden sie Eiche auf Eiche gebaut und nicht Komposit.

Polen

  • In und um Swinemünde (Stettin, Neuwarp, Dievenow): 1947–1950 etwa 6 KFK, Serienbezeichnung (SKS 240) Region Świnoujście/Swinemünde aus KFK-Werftmaterial oder/und Reparaturen
  • vermutlich Gdynia und/oder gesamte Küste: rund 46 Nachbauten, Serienbezeichnung B12
  • weitere Ähnliche als Serie B25 auf bisher nicht bekannten Werften

Schiffsporträts von Nachkriegsbauten

Serie Nord der Yacht- und Bootswerft Burmester, Bremen-Burg (1945–1948)

Bau-Nr. 2891
vorgesehener Name: → Nordlicht, vorgesehenes Fischereikennzeichen: → BX 354<ref name="Garten">Klaus auf dem Garten: Yacht- und Bootswerft Burmester, Bremen: 1920–1979. Ein bedeutendes Kapitel deutscher Bootsbau- und Segelsportgeschichte. Hauschild Verlag, Bremen 2002, ISBN 3-89757-141-2.</ref>
um 1951 „Reiseschiff“ → Margarete, Eigner: Seine Königliche Hoheit Fürst Friedrich von Hohenzollern (Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen?)<ref name="Spiegel 36-1951">Fluchtschiffe: Warum soll ich nicht. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1951 (online).</ref><ref>Wischhafen: Die Ewerwerft lebt. In: Harburger Rundschau. (Regionalausgabe im Hamburger Abendblatt), 30. August 2003.</ref><ref name="Danner.02.05.10">Danner, 2. Mai 2010. fky.org; abgerufen am 1. März 2011.</ref>
später Kormoran, Heimathafen: Arnis<ref>Meteor <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kormoran. (Memento vom 29. November 2012 im Internet Archive) meteor-webservice.de; abgerufen am 1. März 2011.</ref><ref>Schiffshistorisches Archiv schiffshistorisches-archiv.de abgerufen am 1. März 2011.</ref><ref name="Danner.02.05.10" />
ca. 2002–2005 Restaurationsvorhaben auf der ehemaligen Ewerwerft in Wischhafen<ref>Wischhafen: Die Ewerwerft lebt. In: Harburger Rundschau. (Regionalausgabe im Hamburger Abendblatt), 30. August 2003.</ref>
nach 2005 Schicksal/Verbleib unklar, da die Werft durch Insolvenz erneut schließen musste
Bau-Nr. 2892
vorgesehener Name: → Nordstern, vorgesehenes Fischereikennzeichen: → BX 355<ref name="Garten" />
Bau-Nr. 2893
vorgesehener Name: → Nordwind, vorgesehenes Fischereikennzeichen: → BX 356<ref name="Garten" />
für weitere Details siehe Hauptartikel Nordwind (Schiff, 1945)
Bau-Nr. 2894
vorgesehener Name: → Nordkap, vorgesehenes Fischereikennzeichen: → BX 357<ref name="Garten" />
Bau-Nr. 2895
Kriegsende 1945

lag mit anderen nicht fertiggestellten Schiffen auf der Pier von Ernst Burmeister in Burg bei Bremen.<ref name="tallship-fan">Porträt von Freddy. tallship-fan.de; abgerufen am 9. September 2009.</ref> Von den Besatzungsmächten konfisziert<ref name="tallship-fan" />

1946 nach<ref name="Stammer">Wilhelm Chr. Karl Stammer: HF – die Finkenwärder Fischereiflotte. 2. verbesserte und erweiterte Auflage. Books on Demand, Hamburg 2002, ISBN 3-8311-2927-4.</ref> bei Ernst Burmester, Travemünde(?) gebaut
1948 an Herbert Gädke, List/Sylt<ref name="Stammer" />
1. August 1948 Nordmeer → (HF 493)<ref name="Stammer" />
1948 * wieder gestrichen und zurück an Burmester<ref name="Stammer" />

Schiffsrumpf ohne Namen wurde von der damaligen BP London erstanden, die ihn bei Burmester als Segler (zum sog. „Reisekutter“<ref name="Garten" />) aufbauen ließ. Benennung nach dem Spitznamen eines der Vorstandsvorsitzenden → Freddy<ref name="tallship-fan" />

30. August 1951 Eintrag im deutschen Schiffsregister, Eigner: BP Benzin und Petroleum Aktiengesellschaft in Hamburg<ref name="tallship-fan" />
30. August 1974 an Deutsche BP Aktiengesellschaft Hamburg, (Firmennamensänderung)<ref name="tallship-fan" />
1. Dezember 1993 Eigentum der SWW Freddy GbR<ref name="tallship-fan" />
Januar 2003 vom Verein Seglervereinigung traditioneller Segelsport e.V betreut<ref name="tallship-fan" />
häufiger Teilnehmer von Segelveranstaltungen entlang der Ostseeküste, zum Beispiel Hanse Sail Rostock, Kieler Woche und Hamburger Hafengeburtstag<ref name="tallship-fan" /><ref name="SVtS e. V. Freddy"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webpräsenz der Seglervereinigung traditioneller Segelsport e. V., der Betreiberin von Freddy (Memento vom 4. Dezember 2010 im Internet Archive) abgerufen am 9. September 2009.</ref>
Bau-Nr. 2896
vorgesehener Name: → Nordpol, vorgesehenes Fischereikennzeichen: → BX 359<ref name="Garten" />
Bau-Nr. 2897
Name: → Nordland, Fischereikennzeichen: → BX 360<ref name="Garten" />
später übernommen von Rudolf August Oetker.
1970 für Charter im Mittelmeer angeboten<ref>Das Angebot. In: Die Zeit, Nr. 11/1970</ref>
bis April 2006 möglicherweise Generalüberholung und neuer Innenausbau bei Heli Yachts in Pula (Kroatien) nach Konzept von newcruise als Luxusyacht Nordland<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eine Nordland als aktuelles Großprojekt in der Werftbeschreibung zu einem Porträt der Luxusyacht Galatea. (Memento vom 24. März 2014 im Internet Archive; Microsoft Word)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prospekt üper „running projects“ mit Erwähnung „Refit des 86ft KFK-Kutters Nordland mit neuem Interieur“. (Memento vom 24. März 2014 im Internet Archive; PDF; 310 kB) abgerufen am 9. September 2009.</ref> Andernfalls Verbleib unklar.
Bau-Nr. 2898
vorgesehener Name: → Nordstrand, vorgesehenes Fischereikennzeichen: → BX 361<ref name="Garten" />
später Fatima, Eigner F. W. D. Grupe, Reeder in Bremen<ref name="Spiegel 36-1951" />
fährt als Gaffelketsch und Segelyacht Le Don du Vent im Mittelmeer, Heimathafen: Marseille, charterbar inklusive Besatzung für verschiedenste Zwecke<ref>Webpräsenz der Eigner der Le Don du Vent.; abgerufen am 9. September 2009.</ref>
Bau-Nr. 2899
Name: → Nordfjord, Fischereikennzeichen: → BX 362<ref name="Garten" />
7. März 1951 Nach Herausnahme aus der Fischerei Eintrag im SSR für die Burmester-Werft<ref name="Danner persoenlich">Auskunft Dr. H. Danner</ref>
Umbau zum Reisekutter bei Burmester
Mai 1957 Verkauf nach Panama<ref name="Danner persoenlich" />
über England, USA, Karibik, Frankreich, Adria letztlich mit österreichischem Eigner ins Rote Meer nach Hurghada<ref name="Danner persoenlich" /> und Port Sudan, Einsatz als charterbares Tauchschiff Freedom<ref>My Freedom. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2012;.</ref><ref>ahoi-charter.com</ref><ref>liveaboards24.com</ref><ref>liveaboards24.com</ref><ref>tauchschiff.at</ref>
2011 steht in Port Sudan (Sudan) zum Verkauf<ref>yachtall.com</ref><ref>verkauf.tauchschiff.at</ref>
Bau-Nr. 2900
Name: → Nordriff, Fischereikennzeichen: → BX 363<ref name="Garten" />
1950 noch immer im Besitz von Ernst Burmester, umgebaut zum sogenannten „Reisekutter“. Unter dem Namen Helgoland auf der Kieler Woche vorgestellt<ref name="Garten" />
ca. 1951 Eigner: Dr. Büchting (Saatzüchter)<ref name="Spiegel 36-1951" />

DDR-Serie 24-m-Kutter für Fischerei und Forschung

Bisher enthält die Liste nur die bisher ermittelten noch existierende Kutter und ist sortiert nach Sassnitzer Fischereikennzeichen. Weitere Kutter dieser Baureihe unter<ref name="24m-Kutter" />

SAS 237
195? Bau im VEB Boddenwerft Damgarten (DDR)<ref name="24m-Kutter" />
18. August 1951 Indienststellung als Conrad Blenkle (SAS 237)<ref name="24m-Kutter" />
12. Januar 1973 Außerdienststellung<ref name="24m-Kutter" />
1973 jetzt Angelkutter Tanja<ref name="24m-Kutter" /><ref>hochseeangeln-tanja.de</ref>
SAS 247
195? Bau im VEB Boddenwerft Damgarten (DDR)<ref name="24m-Kutter" />
19. November 1951 Indienststellung als Albrecht Dürer (SAS 247)<ref name="24m-Kutter" />
17. November 1966 Außerdienststellung<ref name="24m-Kutter" />
1966 Trawler Opal (S.28) in Skagen (Dänemark)<ref>S.028 Opal - Ozux (1966). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2013;.</ref><ref>S.028 Opal - Ozux (1970). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. September 2012;.</ref> später Yacht und Gaffelschoner Opal<ref>Skonnerten Opal af Ebeltoft. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. August 2007;.</ref>
SAS 264
195? Bau im VEB Boddenwerft Damgarten (DDR)<ref name="24m-Kutter" />
27. März 1952 Indienststellung als Anna Seghers (SAS 264)<ref name="24m-Kutter" />
später jetzt Tauch- und Angelkutter Michael Glinka<ref name="24m-Kutter" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ms-michael-glinka.de (Memento vom 31. Januar 2011 im Internet Archive)</ref>
SAS 268
195? Bau im VEB Boddenwerft Damgarten (DDR)<ref name="24m-Kutter" />
29. Dezember 1951 Indienststellung als M. J. Kalinin (SAS 268)<ref name="24m-Kutter" />
STR 173 Seetouristik
derzeit Ausflugsschiff M. J. Kalinin in Sassnitz<ref>kalinin-sassnitz.de</ref>
Jordan (ohne SAS-Kennung)
<ref name="navyworld" />
Magnetologe (ohne SAS-Kennung)
1953 Bau
1953–1990 Forschungsschiff Magnetologe für das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund<ref name="navyworld">navyworld.narod.ru</ref>
1993–1994 Neuauf- und Umbau
Umbenennung in Prof. O. Krümmel
SAS-Kennung bisher nicht bekannt
derzeit Yacht und Schoner Morena<ref>Goleta Morena Desde 1.951. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. März 2015;.</ref>
SAS-Kennung bisher nicht bekannt
1973 Manta
heute Angelkutter Klaus-Peter<ref>hochseeangeln-klauspeter.de</ref>
SAS-Kennung bisher nicht bekannt
1951 gebaut vom VEB Boddenwerft Damgarten<ref name="Danner persoenlich" />
1971 Hochseeangelkutter Wiking (Helwig Szameitat, Kappeln)<ref>KFK Wiking.; abgerufen am 2. September 2009.</ref>
2013 Hochseeangelkutter Wiking (Bernd Klement, Heikendorf), verchartert an Reederei Safety-Ship
2019 nach Wassereinbruch im Fischereihafen Cuxhaven auf den Nordseekai gehoben
2021 im März 2021 in Cuxhaven abgebrochen

Nachkriegsfertigung in Polen

Bemerkenswerterweise bezeichnen polnische Fischer noch heute diese Schiffe als Ka-eF-Ka.

Serie SKS 240

1947–1950 wurden in Stettin und Umgebung (Świnoujście/Swinemünde, Nowe Warpno/Neuwarp, Dziwnów/Dievenow) unter der Serienbezeichnung SKS-240 sechs KFK als Fischkutter vollendet, repariert oder aus KFK-Rohmaterial neugebaut.

Serie B12

Weitere 46 Neubauten nach KFK-Muster folgten vermutlich in Gdynia/Gdingen und/oder anderen, kleineren Fischereiwerften an der gesamten polnischen Küste.

Serie B25

Als Serie B25 wurden später eine bisher unbekannte Zahl weiterer sehr ähnliche Fischkutter gebaut.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Kriegsfischkutter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />