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Liste der Baudenkmäler in Wemding

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Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler in der schwäbischen Stadt Wemding zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. <ref group="Anm.">Vorlage:Disclaimer Baudenkmal in Bayern</ref> Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 12. April 2014 wieder und enthält 107 Baudenkmäler.

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Am Marktplatz

Ensemble Altstadt Wemding

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Nördlinger Torturm

Der historische Stadtraum von Wemding, wie er durch die Gesamtanlage der ehemaligen Stadtbefestigung mit Graben zwischen zwei umlaufenden Futtermauern und umlaufender Hauptmauer umgrenzt wird, ist ein Ensemble. Wemding, Gründungsstadt des 14. Jahrhunderts, ist ein anschauliches Beispiel für den Typ einer ackerbürgerlichen Siedlung und hat im Außenbild mit seinen Toren und Türmen, der dichten und unregelmäßigen Giebeldächerlandschaft hinter noch gut sichtbarer fast rundgeschlossener Stadtmauer den Charakter einer mittelalterlichen Kleinstadt bewahrt.

Der Baubestand innerhalb der im Unterbau gut erhaltenen Befestigungsanlage zeigt auf mittelalterlicher, durch vielfache Achsenverschiebungen unregelmäßiger Grundrissstruktur im Aufrissbild quartierartig angeordnete, im Kern spätmittelalterliche Giebelhäuser mit barocken Veränderungen. Wemding liegt auf dem Abhang der Hügel, von denen die Kessellandschaft des eingesenkten Riesbeckens im Osten begrenzt wird, am Schnittpunkt zweier Verkehrsadern: der Straßen von Nördlingen nach Monheim und von Harburg nach Oettingen in Bayern. Ein königlicher Meierhof, 798 genannt, ist Ausgangspunkt der Siedlung, mit Lage nördlich der Kirche, dann die spätere Stadtpfarrkirche selbst und die nördlich sich anschließenden Häuser bis zum Wettbach (Dosbach). Der Bereich des Meierhofes besaß ursprünglich einen eigenen Mauerring, Reste sind in der Laberstraße vorhanden.

Im 11. und 12. Jahrhundert erweitert sich die Siedlung nach Nordwesten zu beiden Seiten des Wettbachs, südlich bis zum ehemaligen Saumarkt (heute östlicher Abschnitt der Weißenbachstraße), nördlich bis zur ehemaligen Schergengasse (heute Wimpurggasse). Das wohl sehr alte, doch erst im 14. Jahrhundert sicher bezeugte Spital lag damals noch außerhalb der Ansiedlung. Neues Zentrum wird der Marktplatz, erweiterter Schnittpunkt der Verkehrsadern. Im 13. Jahrhundert ist der heutige Altstadtumfang erreicht, die Ummauerung zu Beginn des 14. Jahrhunderts umschloss bereits das ganze Stadtgebiet.

Der Grundriss zeigt im nördlichen Halbrund des Stadtkörpers starke Orientierung am Verlauf des Baches und auffällige Unregelmäßigkeiten, in der südwestlichen und südlichen Hälfte dagegen planerische Züge: Weber-, Borken-, Lang- und Seelgasse umgreifen und durchziehen regelmäßig angelegte Quartiere fast geradlinig. Relativ axial durchschneidet das zentrale Straßenkreuz den Stadtbereich, der von Ost nach West eine Ausdehnung von 537 Metern hat, von Nord nach Süd 453 Meter. Graf Ludwig VI. von Oettingen verleiht dem Ort im Jahre 1318 das Stadtrecht, ist gleichzeitig erster Stadtherr.

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Marktplatz und Marktbrunnen

Vom Stadtgründungsjahr bis 1340 entsteht die Befestigung: der beiderseits ausgemauerte Stadtgraben, die auf der Grabeninnenseite angesetzte halbhohe Brustmauer, der Zwinger, die Hauptmauer mit Wehrgang, 30 Türmen und drei Toren mit eigenen Türmen: Amerbacher Tor im Norden, Kreuz- oder Monheimer Tor im Osten, Nördlinger Tor im Süden. Von dieser im 15. Jahrhundert erneuerten Stadtbefestigung wurden im 19. Jahrhundert die Mauertürme bis auf drei (Baronturm, Heubachturm, Folterturm), die Tore bis auf die drei Tortürme und fast der ganze Wehrgang niedergelegt.

1467 verkauften die Oettinger die Stadt an Herzog Ludwig den Reichen von Bayern-Landshut, seit 1503 ist sie im Besitz der bayerischen Hauptlinie, bleibt es bis 1803. Innerhalb dieses Zeitraumes ist Wemding, seiner Stellung als Verwaltungsmittelpunkt einer kurbayerischen Herrschaft entsprechend, mit einem Pfleggericht belegt. Diese Funktion fördert das Wirtschaftsleben, ungünstig wirkt sich andererseits die Lage als kurbayerische Exklave zwischen Markgrafschaft Ansbach, Pfalz-Neuburg und Oettingen aus: ringsum Zollausland.

Bis ins 20. Jahrhundert ist Wemding eine Ackerbürgerstadt mit ländlich orientierten Gewerbebetrieben geblieben, was besonders im nördlichen Teil der Stadt anschaulich wird, wo durch Mauern eingegrenzte und durch gemauerte Hoftore zugängliche landwirtschaftliche Anwesen das Straßen- und Platzbild entscheidend prägen. Aber auch in den anderen Quartieren ist der ackerbürgerlich- gewerbliche Charakter gewahrt. Auf dem deutlich unebenem Terrain der Stadt – noch fast durchgängig mit Kopfsteinpflaster belegt – gruppieren sich in unregelmäßiger axialer Ausrichtung die meist zweigeschossigen schlichten Giebelbauten, häufig von kleinen eingezäunten Nutzgärten umgeben. Infolge der stark wechselnden Häuserfluchten entstehen oft unregelmäßige Dreieckplätze, größere Platzräume wechseln mit extrem engen, insgesamt kommt es auf engem Raum zu immer neuen Straßen- und Platzbildern. Die meisten Häuser bergen einen mittelalterlichen Kern.

Das gegenwärtige Aufrissbild stammt aber vorwiegend aus der Modernisierung, die durch Einwirkungen des Dreißigjährigen Krieges und durch den Stadtbrand von 1654 notwendig geworden war. So finden sich neben Vorkragungen des Spätmittelalters an verputzten oder offenen Fachwerkbauten häufig auch zweigeschossige Putzbauten mit geschwungenem Barockgiebel, deren Formenschatz noch der Renaissance angehört, dazu als besonders typisches Merkmal die Freitreppen mit den Kalksteinwangen. Vor allem die Haupt- und Durchgangsstraßen sind mit stattlichen Voluten- oder Schweifgiebelbauten des 17. und 18. Jahrhunderts repräsentativ gestaltet. Der Bereich um den ersten Siedlungskern wird bis heute durch Großbauten markiert: Im ehemaligen umfestigten Bereich des Fronhofes, dann Großhofes, wurde 1614 das Schloss, wenig später das Kastengebäude neu aufgeführt. Das sogenannte Neue Schloss wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen bzw. ins Frauenklösterlein verbaut.

Aktennummer: E-7-79-228-1

Stadtbefestigung

Die Stadtbefestigung ist eine im Unterbau gut erhaltene, ovale, beinahe kreisrunde Gesamtanlage mit Graben, Zwinger und Hauptmauer. Von den ehemaligen drei Tortürmen sind noch das Nördlinger und das Amerbacher Tor erhalten, von den ehemaligen 33 Mauertürmen sind noch der Baron-, Häutbach- und Folterturm erhalten. Die äußere Mauer ist nahezu komplett erhalten. Die innere Hauptmauer wurde überbaut und teilweise abgebrochen. Ab 1318 wurde mit dem Bau begonnen und in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Stadtbefestigung fertiggestellt. Im 19. Jahrhundert wurde sie teilweise abgebrochen und überbaut. Aktennummer: D-7-79-228-1 Vorlage:Denkmalliste Bayern Tabellenkopf Vorlage:Denkmalliste Bayern Tabellenzeile Vorlage:Denkmalliste Bayern Tabellenzeile Vorlage:Denkmalliste Bayern Tabellenzeile Vorlage:Denkmalliste Bayern Tabellenzeile Vorlage:Denkmalliste Bayern Tabellenzeile |}

Baudenkmäler nach Gemeindeteilen

Wemding

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Amerbach

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Amerbacherkreut

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Steinbühl

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Wallfahrt

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Ehemalige Baudenkmäler

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Abgegangene Baudenkmäler

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Siehe auch

Anmerkungen

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Literatur

  • Georg Lill (Hrsg.), Adam Horn (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Bayern. Landkreis Donauwörth. In der Reihe: Die Kunstdenkmäler von Bayern. Die Kunstdenkmäler von Schwaben. Band III. Landkreis Donauwörth. R. Oldenbourg Verlag, München 1951.
  • Bernd-Peter Schaul: Schwaben. Hrsg.: Michael Petzet, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (= Denkmäler in Bayern. Band VII). Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52398-8, S. 214–217.

Weblinks

Commons: Baudenkmäler in Wemding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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