Liste der Baudenkmäler in Geisenfeld
Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler in der oberbayerischen Stadt Geisenfeld zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. <ref group="Anm.">Vorlage:Disclaimer Baudenkmal in Bayern</ref>
Ensembles
Ensemble Stadtplatz
Das Ensemble umfasst in seinem Umgriff den Siedlungskern von Geisenfeld, der im Wesentlichen vom Stadtplatz, der Rathausstraße, dem Marienplatz, dem Kirchplatz und dem Klosterhof mit den jeweils umgebenden Bauten gebildet wird.
Erstmalige Erwähnung findet das am Nordrand der Hallertau, am westlichen Uferhang des Ilmtals gelegene Geisenfeld im Jahr 1037. Im 11. Jahrhundert war es Zentrum eines ausgedehnten Herrschaftskomplexes der Grafen von Ebersberg. Mit dem Übergang des Ebersberger’schen Besitzes an das von ihnen 1030 gestiftete Benediktinerinnenklosters in Geisenfeld wurde der Ort als Nahmarkt und Handwerkersiedlung zum Mittelpunkt der bedeutenden Grundherrschaft der Abtei. Trotz der äußerst verkehrsgünstigen Lage des Dorfes, in der sich die von Regensburg kommende Straße in Richtung nach München und Augsburg gabelt, entwickelte sich jedoch kein Fernmarkt.
Mit der Klostervogtei gelangte der Ort um 1130 in die Hand der Wittelsbacher, die Geisenfeld vor allem in der Zeit der Teilherzogtümer im 14. und 15. Jahrhundert in seiner Entwicklung förderten. Im Jahr 1310 ist eine Erstnennung als Markt belegt. Wirtschaftlich blieb der Ort vom Kloster abhängig, das bis zu seiner Säkularisation 1803 Grundherr von mehr als drei Vierteln aller Anwesen war. Durch die im frühen 15. Jahrhundert errichtete Ringmauer wurde schließlich der Umriss bestimmt, für die hufeisenförmige, um den Siedlungskern gelegte Erweiterung des Ortes.
Der Stadtplatz, dessen mittelalterlicher, unregelmäßiger Grundriss von einer zweigeschossigen Bebauung des 17. bis frühen 20. Jahrhunderts umschlossen wird, ist das Zentrum von Geisenfeld. Die in ihrer Kubatur großen Gebäude sind zum Teil mit Schweifgiebeln versehen und dokumentieren den Wohlstand ihrer einstigen Bewohner. Platzbeherrschende Bauten sind der traufständige Gasthof, der die gesamte Ostseite des Platzes einnimmt, sowie der in Ecklage befindliche weitere Gasthof mit polygonalem Eckturm und geschweiftem Zwerchgiebel, der mit dem Haus Stadtplatz 5, ebenfalls mit geschweiftem Zwerchgiebel, eine bauliche Einheit bildet. Die westseitige Platzwand wird vom Pfarrhof, einem um 1752 errichteten Satteldachbau mit barockem Schweifgiebel, dominiert. Der ausgedehnte Traufseitbau Stadtplatz 11, an der Ecke Maximilianstraße/Augsburger Straße, schließt den Platz im Nordwesten ab.
Die Rathausstraße, deren Nordseite von meist zweigeschossigen Giebelhäusern und südseitig von einem Nebengebäude von Stadtplatz 3 begrenzt wird, verbindet den Stadtplatz mit dem Marienplatz. Dieser ist ein in nordsüdlicher Richtung verlaufender Straßenplatz mit dreieckiger Aufweitung im Norden. Er wird von überwiegend zweigeschossigen, schlichten Traufseithäusern des 19. Jahrhunderts gefasst.
Im Süden schließt sich der dreieckige Kirchplatz und der Klosterhof an. Dominierende Bauten sind hier das 1626 errichtete Alte Rathaus, sowie das ursprünglich als Knabenschule und Schranne 1874 erbaute, mitten am Kirchplatz stehende, jetzige Rathaus. Überragt werden diese Gebäude von der ehemaligen Benediktinerinnen-Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, jetzt Katholische Pfarrkirche St. Emmeram, mit ihrer westlichen Doppelturmfassade, der Nordturm mit Zeltdach, der Südturm mit oktogonalem Obergeschoss, Haube und Laterne. An diese schließt südlich, das 1030 gestiftete, ehemalige Benediktinerinnenkloster an.
Aktennummer: E-1-86-122-1
Baudenkmäler nach Ortsteilen
Geisenfeld
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Ainau
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Einberg
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Engelbrechtsmünster
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Ilmendorf
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Rottenegg
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Weitere Ortsteile
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Ehemalige Baudenkmäler
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Siehe auch
Anmerkungen
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Literatur
- Jolanda Drexler-Herold, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.19). Karl M. Lipp Verlag, München 1992, ISBN 3-87490-570-5, S. 8–43.
Weblinks
- Bayerischer Denkmal-Atlas (kartographische Darstellung der bayerischen Bau- und Bodendenkmäler durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD))
- Denkmalliste für Geisenfeld (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
Einzelnachweise
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