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Elisabeth Winkelmeier-Becker

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Elisabeth Winkelmeier-Becker, 2021

Elisabeth Winkelmeier-Becker, geb. Winkelmeier (* 15. September 1962 in Troisdorf), ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2019 bis 2021 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Von 2021 bis 2025 war sie Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags.

Leben und Wirken

Herkunft, Ausbildung und berufliche Tätigkeiten

Nach dem Abitur 1981 am Gymnasium Alleestraße in Siegburg absolvierte Elisabeth Winkelmeier-Becker ein Studium der Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das sie 1986 mit dem ersten juristischen Staatsexamen abschloss. Nach Erziehungsurlaub und Referendariat legte sie 1992 das zweite Staatsexamen ab. Danach war sie als Richterin zunächst am Landgericht Bonn und ab 1997 am Amtsgericht Siegburg tätig.

Persönliches

Winkelmeier-Becker ist seit 1984 mit Jürgen Becker verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist römisch-katholisch.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 7. April 2008 im Internet Archive)</ref>

Politische Laufbahn

Partei

Winkelmeier-Becker trat 1978 in die Junge Union (JU) und 1980 auch in die CDU ein. Sie gehörte von 1986 bis 1992 dem JU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an und war ab 2002 Mitglied im Vorstand des CDU-Kreisverbands Rhein-Sieg. 2004 wurde sie zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt und von 2010 bis 2021 war sie schließlich Vorsitzende des mitgliederstärksten CDU-Kreisverbands in Deutschland.<ref>Dylan Cem Akalin: CDU Kreisparteitag in Siegburg: Oliver Krauß ist neuer Vorsitzender der CDU Rhein-Sieg. In: General-Anzeiger. 5. Oktober 2021, abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref> Winkelmeier-Becker ist seit 2012 stellvertretende Vorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen<ref>Elisabeth Winkelmeier-Becker: Lebenslauf. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2017; abgerufen am 24. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elisabeth-winkelmeier-becker.de</ref> und seit 2013 stellvertretende Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft NRW (CDA-NRW).<ref>Landesvorstand. Abgerufen am 4. Januar 2021.</ref>

Abgeordnete

Bei der Bundestagswahl 2005 erhielt Winkelmeier-Becker 45,5 % der Erststimmen im Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I und zog damit als direkt gewählte Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde sie mit 44,9 % wiedergewählt. In dieser Legislaturperiode war sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre dritte Wiederwahl gelang Winkelmeier-Becker bei der Bundestagswahl 2013 mit knapp 50 % der Erststimmen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Endergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I (Memento vom 9. Mai 2015 im Internet Archive), bundeswahlleiter.de</ref> Bei der Bundestagswahl 2017 gewann sie erneut ihren Wahlkreis mit 44 %.<ref>Bundestagswahl 2017 – So hat der Rhein-Sieg-Kreis gewählt. In: General-Anzeiger Bonn. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, Bonn 25. September 2017 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 25. September 2017]).</ref> Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte sie 32,6 %.<ref>Ergebnisse Rhein-Sieg-Kreis I – Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 27. September 2021.</ref> Sie war in der 19. Legislaturperiode ordentliches Mitglied im Wahlausschuss.<ref>Deutscher Bundestag – Abgeordnete. Abgerufen am 16. Februar 2021.</ref> Am 15. Dezember 2021 wurde sie zur Vorsitzenden des Rechtsausschusses gewählt<ref>Elisabeth Winkelmeier-Becker Vorsitzende des Rechtsausschusses. In: bundestag.de. Abgerufen am 17. Dezember 2021.</ref>, zudem ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.<ref>Deutscher Bundestag Elisabeth Winkelmeier-Becker. Abgerufen am 16. Dezember 2021.</ref>

Winkelmeier-Becker war von 2013 bis 2019 Sprecherin der Arbeitsgruppe Recht und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gehörte in dieser Zeit dem Fraktionsvorstand an.<ref>CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Wahl der Arbeitsgruppenvorsitzenden. 13. Januar 2014, abgerufen am 12. Dezember 2020.</ref><ref>Bundesregierung: Neue Staatssekretäre für Altmaier und Klöckner. In: Spiegel Online. 27. November 2019 (spiegel.de [abgerufen am 28. November 2019]).</ref>

Bei der Bundestagswahl 2025 gewann sie den Bundestagswahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I mit 35,6 Prozent der Erststimmen. Sie stand dabei zudem hinter Friedrich Merz auf dem zweiten Platz der Landesliste der CDU Nordrhein-Westfalen.<ref>https://www.cdu-nrw.de/cdu-nordrhein-westfalen-stellt-landesliste-fuer-die-bundestagswahl-2025-auf</ref>

Staatssekretärin

Vom 29. November 2019 bis 8. Dezember 2021 war sie Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und zuständig für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Industriepolitik sowie Digital- und Innovationspolitik.<ref>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Elisabeth Winkelmeier-Becker. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. November 2020; abgerufen am 11. Dezember 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmwi.de</ref><ref>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Elisabeth Winkelmeier-Becker wird neue Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. 29. November 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Dezember 2019; abgerufen am 1. Dezember 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmwi.de</ref> Daneben war sie Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Umsetzung der internationalen Initiative für mehr Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI) in Deutschland (D-EITI).<ref>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Elisabeth Winkelmeier-Becker. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. November 2020; abgerufen am 11. Dezember 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmwi.de</ref> Außerdem vertrat sie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis Juni 2022<ref>Thomas Wüpper: DB-Aufsichtsrat: Anja Hajduk wird neues Mitglied. In: Tagesspiegel. 15. Juni 2022, abgerufen am 22. Juni 2022.</ref> im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG<ref>Aufsichtsrat der DB AG | Deutsche Bahn AG. Abgerufen am 11. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="db-2020-03-25">Michael Odenwald bis zum Jahr 2025 als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestätigt • DB-Kontrollgremium wird weiblicher. Deutsche Bahn, 25. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.</ref> sowie im Aufsichtsrat der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft.<ref>Unser Aufsichtsrat. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Januar 2021; abgerufen am 11. Dezember 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deginvest.de</ref>

Positionen

In ihrer Zeit als Familienpolitikerin setzte sich Winkelmeier-Becker für das Elterngeld ein.<ref>Elisabeth Winkelmeier-Becker zur Diskussion um das Elterngeld. 9. Juli 2012, abgerufen am 4. Januar 2021.</ref>

Im Herbst 2012 setzte sich Winkelmeier-Becker zusammen mit zwölf weiteren Unions-Bundestagsabgeordneten öffentlich für die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit der Ehe beim Ehegattensplitting ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Bei der Abstimmung über die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe 2017 enthielt sie sich der Stimme.<ref>DerWesten – derwesten.de: So haben die Abgeordneten zur „Ehe für alle“ abgestimmt. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 30. Juni 2017, abgerufen am 8. April 2018.</ref>

Winkelmeier-Becker sprach sich gegen die Abschaffung des § 219a Strafgesetzbuch, der bis 2022 Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft unter Strafe stellte, aus.<ref>Kein Kompromiss bei §219a in Sicht. In: tagesschau.de. 29. August 2018, abgerufen am 24. Oktober 2018.</ref>

In ihrem Wahlkreis engagiert sich die Politikerin für die Reduzierung des nächtlichen Fluglärms am Flughafen Köln/Bonn und ist Mitinitiatorin des „Gesprächskreis Fluglärm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“.<ref>Fluglärm. Abgerufen am 14. Januar 2021.</ref>

Winkelmeier-Becker war die erste Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion, die sich im Juli 2025 im Deutschen Bundestag gegen die Nominierung von Frauke Brosius-Gersdorf für die Wahl von Richtern des Bundesverfassungsgerichts 2025 positioniert hatte. Diese sei für Winkelmeier-Becker nicht wählbar, denn sie vertrete „nicht unser Menschenbild“.<ref>https://www.radiobonn.de/artikel/ich-bin-nicht-gluecklich-darueber-mdb-winkelmeier-becker-ueber-brosius-gersdorf-2386362.html "Ich bin nicht glücklich darüber", radiobonn.de vom 18. Juli 2025.</ref>

Weitere Mitgliedschaften und Engagements

Winkelmeier-Becker ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und für den europäischen Einigungsprozess einsetzt.<ref>Europa-Union Parlamentarier im Deutschen Bundestag. Abgerufen am 11. August 2025.</ref>

Darüber hinaus ist sie in folgenden Funktionen aktiv (Auswahl):

Auszeichnungen

2024 wurde Winkelmeier-Becker mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.<ref>Bekanntgabe der Ordensträgerinnen und Ordensträger. In: bundespraesident.de. 1. August 2024, abgerufen am 18. August 2024.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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Wilhelm Laforet (1949–1953) | Matthias Hoogen (1953–1964) | Hans Wilhelmi (1964–1969) | Carl Otto Lenz (1969–1980) | Herta Däubler-Gmelin (1980–1983) | Anton Stark (1983–1984) | Herbert Helmrich (1984–1992) | Horst Eylmann (1992–1998) | Rupert Scholz (1998–2002) | Andreas Schmidt (2002–2009) | Siegfried Kauder (2009–2013) | Renate Künast (2014–2018) | Stephan Brandner (2018–2019) | Heribert Hirte (kommissarisch, 2019–2021) | Elisabeth Winkelmeier-Becker (2021–2025) | Carsten Müller (kommissarisch, seit 2025)

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