Lipomastie
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Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11
Lipomastie (von griech. λίπος (lípos): Fett und μαστός (mastós): Brust, Brustwarze) ist eine Form der Pseudogynäkomastie, die bei adipösen Männern auftritt. Dabei handelt es sich um eine Vergrößerung der Brust aufgrund vermehrten Fettgewebes, aber ohne Vergrößerung des Brustdrüsenkörpers.<ref name="schill">Wolf-Bernhard Schill, Reinhard G. Bretzel, Wolfgang Weidner (Hrsg.): Männermedizin in der allgemeinmedizinischen und internistischen Praxis. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2005, ISBN 3-437-23260-6, S. 381.</ref>
Die Abgrenzung zur Gynäkomastie erfolgt palpatorisch (Ertasten des Drüsengewebes) und ultrasonographisch (Sonographie der Brustdrüse).<ref>Jürgen Schölmerich (Hrsg.): Medizinische Therapie. 2005, 2006.2. Aufl. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-21226-4, S. 623.</ref> Bei der Lipomastie ist kein tastbares Drüsengewebe nachweisbar.<ref name="schill" />
Bei adipösen Jugendlichen kann die Unterscheidung zwischen Lipomastie und Gynäkomastie schwierig sein; es kann auch ein Mischtyp auftreten, die sog. Lipogynäkomastie.<ref name="michalk">Dietrich Michalk, Eckhard Schönau, Ingrid Fritz (Hrsg.): Differentialdiagnose Pädiatrie. 2. Auflage. Urban & Fischer Bei Elsevier, München 2005, ISBN 3-437-22530-8, S. 532.</ref>
Pseudogynäkomastie wird nicht nur durch Fettansammlung verursacht, sondern kann auch auf submamillär (unter der Brustwarze) gelegene Hämatome, Lymphangiome (Angiome des Gefäßsystems) oder Lipome (regionale Fettgewebstumoren) zurückzuführen sein.<ref name="michalk" />
Einzelnachweise
<references />