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Linus Bopp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Linus Bopp (* 1. Januar 1887 in Limbach; † 14. März 1971 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Theologe und Heilpädagoge.

Leben und Wirken

Linus Bopp studierte bis 1908 Theologie und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ein Jahr später wurde er zum Priester geweiht und wirkte als Kaplan in Tauberbischofsheim. Von 1911 bis 1916 war er Präfekt am Erzbischöflichen Gymnasialkonvikt in Freiburg/Brsg., anschließend Religionslehrer an verschiedenen höheren Schulen. 1916 promovierte er zum Dr. der Theologie. Das Thema seiner Dissertation lautet: Die Prophetie im apologetischen Beweisgang nach dem Hl. Augustinus. Acht Jahre später wurde Linus Bopp, der sich 1921 mit der Arbeit Weltanschauung und Religion. Eine grundsätzliche und eine zeitgeschichtliche Untersuchung habilitiert hatte, Prof. für Pädagogik und Pastoraltheologie an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität. Zudem hielt er Vorlesungen am Caritas-Institut, dessen Leitung ihm 1949 übertragen wurde. 1955 wurde er zum Präsidenten der Marianischen Priesterkongregation gewählt.

Neben seinen vielfältigen theologischen Schriften (siehe Werke) erwarb sich Linus Bopp noch einen Namen als Heilpädagoge. Sein Werk Allgemeine Heilpädagogik in systematischer Grundlegung und mit erziehungspraktischer Einstellung (1930) entwickelte sich zu einem Standardwerk der Heilpädagogik, die er als „Heilerziehung“ (bzw. „Heil(s)pädagogik“) definierte:

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Ihm ging es vordergründig um eine Erziehung zur Verwirklichung von Werten, wobei sich die Wertorientierung auf den christlichen Glauben stützt.

Während der Jahre des Nationalsozialismus schrieb er religiös verschleiert über das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses:

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Zur Position Linus Bopps während der Zeit des Nationalsozialismus konstatiert der Theologe Philipp Müller:

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Papst Pius XII. ernannte Linus Bopp 1947 zum Päpstlichen Hausprälaten und Erzbischof Wendelin Rauch berief ihn 1951 zum Ehrendomkapitular an der Metropolitankirche zu Freiburg im Breisgau.

Werke

  • Linus Bopp war neben seiner beruflichen Betätigung noch rege schriftstellerisch tätig. Weit über 600 Schriften zählt seine publizistische Hinterlassenschaft (vergleiche dazu:http://www.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=1312)
  • Allgemeine Heilpädagogik in systematischer Grundlegung und mit erziehungspraktischer Einstellung, Freiburg 1930
  • In liturgischer Geborgenheit. Büchlein zur kirchlichen Zeit- und Raumweihe, Freiburg/Brsg. 1934

Literatur (Auswahl)

|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:237-244|, Sp. {{#iferror:{{#expr:237-244}}|237-244|{{#expr:1*237-244*0}}–{{#expr:-(0*237-244*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070613062739/http://www.bautz.de/bbkl/b/bopp_l.shtml%7C}}.{{#if: 20 | |{{#ifeq:||}}}}

  • Jörg Lichtenberg: Ein- und Durchblicke in Leben und Gesamtwerk des Freiburger Pastoraltheologen Linus Bopp (1887–1971). Echter, Würzburg 1997.
  • Philipp Müller: Dem Leben dienen. Das Seelsorgeverständnis von Linus Bopp (1887–1971) im Kontext heutiger Seelsorgekonzeptionen. Echter, Würzburg 1997.
  • Philipp Müller: Die Rezeption der Psychologie durch den Freiburger Pastoraltheologen Linus Bopp (1887–1971). Ein Beitrag zur Geschichte der Pastoralpsychologie. In: Wege zum Menschen. Bd. 52 (2000), S. 95–103.
  • Philipp Müller: „Gewinnende Führung zu Christus“. Impulse für die Seelsorge heute aus der spirituellen Theologie des Pastoraltheologen Linus Bopp (1887–1971). In: Geist und Leben. Bd. 73 (2000), S. 351–360.
  • Philipp Müller: Linus Bopp (1887–1971) – ein Wegbereiter des heutigen Selbstverständnisses von Pastoraltheologie. In: Pastoraltheologische Informationen. Bd. 30 (2010), H. 2, S. 147–171.
  • Philipp Müller: Die Haltung des Freiburger Pastoraltheologen Linus Bopp (1887–1971) im und zum Nationalsozialismus. In: Freiburger Diözesan-Archiv. Bd. 127 (2007), S. 135–155 (online).

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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