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Limax conemenosi

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Limax conemenosi
Datei:Limax conemenosi Simroth 1891 pl1 fig 2.jpg

Illustration von Limax conemenosi (aus Simroth, 1891: Taf.1 Fig.2)

Systematik
Ordnung: Lungenschnecken (Pulmonata)
Unterordnung: Landlungenschnecken (Stylommatophora)
Familie: Schnegel (Limacidae)
Unterfamilie: Limacinae
Gattung: Limax
Art: Limax conemenosi
Wissenschaftlicher Name
Limax conemenosi
Boettger, 1882
Datei:Limax conemenosi simroth1891 pl1 fig 8.jpg
Genitalapparat von Limax conemenosi (vd = Vas deferens, cp = Blindsack des Penis, rp = Retraktormuskel des Penis) (aus Simroth, 1891: Taf.1, Fig.8)

Limax conemenosi ist eine Nacktschnecken-Art aus der Familie der Schnegel (Limacidae), die zu den Landlungenschnecken (Stylommatophora) gehört.

Merkmale

Datei:Limax conemenosi (Slovenia).jpg
Habitus von Limax conemenosi

Limax conemenosi wird im Erwachsenenstadium ausgestreckt 10 bis 12 cm lang (bis 8 cm bei konservierten Exemplaren). Der Kiel ist vergleichsweise sehr kurz und wenig deutlich ausgebildet. Auch der Mantel ist vergleichsweise kurz; er nimmt nur etwa ¼ der Körperlänge ein. Zwischen der Mittellinie und dem Atemloch sind 21 bis 23 feine, abgeflachte Runzeln. Die Farbe variiert von schmutzig cremefarben, über gelblichgrau bis rötlichgrau. Die Seiten sind oft etwas heller. Der Mantelschild ist mit zahlreichen, etwa 1 mm großen schwarzen, scharf begrenzten Flecken regelmäßig gezeichnet, die oft hell umrandet sind. Der Mantelschild ist zudem fein granuliert, der Rücken mit groben, längs verlaufenden Runzeln versehen. Die weißliche Fußsohle ist dreifeldrig, auch der Saum der Sohle ist weißlich. Der Schleim ist farblos.

Im Genitalapparat erreicht der Penis etwa die Hälfte der Körperlänge. Der Penisretraktormuskel inseriert etwa auf zwei Drittel der Penislänge (von der Basis gerechnet). Der Samenleiter mündet seitlich nahe dem apikalen Ende in den Penis. Der Apex bildet somit ein blindes Ende. Im Verdauungstrakt ist kein Blinddarm ausgebildet.

Ähnliche Arten

Limax conemenosi hat im Vergleich zu Limax cephalonicus einen deutlich längeren Penis. Der Retraktormuskel setzt weiter vorne an etwa auf zwei Drittel der Penislänge, gegenüber etwa auf der Hälfte der Penislänge bei L. cephalonicus.

Geographische Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Serbien<ref name="Serbien"/>, Mazedonien, Bulgarien<ref name="Babor"/> und Südalbanien<ref name="Feher"/> über fast ganz Griechenland, im Süden einschließlich des Peloponnes<ref name="Reischütz"/>, jedoch nicht auf die griechische Inselwelt. In Bulgarien wurde die Art bis in 1300 m Höhe gefunden.

Die Tiere leben in Wäldern und Buschland, verbreitet auch synanthrop im Kulturgelände, gewöhnlich an Mauern und Steinen. Die Art scheint nicht auf Bäume zu kriechen, wie dies andere Limax-Arten tun.

Taxonomie

Die Art wurde 1882 von Oskar Boettger erstmals beschrieben<ref name="Boettger1882"/>. Die Typlokalität ist Preveza (Griechenland). Limax (Heynemannia) Conemenosi var. multipunctata Boettger, 1885<ref name="Boettger1885"/> und Limax pestaniensis Rähle, 1977<ref name="Rähle"/> werden von Wiktor (2001) als jüngere Synonyme gewertet.

Belege

Literatur

  • Rosina Fechter und Gerhard Falkner: Weichtiere. 287 S., Mosaik-Verlag, München 1990 (Steinbachs Naturführer 10) ISBN 3-570-03414-3 (S. 188)
  • Wiktor, Andrzej 2001: Fauna Graeciae. VIII. The slugs of Greece (Arionidae, Milacidae, Limacidae, Agriolimacidae – Gastropoda, Stylommatophora). 240 S., Natural History Museum of Crete & Hellenic Zoologic Society, Iraklio, Kreta (S. 68–71)

Einzelnachweise

<references> <ref name="Boettger1882">Böttger, O. 1882. Nacktschnecken aus Griechenland, den Jonischen Inseln und Epirus. II. Nacktschnecken aus Epirus und von den Jonischen Inseln. Nachrichtenblatt der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft, 14(6/7): 96-101, Frankfurt/M. Online bei Biodiversity Heritage Library (S. 100)</ref> <ref name="Boettger1885">Boettger, Oskar 1885: Aufzählung der in Thessalien gesammelten Gastropoden. Jahrbücher der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft, 12: 158-200, Frankfurt/M. Online bei Biodiversity Heritage Library (S. 158)</ref> <ref name="Rähle">Rähle, W. 1977: Limaciden aus dem südlichen Jugoslawien (Gastropoda, Pulmonata). Archiv für Molluskenkunde, 107(4/6): 225-247, Frankfurt/M. (S. 228)</ref> <ref name="Reischütz">Reischütz, L. Peter 1985: Fundorte einiger Arten von Nacktschnecken in Griechenland. Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau, 4: 303, Braunau PDF</ref> <ref name="Babor">Babor, J. F.: Ueber die von Herrn Dr. H. Rebel im Jahre 1896 in Ostrumelien gesammelten Nacktschnecken. Annalen des kaiserlich-königlichen Naturhistorischen Hofmuseums, 13: 40-44, Wien 1899 (Vorlage:ZOBODAT) . </ref> <ref name="Feher">Fehér, Zóltan & Zóltan Péter Erőss 2009: Contribution to the Mollusca fauna of Albania. Results of the field trips of the Hungarian Natural History Museum between 1992 and 2007. Schriften zur Malakozoologie, 25: 3-21, Cismar @1@2Vorlage:Toter Link/www.nhmus.huPDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot.</ref> <ref name="Serbien">Božana J. Karaman 2012: Fauna of Gastropoda (Mollusca) in Fruška Gora Mountains, Vojvodina (Serbia). Fauna Montenegrina, 11(1): 7-34, Podgorica PDF</ref> </references>

Online

Weblinks

Commons: Limax conemenosi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien