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Lier (Belgien)

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Vorlage:Infobox Ort in Belgien

Datei:Lier Zimmertoren klok.JPG
Die Jubiläumsuhr im Zimmerturm

Lier (französisch: Lierre) ist eine belgische Gemeinde und Stadt in der Provinz Antwerpen, zehn Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Antwerpen. Die Gemeinde Lier, zu der auch das Dorf Koningshooikt (mit dem Stammsitz der Firma van Hool) gehört, hat Vorlage:Str replace Einwohner (Stand {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}).

Die Stadt liegt am Fluss Nete; in Lier fließen große und kleine Nete zusammen. Von Lier führt ein etwa 8 Kilometer langes Gewässer Richtung Nordosten zum Albert-Kanal.<ref>luftlinie.org</ref>

Geschichte

Der Ort, an dem der Missionar Gummarus vor seinem Tod 775 eine Kirche erbaut haben soll, hieß früher „Nivesdone“, „Niyesdum“ oder „Nivesdonck“ und erhielt vielleicht schon im 9. Jahrhundert den Namen „Lierre ad netham“ (siehe auch in: „Stadlers Vollständiges Heiligen-Lexikon“, 1858–1882). Mit diesem heiligen Ort setzten die Herausgeber der „Regesta Imperii“ das 870 im Vertrag von Meerssen genannte „Ledi“ gleich (siehe Kommentar zu RI I., 1480). Jahrhunderte schweigen dann die Quellen über Lier. Die Stadtrechte erhielt Lier im Jahr 1212. Im Mittelalter war die Tuchindustrie bedeutend. Im 15. Jahrhundert wollte Herzog Johann IV. den Bürgern von Lier für ihre Dienste während seines Kampfes gegen die Bewohner von Mecheln danken. Sie konnten ihre Belohnung selbst auswählen: ein Viehmarkt mit Schafschlachterei oder eine Universität. Sie entschieden sich für das Stapelrecht von Vieh, eine Entscheidung, die für Lier sehr lukrativ war, denn für jede Region wurde nur ein Viehmarkt erlaubt. So verlagerte sich der Viehmarkt von Wespelaar nach Lier, und der Herzog seufzte der Legende nach: „Ach, diese Schafsköpfe“. Seit dieser Zeit werden die Einwohner wie auch die Fans des Lierse SK als Schapenkoppen bezeichnet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

In Urkunden von 1496 und 1499 wird Lier „Lyrensi“ und „Lyra“ genannt (RI XIV., 7544 + 9036).

Nach 1600 ging die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zurück.

Im Ersten Weltkrieg hatte Lier sehr zu leiden und wurde am 29. September 1914 erstmals beschossen. Anfang Oktober 1914 wurde Lier von Soldaten des deutschen Heeres bei der Besetzung Belgiens geplündert. Nach dem Abzug der deutschen Truppen im November 1918 begann der Wiederaufbau.

Politik

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Stadtrat

Vorlage:Sitzverteilung Trotz absoluter Mehrheit der NVA wurde eine Koalition mit OpenVLD gebildet.<ref>https://www.lier.be/bestuursakkoord-stad-lier-2025-2030</ref>

Wirtschaft

Es gibt in Lier viele kleinere Industrie- und Handelsbetriebe. Der Tourismus ist bedeutend. Lier ist ein Einkaufs- und Marktzentrum für die Umgebung. Lier hat außerdem auch eine Kunstakademie.

Sport

Der Lierse SK wurde in den Jahren 1932, 1942, 1960 und 1997 belgischer Fußballmeister. Zuletzt vor der Insolvenz 2018 spielte der Verein in der Division 1B. Als Nachfolgeverein wurde Lierse Kempenzonen gegründet, der zunächst in der 1. Division Amateure spielte, zur Saison 2020/21 in die Division 1B aufstieg und seine Spiele im Herman Vanderpoortenstadion (13.539 Plätze) austrägt.

Sehenswürdigkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden in der Provinz Antwerpen

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