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Gailtaler Alpen

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(Weitergeleitet von Lienzer Dolomiten)

Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe Die Gailtaler Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Südlichen Ostalpen. Sie verlaufen als Kettengebirge zwischen Drau- und Gailtal im Süden Kärntens und Osttirols in Österreich. Die westliche Hälfte der Gailtaler Alpen wird mit ihren schroffen Gipfeln aus Hauptdolomit als Lienzer Dolomiten bezeichnet und besitzt mit der Vorlage:Höhe hohen Großen Sandspitze die höchste Erhebung der Gailtaler Alpen. Aus geologischer Sicht bilden die Gailtaler Alpen gemeinsam mit den Nordkarawanken den Drauzug, einen infolge der Alpenfaltung zurückgebliebenen Teil der Nördlichen Kalkalpen.

Begriffsgeschichte

Die Gebirgsgruppe wurde bereits 1845 von Adolf Schaubach in seinem Standardwerk Die Deutschen Alpen als „Gailthaler Alpen“ in ihren heutigen Grenzen beschrieben.<ref>Adolf Schaubach: Die Deutschen Alpen, Band I, Jena 1845, S. 174–176</ref> Der Name Lienzer Dolomiten für den Teil westlich des Gailbergsattels ist jüngeren Datums und wurde 1885 von der Section Lienz des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins eingeführt und konnte sich rasch etablieren.<ref>Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, 1899, S. 279.</ref>

Geografie

Datei:Lienz gesamt.jpg
Die Lienzer Dolomiten mit Lienz
Datei:Lienzer Dolomiten (cropped).jpg
Gaitaler Alpen von der Kreuzeckgruppe

Das 100 km lange, im Westen schmale Gebirge liegt zwischen der Gail im Süden und der Drau im Norden. In einer Furche zwischen den Gailtaler Alpen und dem Goldeck liegt der Weißensee, der höchstgelegene Badesee Österreichs. Der Drauzug gliedert sich in West-Ost-Richtung in fünf durch Quertäler und ein Längstal getrennte Gebirgstöcke:<ref name="Trimmel 1962">Vorlage:Literatur</ref>

Innerhalb des Drauzuges befinden sich nur drei nennenswert bevölkerte Gegenden: Bleiberg zwischen Dobratsch- und Spitzegelgruppe, das durch Jahrhunderte von der Bleigewinnung lebte und heute vom Thermentourismus lebt, sowie der Stockenboier Graben und die Gegend Gitschtal-Weißensee, die beide vom Tourismus (Sommer wie Winter) leben.

Benachbarte Gebirgsgruppen

Nach der AVE:

Verkehr

Übergänge (von Ost nach West):

Geologie

Die Gailtaler Alpen sind größtenteils Teil des Drauzugs. Dieser liegt nördlich der Periadriatischen Naht und gehört somit geologisch nicht zum Südalpin, sondern zum Südrand des Ostalpins und ist ein südlicher „liegengebliebener“ Teil derjenigen ostalpinen Kalkdeckensysteme, die im Zuge der Alpenfaltung über den Alpenhauptkamm nach Norden geschoben wurden und dort die Nördlichen Kalkalpen bilden. Die Auffassung, dass Gailtaler Alpen und Nordkarawanken zum Drauzug zu rechnen sind, geht auf Leopold Kober 1938<ref name="Kober 1938">Vorlage:Literatur</ref> zurück.

Das Goldeckmassiv am nordöstlichen Rand ist kein Teil des Drauzugs; es handelt sich dabei um die südöstliche Fortsetzung der kristallinen Gesteine der Kreuzeckgruppe.<ref>Hans Peter Schönlaub: Die Goldeckgruppe. In: Geologische Bundesanstalt (Hrsg.): Der Geologische Aufbau Österreichs, Wien 1980, S. 356–358.</ref> Während in der Westhälfte die schroffen Gipfel der Lienzer Dolomiten aus bis zu 2000 Meter mächtigem Hauptdolomit gebildet werden, sind im östlichen Teil Kalke und Dolomite der Wetterstein-Formation bei den höchsten Bergen (Jauken, Reißkofel, Spitzegel, Dobratsch) gipfelbildend.

Touristische Erschließung

Der Gailtaler Höhenweg durchzieht die Gailtaler Alpenkette über die ganze Länge. Der Fernwanderweg Julius Kugy Alpine Trail<ref>Julius Kugy-Dreiländerweg</ref><ref>Julius Kugy-Dreiländerweg Etappe 26 auf outdooractive.com</ref> begleitet den Höhenweg vom Gailbergsattel bis zum Ende im Kurpark der Kärnten Therme.

Schutzhütten<ref>Gailtaler Alpen, alpenverein.at</ref>
Name Status Höhe
Bliessalm (Pließalm) privat ca. Vorlage:Höhe
Dobratsch-Gipfelhaus Sektion Villach des ÖAV Vorlage:Höhe
Dolomitenhütte privat Vorlage:Höhe
E.T.-Compton-Hütte Sektion Austria des ÖAV Vorlage:Höhe
Goldeckhütte Sektion Spittal an der Drau des ÖAV Vorlage:Höhe
Hochstadelhaus Sektion Oberdrauburg des ÖTK Vorlage:Höhe
Karlsbader Hütte Sektion Karlsbad des DAV Vorlage:Höhe
Kerschbaumeralm Schutzhaus Sektion Lienz des ÖTK Vorlage:Höhe
Linderhütte Sektion Lienz des ÖTK Vorlage:Höhe
Ödenhütte privat ca. Vorlage:Höhe
Reißkofel-Biwak Sektion Obergailtal-Lesachtal des ÖAV Vorlage:Höhe
Weißbriacher Hütte Sektion Hermagor des ÖAV Vorlage:Höhe
Wieserhütte privat Vorlage:Höhe

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Südliche Ostalpen nach AVE Vorlage:Normdaten