Lichtrouten Lüdenscheid
Die Lichtrouten (Eigenschreibweise: LichtRouten) sind eine Lichtkunst- und Lichtdesign-Ausstellung, die seit 2002 in unregelmäßigen Abständen<ref>Lichtrouten. lichtrouten.de, abgerufen am 7. Oktober 2018 (Übersicht aller bisherigen Lichtrouten mit Jahreszahl).</ref> im öffentlichen Raum in Lüdenscheid stattfindet. Der Ausgangspunkt der Lichtrouten ist bereits seit 2002 die Innenstadt von Lüdenscheid. Die künstlerische Leitung liegt bei Bettina Pelz und Tom Groll.<ref>LichtRouten Lüdenscheid. Stadt Lüdenscheid, 27. Juli 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Januar 2012; abgerufen am 17. April 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Auszeichnungen
Im Jahr 2004 wurden die Lichtrouten mit dem Innovationspreis Sauerland 2004<ref>Innovationspreis Sauerland 2004. Sauerland Initiative, 2012, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Juli 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> der Sauerland Initiative ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielten sie den Martin-Leicht-Preis Westfalensprung<ref>WestfalenSprung Wege weisen! Stadt gestalten! Zukunft zeigen! Westfalen Initiative, 20. Juli 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Februar 2013; abgerufen am 17. April 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> der Westfalen Initiative.
Veranstalter
Aufgrund vielfältiger Leuchten- und Elektroindustrie in und um Lüdenscheid ist Kunstlicht ein Material, das die Lebens- und Arbeitszusammenhänge in der Stadt in besonderer Weise prägt. Produziert werden die Lichtrouten von der Lüdenscheider Stadtmarketinggesellschaft mit den Gesellschaftern Stadt Lüdenscheid, Sparkasse Lüdenscheid, Stadtwerke Lüdenscheid und Wirtschaftsförderung Kreisstadt Lüdenscheid (WKL e.V.) mit regelmäßiger Unterstützung des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid e.V. und vieler Wirtschaftsunternehmen, u. a. Derksen Lichttechnik, ERCO, Fischer Elektronik (gegründet 1969 von Hans-Albert Fischer<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 308.</ref>), Hueck, Hoffmeister Leuchten, Insta, Kostal und Trilux.
Veranstaltungsorte
Standorte waren unter anderem das bis 2009 zu weiten Teilen ungenutzte Gebiet des Bahnhofs Lüdenscheid und viele weitere Industriedenkmäler sowie andere Kulturdenkmäler, unter anderem auch das alte Rathaus von Lüdenscheid sowie die neubarocke Villa Hueck.
Geschichte
Lichtrouten 2002
Leitmotiv der ersten Lichtrouten waren „Black Boxes“, geschwärzte Baucontainer, die als Fremdkörper über den Stadtraum verteilt waren und lichtbasierte Objekte oder Installationen beherbergten, u. a. Arbeiten von Klaus Geldmacher, Daniel Hausig, Georg Hartung, Kazuo Katase und Dieter Kiessling. Ergänzt wurde der Parcours durch Interventionen u. a. von Tatsuro Bashi, Hermelinde Hergenhahn, Nan Hoover<ref>Nan Hoover group exhibitions. Nan Hoover, abgerufen am 6. Februar 2014.</ref> und Francesco Mariotti.
Die Arbeit „Memories of Wind“ des Künstlers Stefan Hofmann wurde als dauerhafte Installation von der Stadt Lüdenscheid und den Stadtwerken Lüdenscheid angekauft.<ref>Chronologie: Lüdenscheid auf dem Weg zur Stadt des Lichts. Stadt Lüdenscheid, 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2012; abgerufen am 17. April 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Lichtrouten 2003
Die Installationen, Interventionen und Performances an „Unorten“, gemeint waren öffentliche Räume, die aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden waren, stammten u. a. Barbara Buchholz und Olga Koumeguer, Yvonne Goulbier, Nan Hoover<ref>Nan Hoover group exhibitions. Nan Hoover, abgerufen am 6. Februar 2014.</ref>, Sabine Kacunko, Mischa Kuball, André Philip Lemke, Aurelia Mihai, Thomas Roppelt, Helmut Schweizer und Michel Verjux.
Die Arbeit „Souvenirs“ von Helga Griffiths wurde 2003 mit dem Publikumspreis der Lichtrouten ausgezeichnet.
Lichtrouten 2004
Im Rahmen der Konzeption der „Lichtbiotope“ waren u. a. Arbeiten von Sanja Ivekovic, Magdalena Jetelová, Gudrun Kemsa, Klaus Obermaier, Roman Signer, Jan van Munster, Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher zu sehen.
Lichtrouten 2006
Thema der Ausstellung war „Architektur der Erinnerung“. Beteiligte Künstler und Designer waren unter anderem Danica Dakić, Jean-François Guiton, Ron Haselden, Thomas Köner, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Molitor & Kuzmin, Jakub Nepraš, Jaan Toomik, Mai Yamashita und Naoto Kobayashi.
Die Lichtinszenierung des Mathildenfriedhofs von Gustavo Avilés wurde mit dem Publikumspreis der Lichtrouten ausgezeichnet.
Die "Lichtbänke" von Stefan Sous wurden von der Stadtwerken Lüdenscheid für den dauerhaften Verbleib in der Stadt angekauft.<ref>Lichtbänke. Stadt Lüdenscheid, 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. März 2014; abgerufen am 17. April 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die Installation „Glühwürmchenpalast“ von Francesco Mariotti wurde über die Dauer von zwei Jahren am Wilhelmsplatz erhalten.<ref>LichtQuartier. Stadt Lüdenscheid, 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. März 2014; abgerufen am 17. April 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Lichtrouten 2010
Mit Arbeiten von u. a. Gudrun Barenbrock, Ghíju Diaz de León, Ali Heshmati and Lars Meeß-Olsohn, Olga Kisseleva, Thorbjørn Lausten, Dominik Lejman, Ocubo, Stephan Reusse, Sigrid Sandmann, Gebhard Sengmüller, Ursula Scherrer und Kurt Laurenz Theinert entstand ein Parcours zu dem Thema „Wunderkammern des Lichts“.
Die Projektion „Des Fischers fette Beute“ von Katharina Berndt war bis zu den nächsten Lichtrouten 2013 am Wilhelmsplatz zu sehen.<ref>Auszeichnung für Bremer Künstlerin Katharina Berndt. Hochschule für Künste Bremen, 17. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Januar 2017; abgerufen am 17. April 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Lichtrouten 2013
Vom 27. September bis 6. Oktober 2013 fanden die Lichtrouten 2013 statt. Diesjähriges Thema war „Die Kunst der Projektion“. Die beteiligten Künstler waren Jürgen Albrecht, Refik Anadol, Atsara - Audrey Rocher + Roland Devocelle, Katharina Berndt, Cuppetelli + Mendoza, Christoph Girardet, Hartung + Trenz, Joseph O. Holmes, Dieter Kiessling, Vollrad Kutscher, Jakob Mattner, László Moholy-Nagy, Klaus Obermaier, Rainer Plum, Quayola, Diana Ramaekers, Nicolas Schöffer, Robert Sochacki, Max Sudhues und Amy Youngs. Der Parcours der Installationen erstreckte sich von der Innenstadt über das Bahnhofsgelände auf das gesamte Stadtumbau-Areal der "Denkfabrik".<ref>Monika Salzmann: LichtRouten verzaubern die Stadt. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 15. Januar 2013, abgerufen am 17. April 2013.</ref>
Insgesamt gab es bei den Lichtrouten im Jahr 2013 zwanzig verschiedene Installationen sowie diverse andere Veranstaltungsorte und einen zentralen Informationspunkt am Rathausplatz 4 an der Hauptpost von Lüdenscheid. Vom Informationspunkt am Rathausplatz 4 ausgehend gab es unter anderem drei verschiedene, kostenlose Führungsrouten hin zu den 20 Installationen der Lichtrouten. Eine davon umfasste die Installationen 1–10, die zweite die Installationen 11–20 und die dritte eine Kurzroute hin zu einzelnen, ausgewählten Installationen.
An den 10 Veranstaltungstagen besuchten etwa 45.000 Menschen die Lichtrouten 2013, 5.000 mehr als bei den Lichtrouten 2010.<ref>Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 7. Oktober 2013: "Kein Regen im Lüdenscheider Platanenhain"</ref><ref>Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 7. Oktober 2013: "Lichtrouten: Bereichernd und belebend"</ref>
Lichtrouten 2025
Ende März 2025 konnten die Licht-Werke von 26 Künstlern unter dem Motto Lichtrouten 2025 – Neue Energien erlebt werden.<ref>Lichtrouten 2025 in Lüdenscheid. Abgerufen am 26. Mai 2025.</ref>
Weblinks
- Offizielle Website der Lichtrouten Lüdenscheid
- Lichtrouten Lüdenscheid c/o Flickr
- Lichtrouten Lüdenscheid c/o Youtube
- Lichtrouten Lüdenscheid c/o Vimeo
- Blog zu den Lichtrouten 2013 von Wolfgang Teipel und Florian Hesse
- Video zu Lichtrouten 2010 von Thomas Schielke
- Bildstrecke zu Lichtrouten 2006
- Bildstrecke zu Lichtrouten 2010, Installation von Sigrid Sandmann
- Video zu Lichtrouten 2010, Installation von Ursula Scherrer und Kurt Laurenz Theinert
- Video zu Lichtrouten 2010, Installation Raumzeitpiraten
- Website der Stadt Lüdenscheid – Stadt des Lichts
- Video Lichtrouten Lüdenscheid 2013. Licht-Kunst fasziniert: Lichtrouten Lüdenscheid auf der Webseite von HIGHLIGHT (Fachzeitschrift) www.highlight-web.de, 2. Oktober 2013
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-03
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
- Kultur (Lüdenscheid)
- Festival in Nordrhein-Westfalen
- Kunst im öffentlichen Raum (Nordrhein-Westfalen)
- Lichtkunst
- Erstveranstaltung 2002
- Veranstaltung im Märkischen Kreis