Leyhörn (Naturschutzgebiet)
Leyhörn
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Luftaufnahme des Speicherbeckens Leyhörn aus westlicher Richtung, in der Bildmitte die Fahrrinne zwischen Greetsieler Hafen und Leysiel | ||||||
| Lage | Südwestlich von Norden | |||||
| Fläche | 646 ha | |||||
| Kennung | NSG WE 220 | |||||
| WDPA-ID | 164446 | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 53° 31′ N, 7° 4′ O
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| Meereshöhe | von −1 m bis 2 m | |||||
| Einrichtungsdatum | 3. Dezember 1994 | |||||
| Verwaltung | NLWKN | |||||
Die Leyhörn ist ein Naturschutzgebiet auf der bis 1991 im Zuge von Küstenschutzmaßnahmen entstanden gleichnamigen Halbinsel<ref>Veränderung der Leybucht, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Abgerufen am 3. Mai 2011.</ref> im Süden der Leybucht in der niedersächsischen Gemeinde Krummhörn im Landkreis Aurich.
Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG WE 220 ist 646 Hektar groß. Zu einem großen Teil ist das Naturschutzgebiet Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes „Krummhörn“. Nach Süden und Südosten grenzt es teilweise an das Landschaftsschutzgebiet „Krummhörn“. Das Gebiet steht seit dem 3. Dezember 1994 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Aurich.
Das Naturschutzgebiet nordwestlich von Greetsiel umfasst die gesamte Landzunge mit dem darin liegenden Speicherbecken Leyhörn, dem Leyhörner Sieltief und dem Leysiel, sowie die Teiche bei Hauen. Letztere sind auf einer Fläche von circa 65 Hektar vorher landwirtschaftlich genutzter Fläche durch Kleientnahme für den Deichbau entstanden und anschließend naturnah gestaltet worden.<ref>Naturschutzgebiet Leyhörn, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Abgerufen am 3. Mai 2011.</ref> Das Naturschutzgebiet grenzt östlich des Leysiels direkt an die Ruhezone (Zone I) des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Westlich des Leysiels ist der Deich aus dem Naturschutzgebiet ausgenommen. Für ihn gelten jedoch bestimmte Schutzvorschriften.
Das Gebiet des Naturschutzgebietes ist nach der Mitte der 1980er Jahre durch Eindeichungsmaßnahmen entstanden, nachdem ab Mitte der 1960er Jahre angesichts von Flutkatastrophen in den Niederlanden und Hamburg zum Küstenschutz noch die gesamte Leybucht eingedeicht und die Deichlinie so deutlich verkürzt werden sollte.<ref name="NABU-406">Ulrich Potthoff: Kompromiss an der Küste, Naturschutzbund Deutschland. Abgerufen am 20. September 2012.</ref>
Im Schutzgebiet findet sich neben den Wasser- und Schlickflächen ausgedehnte Röhrichte, Hochstaudenfluren und Grünlandbereiche. An den Teichen bei Hauen sind ebenfalls ausgedehnte Röhrichtflächen zu finden.
Das Naturschutzgebiet hat als Brut- und Rastgebiet für Vögel internationale Bedeutung. So rasten hier beispielsweise Nonnen- und Ringelgänse. Die Leyhörn ist u. a. Lebensraum für Austernfischer, Löffler und Säbelschnäbler.<ref name="NABU-406" />
Am Rand des Schutzgebietes befinden sich eine Vogel-Beobachtungshütte und ein Infowagen des Naturschutzbundes Deutschland.<ref name="NABU-M"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vogelbeobachtung an der Leybucht ( vom 11. August 2014 im Internet Archive), Naturschutzbund Ostfriesland. Abgerufen am 4. Februar 2016.</ref> Die Beobachtungshütte ist barrierefrei zugänglich.<ref name="NABU-406" /> Vom Infowagen aus werden Führungen in das Naturschutzgebiet angeboten, das ansonsten nicht betreten werden darf. Vom Hafen Greetsiel aus werden Kutterfahrten in das Naturschutzgebiet angeboten.<ref name="NABU-M" /> Die Abgelegenheit von Leysiel wird seit 2000 vom Landesverband der Imker Weser-Ems und dem Landesverband Buckfastimker Bayern, für die kontrollierte Anpaarung von Bienenköniginnen genutzt.
Weblinks
- Naturschutzgebiet „Leyhörn“ in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
Einzelnachweise
<references />
Außenems | Bahnkolk Upgant-Schott | Brockzeteler Moor | Ewiges Meer und Umgebung | Fehntjer Tief und Umgebung Nord | Groen Breike | Großes Meer, Loppersumer Meer | Ihlower Forst | Kollrunger Moor | Leyhörn | Wiesmoor-Klinge Vorlage:Klappleiste/Ende