Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Lettische Nationale Streitkräfte – Wikipedia Zum Inhalt springen

Lettische Nationale Streitkräfte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Lettische Streitkräfte)
Datei:Flag of Latvia.svg Nationale Streitkräfte
Nacionālie bruņotie spēki
Datei:Coat of Arms of Latvian National Armed Forces.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Präsident
Edgars Rinkēvičs
Verteidigungsminister: Andris Sprūds
Militärischer Befehlshaber: Generalmajor
Kaspars Pudāns
Sitz des Hauptquartiers: Riga
Teilstreitkräfte: Datei:Latvian Land Forces logo.png Landstreitkräfte
Datei:Latvian Naval Forces emblem.svg Seestreitkräfte
Datei:Latvian Air Force emblem.svg Luftstreitkräfte
Datei:Latvian National Guard emblem.svg Nationalgarde
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 9.000 (2025)<ref>Defence Expenditure of NATO Countries (2014-2025). In: nato.int. 3. Juni 2025, abgerufen am 19. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Reservisten: 38.000 (2024)<ref>Par NBS. Abgerufen am 7. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wehrpflicht: Ja<ref>Valsts aizsardzības dienests | Aizsardzības ministrija. Abgerufen am 6. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wehrtauglichkeitsalter: 18 Jahre
Haushalt
Militärbudget: 1,56 Mrd. € (2025)<ref name="Lettland erhöht Verteidigungsausgaben">Lettland erhöht Verteidigungsausgaben Onlinemeldung auf tagesschau.de vom 7. Dezember 2024, abgerufen am 7. Dezember 2024 (deutsch)</ref>
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 3,73 % (2025)<ref>Defence Expenditure of NATO Countries (2014-2025). In: nato.int. 3. Juni 2025, abgerufen am 19. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Gründung: 24. Dezember 1994

Die Nationalen Streitkräfte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), kurz NBS) sind das Militär der Republik Lettland. Sie wurden 1994, nach der wiedererlangten Unabhängigkeit des Landes, neu aufgestellt und unterstehen dem lettischen Verteidigungsministerium ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Seit 2004 ist Lettland NATO-Mitglied und nimmt an internationalen Einsätzen der EU, UNO und NATO teil.

Die Nationalen Streitkräfte haben eine Mannstärke von 9000 Soldaten. Verteidigungsminister ist Andris Sprūds (Progresīvie).

Geschichte

Die Zeit zwischen 1918 und 1940

Im Ersten Weltkrieg wurden im russischen Kaiserreich 1915 erstmals rein lettische Kampfverbände aufgestellt: die sogenannten Lettischen Schützen. Die meisten dieser Truppen gingen nach der Oktoberrevolution zu den Bolschewisten über und kämpften im Russischen Bürgerkrieg. Im Januar 1919 wurde aus den roten lettischen Schützen und der Internationalen Division die Sowjetlettische Armee gebildet. Nach dem Verlust des Staatsgebietes und dem Friede von Riga (1920) wurden die roten lettischen Verbände demobilisiert.

Die am 18. November 1918 ausgerufene Republik Lettland bildete mit deutscher, estnischer und alliierter Hilfe ebenfalls Kampftruppen, die am 10. Juli 1919 zur Armee Lettlands zusammengefasst wurden. Diese vom 11. Juli 1919 bis zum 29. Juni 1940 existierende Armee wurde offiziell als Lettische Streitkräfte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnet. Im Herbst 1919 konnten sich diese Truppen gegen Freikorps unter Rüdiger von der Goltz und Pawel Bermondt-Awaloff sowie gegen die sowjetlettischen Kräfte durchsetzen. Der Unabhängigkeitskrieg endete am 11. August 1920. Während der Zeit der Unabhängigkeit hatte die Armee Lettlands einen Bestand von vier Divisionen. Das 1918 entstandene Ministerium für Sicherheit wurde 1922 in Kriegsministerium umbenannt.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Lettische SSR und Zweiter Weltkrieg

Lettland wurde im Juni 1940 ohne Gegenwehr von der Roten Armee (Sowjetunion) besetzt und am 5. August 1940 als Lettische Sozialistische Sowjetrepublik annektiert. Die lettische Armee wurde als 24. territoriales Korps in die Rote Armee eingegliedert. Im Deutsch-Sowjetischen Krieg bestanden zwei Divisionen der Roten Armee aus Letten: die 201. Schützendivision (später in 43. Gardedivision umbenannt) und die 308. Schützendivision.

Ab dem 10. Juli 1941 besetzten Wehrmacht-Truppen Lettland. 1941 wurden ausländische Freiwillige der Waffen-SS aufgerufen, sich dem deutschen Kampf gegen die Sowjetunion anzuschließen. Später unterlagen alle lettischen Männer der Wehrpflicht und dienten in deutschen oder lettischen Verbänden. Der Sammelbegriff für alle im Rahmen der Waffen-SS, Polizei und Luftwaffe aufgestellten lettischen Verbände war Lettische Legion. Insgesamt standen ca. 160.000 Letten während des Krieges in deutschen Diensten.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Datei:Lettische Soldaten.JPG
Feldwebel der Ehrengarde (2014)

Die Zeit seit 1991

Im Jahr 1991 gewann Lettland seine Unabhängigkeit als demokratischer Staat zurück. Dänemark, Norwegen, die Vereinigten Staaten und Großbritannien halfen beim Aufbau der lettischen Nationalen Streitkräfte, deren Strategie zunächst ganz auf die Landesverteidigung ausgerichtet war. Die allgemeine Wehrpflicht wurde 1992 eingeführt. Seit 1994 nahm das Land am NATO-Programm Partnerschaft für den Frieden teil. An internationalen Einsätzen nehmen die Soldaten der NBS seit 1996 teil. Im September 1998 bauten die russischen Truppen die Radarstation in Skrunda als ihre letzte Militäreinrichtung in Lettland ab.

Seit 2004 ist Lettland NATO-Mitglied, was die seit 1999 laufende gezielte Umstrukturierung der Streitkräfte noch einmal beschleunigte. Das Multinationale Korps Nord-Ost der NATO wurde durch die Eingliederung von Brigaden der drei baltischen Staaten verstärkt.<ref>International Institute for Strategic Studies: The Military Balance, 2002.</ref> Seit dem 1. Januar 2007 bestand die lettische Armee ausschließlich aus Berufssoldaten. Vor dem Hintergrund des Russischen Überfalls auf die Ukraine beschloss das Parlament Lettlands am 5. April 2023, den Wehrdienst für Männer von 18 bis 27 von Mitte 2023 an schrittweise wieder einzuführen: zunächst auf freiwilliger Basis und ab 2024 dann verpflichtend.<ref>Lettland führt Wehrdienst wieder ein. In: tagesschau.de. 5. April 2023, abgerufen am 24. August 2024.</ref><ref>Saeima adopts State Defence Service Law. Abgerufen am 13. April 2023.</ref>

Befehlshaber der Streitkräfte

Folgende Personen waren im Laufe der Jahre die militärischen Oberbefehlshaber der lettischen Streitkräfte:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Latvijas armijas komandieri (Memento vom 26. Oktober 2016 im Internet Archive) (lettisch)</ref>

Name Dienstzeit Bemerkung
Dāvis Sīmansons 10. Juli 1919 – 16. Oktober 1919
Jānis Balodis 16. Oktober 1919 – 1. April 1921
Mārtiņš Peniķis 1. April 1921 – 23. Februar 1924
Pēteris Radziņš 23. Februar 1924 – 25. April 1928
Mārtiņš Peniķis 25. April 1928 – 14. November 1934
Krišjānis Berķis 14. November 1934 – 20. Juni 1940
Dainis Turlais 29. Januar 1992 – 25. Oktober 1994
Juris Dalbiņš 25. Oktober 1994 – 8. Juni 1998
Juris Eihmanis 25. Juni 1998 – 10. Dezember 1998
Raimonds Graube 1. Februar 1999 – 31. Januar 2003
Gaidis Andrejs Zeibots 1. Februar 2003 – 6. Juli 2006 Rücktritt vor regulärem Amtszeitende
Juris Maklakovs 6. Juli 2006 – 5. Juli 2010
Raimonds Graube 6. Juli 2010 – 26. Januar 2017 2.+3. Amtszeit, Rücktritt vor regulärem Amtszeitende
Leonīds Kalniņš 27. Januar 2017 – 24. Januar 2025 2. Amtszeit ab 27. Januar 2021
Kaspars Pudāns seit 24. Januar 2025

Gliederung

Einheiten, Gliederung und Kommandostruktur der Lettischen Nationalen Streitkräfte
Einheiten, Gliederung und Kommandostruktur der Lettischen Nationalen Streitkräfte

Die lettischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften

An paramilitärischen Kräften gibt es außerdem die Grenzwache. Deren 3500 Mitglieder unterstehen dem Innenministerium.

Ausrüstung

Internationale Zusammenarbeit

Teilnahme an Auslandsmissionen

Die lettischen Nationalen Streitkräfte beteiligten sich bei folgenden Auslandseinsätzen:

Kooperationen mit Estland und Litauen

Die Luftwaffe betreibt mit den baltischen Nachbarn das Luftraumüberwachungssystem BaltNet. Die Einrichtungen und Ressourcen der Seestreitkräfte Litauens, Lettlands und Estlands werden im Rahmen von BALTRON gemeinsam genutzt. BALTBAT ist die gemeinsame Infanterieabteilung der drei Länder, innerhalb der NATO Response Forces.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bildungseinrichtungen, die gemeinsam mit den estnischen und litauischen Streitkräften betrieben werden. Hier sei beispielhaft nur die Baltische Verteidigungsakademie (BALTDEFCOL) in Tartu genannt, an der die angehenden Stabsoffiziere der baltischen Staaten ausgebildet werden.

Siehe auch

Literatur

  • Kārlis Krēsliņš, Aleksandrs Pavlovičs, Inese Krēsliņa: Defence of the <sic!> Latvia: Past, Present and Future. In: Baltic Security and Defence Review, ISSN 1736-3772, Jg. 13 (2011), Heft 2, S. 110–127 (online).
  • Andris J. Kursietis: Generals and Admirals of the Armed Forces of Latvia. In: ders.: Military Commanders of the Baltic States. Estonia, Latvia, Lithuania, 1918–1940. Aspekt, Soesterberg 2018, ISBN 978-94-6338-418-6, S. 49–112.

Weblinks

Commons: Lettische Nationale Streitkräfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Souveräne Staaten: Albanische Streitkräfte | Sometent (Andorra) | Belarussische Streitkräfte | Belgische Streitkräfte | Bosnisch-herzegowinische Streitkräfte | Bulgarische Streitkräfte | Dänische Streitkräfte2 | Bundeswehr (Deutschland) | Estnische Verteidigungsstreitkräfte | Verteidigungskräfte Finnlands | Französische Streitkräfte2 | Griechische Streitkräfte | Irische Streitkräfte | Militärische Situation Islands | Italienische Streitkräfte2 | Kasachische Streitkräfte1 | Kroatische Streitkräfte | Lettische Nationale Streitkräfte | Liechtenstein | Litauische Streitkräfte | Armee (Luxemburg) | Armed Forces of Malta | Moldauische Streitkräfte | Öffentliche Sicherheit in Monaco | Streitkräfte Montenegros | Niederländische Streitkräfte2 | Streitkräfte von Nordmazedonien | Norwegische Streitkräfte2 | Bundesheer (Österreich) | Polnische Streitkräfte | Portugiesische Streitkräfte2 | Armata Română | Streitkräfte Russlands1 | San-marinesische Streitkräfte | Schwedische Streitkräfte | Schweizer Armee | Streitkräfte Serbiens | Streitkräfte der Slowakischen Republik | Slowenische Streitkräfte | Spanische Streitkräfte2 | Streitkräfte der Tschechischen Republik | Türkische Streitkräfte1 | Ukrainische Streitkräfte | Ungarische Streitkräfte | Päpstliche Schweizergarde | Streitkräfte des Vereinigten Königreichs2. Sonstige Gebiete: Arktisk Kommando | British Forces Gibraltar | Guernsey | Isle of Man | Jersey. Umstrittene Gebiete: Sicherheitskräfte des Kosovo | Streitkräfte Transnistriens | Streitkräfte der Türkischen Republik Nordzypern Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. 1 Liegt größtenteils in Asien2 Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein