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Lege artis

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Lege artis (lat.: lex, legis – Gesetz; ars, artis – Kunst) bedeutet so viel wie „kunstgerecht“ oder „nach den Regeln der Kunst“. Hierunter versteht man, dass eine Handlung entsprechend den gesellschaftlichen Normen, wissenschaftlichen Standards oder gesetzlichen Regeln, sowie unter Berücksichtigung aller brauchbaren Erkenntnisse und technischen Möglichkeiten, und unter Anwendung der persönlichen körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse auszuführen ist.

Lege artis in der Medizin

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}}{{#if: 630a||[Paragraf fehlt]}}{{#if: BGB||[Gesetz fehlt]}} Abs. 2 BGB geregelt, dass eine Behandlung nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards zu erfolgen hat, soweit nicht etwas anderes vereinbart wird.<ref>Rolf-Werner Bock, Wie verbindlich ist der Facharztstandard? (PDF; 53,9 KB) Zuletzt abgerufen am 28. September 2013.</ref> Eine Behandlungsleistung, die lege artis durchgeführt wurde, ist deshalb in der Regel pflichtgemäß erbracht worden. Ein Abweichen von der Lege-artis-Regel ist nur nach umfassender Aufklärung des Patienten zulässig, wobei die abweichende Behandlung medizinisch vertretbar sein muss.<ref>Medizin & Recht (2): Aufklärung und Einwilligung. Thieme, 31. März 2014.</ref>

In der Medizin wird kritisiert, dass die Lege-artis-Regel den medizinischen Fortschritt hemmt, wenn beispielsweise neu entwickelte Behandlungsmethoden angewandt werden sollen oder noch keine etablierten Therapien existieren und damit für den Mediziner immer ein hohes Haftungsrisiko besteht.<ref>B. Tag: Der Körperverletzungstatbestand im Spannungsfeld zwischen Patientenautonomie und Lex artis, Springer Verlag (2000) ISBN 978-3-540-41389-9.</ref>

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

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