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Lawrence Roberts (Ingenieur)

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Datei:Larry Roberts.jpg
Lawrence Roberts

Lawrence „Larry“ Gilman Roberts (* 21. Dezember 1937 in Connecticut<ref name="NAE_2001">2001 Draper Prize Recipients’ Bios. National Academy of Engineering, abgerufen am 11. Mai 2012.</ref>; † 26. Dezember 2018 in Redwood City, Kalifornien<ref>Lawrence Roberts, Who Helped Design Internet’s Precursor, Dies at 81. New York Times, 30. Dezember 2018, abgerufen am 30. Dezember 2018.</ref>) war ein US-amerikanischer Elektrotechniker und Informatiker, der fundamentale Beiträge zur Theorie von Computer-Netzwerken und des Internets leistete.

Gemeinsam mit Vinton G. Cerf, Robert E. Kahn, Leonard Kleinrock erhielt er im Jahr 2001 den Charles-Stark-Draper-Preis und zusammen mit Robert E. Kahn, Vinton G. Cerf und Tim Berners-Lee im Jahr 2002 den Prinz-von-Asturien-Preis für die „Entwicklung des Internets“.<ref name="NAE_2001" /><ref name="NAE_Draper_Citation">2002 Prince of Asturias Award for Technical and Scientific Research. Stiftung Prinz von Asturien, abgerufen am 11. Mai 2012.</ref>

Während seiner Zeit als Programmleiter und Büroleiter der Advanced Research Project Agency entwickelte Roberts mit seinem Team die Paketvermittlung<ref name="NAE_2001" /> und das ARPANET, einen Vorgänger des heutigen Internets.

Frühes Leben und Ausbildung

Roberts wuchs in Westport auf. Seine Eltern waren Elliott und Elizabeth Roberts, die beide einen Doktortitel in Chemie besaßen.<ref name="Wired">Josh McHugh: The n -Dimensional Superswitch. Wired, Mai 2001, abgerufen am 11. Mai 2012.</ref> In seiner Jugend baute Roberts einen Tesla-Transformator und einen Fernseher, zudem entwarf er ein Telefonnetzwerk aus Transistoren für das Mädchen-Pfadfinder-Camp seiner Eltern.<ref name="Wired" />

Lawrence Roberts ging auf das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er 1959 seinen Bachelor, 1960 seinen Master und 1963 seinen Ph.D. in Elektrotechnik machte.<ref name="Wired" />

Karriere

Nach seiner Promotion arbeitete Roberts am Lincoln Laboratory des MIT. Angeregt durch die Arbeiten von J. C. R. Licklider zu einem „Galactic Computer Network“ entwickelte er das Konzept eines Netzwerks, in dem Computer durch die Übermittlung von Datenpaketen kommunizieren können.<ref name="Wired" /> 1966 wurde er Programmleiter im „Information Processing Techniques Office“ der ARPA, das die Grundlagen des ARPANET entwickelte. Als der Leiter des „Information Processing Techniques Office“, Robert W. Taylor, im Jahr 1969 nach Vietnam geschickt wurde, wurde Roberts sein Nachfolger. Der zweite Knoten des ARPANET, das von Douglas C. Engelbart geleitete Augmentation Research Center, wurde ebenfalls durch Roberts finanziert.<ref>Judy Adams und Henry Low: Douglas Engelbart. In: Stanford and the Silicon Valley Oral History Interviews. Stanford University, 19. Dezember 1986, abgerufen am 11. Mai 2012.</ref>

1973 verließ Roberts die ARPA und gründete das Unternehmen Telenet Communications Corporation, um das Prinzip der Datenübertragung durch Paketvermittlung zu kommerzialisieren.<ref>Otis Port: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Larry Roberts: He made the Net Work. (Memento vom 22. September 2004 im Internet Archive) In: Business Week, 27. September 2004</ref> Telenet war das erste Unternehmen, das Werkzeuge für die Paketvermittlung anbot.<ref name="NAE_2001" /> Roberts war von 1973 bis 1980 CEO der Firma. Von 1983 bis 1993 war er CEO von NetExpress, einer Firma für Asynchronous-Transfer-Mode-Ausrüstung, von 1993 bis 1998 Präsident von ATM Systems. Ab 1999 agierte er als Aufsichtsratsvorsitzender und CTO von Caspian Networks, einem Ausrüster für Breitband-Netzwerktechnik. Anfang 2004 verließ er die Firma, die Ende 2006 den Betrieb einstellte.<ref name="WSJ">Bobby White: Its Creators Call Internet Outdated, Offer Remedies. The Wall Street Journal, 2. Oktober 2007, abgerufen am 11. Mai 2012.</ref>

Auszeichnungen und Ehrungen

Literatur

  • Who’s Who in America. 66. Ausgabe, Band 2: M–Z. Marquis Who’s Who, Berkeley Heights 2011, ISBN 978-0-8379-7032-5 (Band 2), ISBN 978-0-8379-7035-6 (Gesamtwerk), S. 3747, ISSN 0083-9396

Weblinks

Einzelnachweise

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