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Laurenz Matthias Vincenz

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Laurenz Matthias Vincenz (* 26. März 1874 in Andest, Graubünden, Schweiz; † 29. Juli 1941 in Chur) war Bischof des römisch-katholischen Bistums Chur.

Leben

Datei:Grabplatte Laurentius Mathias Vincenz Kathedrale St. Maria Himmelfahrt (Chur).jpg
Grabplatte von Laurentius Mathias Vincenz an der Kathedrale St. Maria Himmelfahrt (Chur)

Laurenz Matthias Vincenz war das jüngste von fünf Kindern der Maria Margaretha Spescha und des Landwirts Glon Gieri Vinzenz und wuchs mit seinen beiden Schwestern auf. Die beiden Brüder waren nach Frankreich ausgewandert, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und Laurenz lernte sie erst nach ihrer Rückkehr kennen.<ref name="Fischer2019">Albert Fischer: Das Bistum Chur. Band 2: Seine Geschichte von 1816/19 bis zur Gegenwart. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2019, ISBN 978-3-86764-868-4.</ref><ref name="Fischer2019" details="Seite 245" /> Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse im Elternhaus sorgte die Mutter dafür, dass der begabte Sohn eine höhere Schulbildung erhielt. Er besuchte zunächst von 1888 bis 1892 die Klosterschule in Disentis, später die Stiftsschule im Einsiedeln und trat im Herbst 1896 in das Priesterseminar in Chur ein.<ref name="Fischer2019" details="Seite 245" /> Er empfing am 16. Juli 1899 die Priesterweihe im Bistum Chur und studierte sowie promovierte in Kanonischem Recht an der Päpstlichen Universität Gregoriana.

Er war Vikar in Zürich-Oerlikon (1901–1904) und an St. Peter und Paul in Zürich (1904–1908). 1908 wurde er bischöflicher Kanzler in Chur. Zwei Jahre nach der Ernennung zum nicht residierenden Domherrn im Jahr 1915 wurde er Generalvikar im Bistum Chur. 1928 wurde er Domdekan.

Papst Pius XI. ernannte ihn 1932 zum Titularbischof von Paphus und bestellte ihn zum Koadjutor im Bistum Chur. Nach dem Tod von Georg Schmid von Grüneck am 6. Mai 1932 erfolgte die Ernennung zum Bischof von Chur. Die Bischofsweihe spendete ihm am 22. Mai 1932 der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Pietro di Maria. Mitkonsekratoren waren der Bischof von Sitten, Viktor Bieler, und der Bischof von St. Gallen, Alois Scheiwiler.

Laurenz Matthias Vincenz verstarb mit 67 Jahren im Bischofsamt. Im Nachruf wurde seine Einfachheit gelobt. Die Inschrift auf der Grabplatte lautet: „Unermüdlich (fürsorgend) tätig und betend in seiner Zeit.“<ref name="Fischer2019" details="Seite 248" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references> </references>

VorgängerAmtNachfolger
Georg Schmid von GrüneckBischof von Chur
1932–1941
Christian Caminada

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