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Laski (Moskwa)

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Vorlage:Infobox Ort in Polen Laski ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Łódź. Der Ort gehört zum Schulzenamt Moskwa in der Gmina Nowosolna.

Geschichte

Laski wurde 1797 von deutschen Siedlern gegründet, vier Jahre nachdem die Region mit der zweiten polnischen Teilung als Teil Südpreußens zu Preußen gelangt war.<ref name="BreyerKarte"/><ref name="KossmannKarte"/><ref name="1983Kneifel9"/> Die Bevölkerung des Ortes und stammte der Herkunft nach aus Pommern.<ref name="BreyerKarte"/>

Im Jahr 1807 wurde die Region ein Teil des neu gegründeten Herzogtums Warschau, und ab 1815 gehörte sie zu Kongresspolen.

Im Jahr 1825 gab es in Byszewy und Laski zusammen 6 Siedlerstellen mit 47 Einwohnern (incl. Gesinde), zehn Jahre später waren es für beide Orte zusammen nur noch 5 Stellen, auf denen ebenso viele Kolonisten mit 37 Angehörigen lebten<ref name="1978Kossmann371"/> (da zu dieser Zeit das Gesinde etwa 30 % der dörflichen Bevölkerung ausmachte, dürfte die tatsächliche Einwohnerzahl bei etwa 55 Personen gelegen haben).<ref name="1978Kossmann294"/> Zu dieser Zeit gehörten Laski und Byszewy gemeinsam mit Plichtów, ebenfalls ein von deutschen Siedlern gegründeter Ort, zur Grundherrschaft Moskwa.<ref name="1978Kossmann371"/>

Mit der Gründung des evangelischen Kirchspiels Brzeziny 1826 wurde Laski dort eingepfarrt.<ref name="1983Kneifel9"/>

Vermutlich schon 1830, spätestens aber ab 1842, besuchten die Kinder aus Laski die Kantoratsschule in Głogowiec.<ref name="1983Kneifel25"/>

Ab 1859 bis 1954 gehörte Laski zur Gmina (Gemeinde) Lipiny.<ref name="Anmerkung1"/><ref name="Slownik"/><ref name="1983Kneifel84"/>

Nach dem Januaraufstand von 1863/64 wanderte ein großer Teil der deutschen Familien aus Laski nach Wolhynien oder in die Stadt ab.<ref name="1935Breyer202"/>

Ende des 19. Jahrhunderts gab es im Ort immer noch nur fünf Häuser mit 59 Einwohnern.<ref name="Slownik"/>

Im Ersten Weltkrieg lag der Ort mitten im Kampfgebiet der Schlacht um Łódź. Ob es zu Schäden im Ort kam oder ob Einwohner von Laski durch den Krieg ums Leben kamen, ist nicht bekannt.<ref name="1983Kneifel25"/>

1935 lebten in Laski noch etwa 20 Deutsche.<ref name="1966kossmann"/>

Zur Zeit der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg gehörte Laski zum Reichsgau Wartheland.<ref name="1983Kneifel87"/><ref name="1983Kneifel84"/>

Verweise

Siehe auch

Fußnoten

<references> <ref name="BreyerKarte"> Albert Breyer: Die deutschen Dörfer der Umgegend von Lodz mit Karte Deutsche Siedlungen der Umgegend von Lodz, in: Deutsche Monatshefte in Polen, Zeitschrift für Geschichte und Gegenwart des Deutschtums in Polen, Jahrgang 2 (12), Heft 5/6, November/Dezember 1935.</ref>

<ref name="1935Breyer202"> Albert Breyer: Die deutschen Dörfer der Umgegend von Lodz mit Karte Deutsche Siedlungen der Umgegend von Lodz, in: Deutsche Monatshefte in Polen, Zeitschrift für Geschichte und Gegenwart des Deutschtums in Polen, Jahrgang 2 (12), Heft 5/6, November/Dezember 1935, S. 202. </ref>

<ref name="1983Kneifel9">Eduard Kneifel: Die evangelisch-lutherische Gemeinde Brzeziny bei Lodz/Polen 1829-1945, Vierkirchen/Schwabach 1983, S. 9. </ref> <ref name="1983Kneifel25">Eduard Kneifel: Die evangelisch-lutherische Gemeinde Brzeziny bei Lodz/Polen 1829-1945, Vierkirchen/Schwabach 1983, S. 25. </ref> <ref name="1983Kneifel84">Eduard Kneifel: Die evangelisch-lutherische Gemeinde Brzeziny bei Lodz/Polen 1829-1945, Vierkirchen/Schwabach 1983, S. 84. </ref> <ref name="1983Kneifel87">Eduard Kneifel: Die evangelisch-lutherische Gemeinde Brzeziny bei Lodz/Polen 1829-1945, Vierkirchen/Schwabach 1983, S. 87. </ref>

<ref name="1966kossmann"> Karte Verbreitung der Deutschen und ihres ländlichen Grundbesitzes im Lodzer Raum, in: Oskar Kossmann: Lodz. Eine historisch-geographische Analyse, Würzburg 1966. </ref>

<ref name="1978Kossmann294"> Oskar Kossmann: Die Deutschen in Polen seit der Reformation. Marburg/Lahn: J.-G.-Herder-Institut 1978, S. 294. </ref> <ref name="1978Kossmann371"> Oskar Kossmann: Die Deutschen in Polen seit der Reformation. Marburg/Lahn: J.-G.-Herder-Institut 1978, S. 371. </ref>

<ref name="KossmannKarte"> Oskar Kossmann: Karte Entwicklung der ländlichen deutschen Siedlung im nordwestlichen Kongreßpolen (1800, 1825, 1835, 1935), in: Oskar Kossmann: Die Deutschen in Polen seit der Reformation, Marburg 1978. </ref>

<ref name="Slownik"> Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich, Band V, Seite 83 </ref>

<ref name="Anmerkung1"> Nachgewiesen ist die Zugehörigkeit gemäß der angegebenen Quellen für Ende des 19. Jahrhunderts und 1933 bis 1945, woraus sich die Vermutung ergibt, dass der Ort im gesamten genannten Zeitraum zu dieser Gmina gehört haben dürfte. </ref> </references>

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Gmina Nowosolna