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Lappajärvi (See)

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Lappajärvi
Datei:Lappajärvi from satellite.png
Satellitenbild des Lappajärvi
Geographische Lage Südösterbotten (Finnland)
Zuflüsse Savonjoki, Kurejoki
Abfluss VälijokiEvijärvi
Inseln Kärnänsaari
Orte am Ufer Lappajärvi, Vimpeli
Ufernaher Ort Alajärvi
Daten
Koordinaten 63° 8′ N, 23° 40′ OKoordinaten: 63° 8′ N, 23° 40′ O
 {{#coordinates:63,128627900753|23,664991625815|primary
dim=13610 globe= name=Lappajärvi region=FI-03 type=waterbody
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Höhe über Meeresspiegel 69,5 m
Fläche 145,49 km²<ref name="jarviwiki">Lappajärvi (47.031.1.001). In: Järviwiki. Abgerufen am 16. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Volumen 1,005 km³<ref name=jarviwiki />
Maximale Tiefe 36,04 m<ref name=jarviwiki />
Mittlere Tiefe 6,88 m<ref name=jarviwiki />
Einzugsgebiet 1526 km²<ref name=jarviwiki />

Besonderheiten

Impaktkrater

Der Lappajärvi ist ein See im Westen Finnlands. Er liegt auf einer Höhe von 69,5 m über dem Meeresspiegel auf dem Gebiet der Gemeinden Lappajärvi, Vimpeli und Alajärvi.<ref name=jarviwiki /> Mit einer Fläche von 145,49 km² ist er der größte See der Landschaft Südösterbotten und steht in der Reihe der größten Seen Finnlands an 33. Stelle.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ymparisto.fi (finnisches Umweltministerium) Suomen järvet yli 40 neliökilometriä (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Der See füllt den größten in Finnland bislang entdeckten Meteoritenkrater mit 22 km Durchmesser. Nachdem lange fälschlich angenommen wurde, dass es sich beim Lappjärvi um die Reste einer vulkanischen Caldera handele, gelang 1976 der Nachweis, dass das Seebecken des Lappajärvi vor rund 77,85 Mio. Jahren entstand<ref name="scienced-306513">Gavin G.Kennya et al.: A new U-Pb age for shock-recrystallised zircon from the Lappajärvi impact crater, Finland, and implications for the accurate dating of impact events - Scie. In: sciencedirect.com. 15. Januar 2019, abgerufen am 16. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, als ein Meteorit von geschätzten 1 500 m Durchmesser mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 60 km/s auf dem Granitsockel des Baltischen Schildes einschlug. Die Insel Kärnänsaari stellt den Zentralberg dieses Kraters dar; abgesehen davon finden sich im See, wie bei Kraterseen üblich, kaum Inseln. Auf Kärnänsaari finden sich gehäuft Impaktgesteine, verstreut auch in der weiteren Umgebung.

An seiner tiefsten Stelle ist der Lappajärvi 37 Meter tief. Die wichtigsten Zuflüsse sind Savonjoki und Kurejoki. Der Lappajärvi entwässert über den Välijoki („Zwischenfluss“) nach Norden hin zum See Evijärvi, der wiederum vom Ähtävänjoki zum Bottnischen Meerbusen abfließt.

Weblinks

Commons: Lake Lappajärvi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  • Impact Structures of the World. In: Database by Jarmo Moilanen. Abgerufen am 16. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  • Lappajärvi. In: Earth Impact Database. Abgerufen am 16. Januar 2021.

Einzelnachweise

<references />