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Langemark-Poelkapelle

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Vorlage:Infobox Ort in Belgien

Langemark-Poelkapelle ist eine Gemeinde des Arrondissements Ypern in der belgischen Provinz Westflandern.

Die Gemeinde wurde 1977 aus den bisherigen Gemeinden Bikschote,<ref>In den deutschen Regimentsgeschichten des Ersten Weltkriegs Bixschoote oder Bixschote genannt</ref> Langemark (heute Hauptort) und Poelkapelle gebildet.

Gemeindegliederung

Die Vorlage:Str replace Einwohner ({{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}) zählende Gemeinde umfasst fünf Ortsteile. Dies sind die drei ehemaligen Gemeinden sowie die zu Langemark gehörenden Dörfer Madonna und Sint-Juliaan.<ref>In den deutschen Regimentsgeschichten des Ersten Weltkriegs St. Julien genannt</ref> Nachfolgende Tabelle gibt die Fläche und die Einwohnerzahl der Teilgemeinden für 1999 an. Die Nummern entsprechen denen der Karte rechts; bebaute Flächen in gelb.

Datei:MapLangemark-Poelkapelle.svg
Ortsteile Langemark-Poelkapelle
Datei:IR Lübeck 020 - Ypern.jpg
St. Julien (Sint-Juliaan) im Winter 1915/16
Datei:Saint Julien Memorial 2007.JPG
Saint Julien Memorial (1923) für die bei den ersten Gasangriffen am 22. und 24. April 1915 getöteten kanadischen Soldaten
# Name Fläche Einwohner (1999)
I
 
(IV)
(V)
Langemark
- Langemark
- Madonna
- Sint-Juliaan
31,67
 
 
 
5.084
 
 
 
II Poelkapelle 15,29 1.965
III Bikschote 5,57 575

Quelle: Streekplatform Westhoek<ref name="Westhoek1">Vorlage:Webarchiv</ref>

Geschichte

Im Ersten Weltkrieg war Langemark-Poelkapelle der Schauplatz schwerer Gefechte zwischen deutschen und alliierten Truppen.

In der ersten Flandernschlacht wurde Langemark zum namensgebenden Ort für den „Mythos von Langemarck“. Die Schlacht selbst fand im Raum des heutigen Ortsteils Bixschoote und des Ortsteils Noordschote der angrenzenden Stadt Lo-Reninge (auf der oberen Karte: e, links oben) statt.

Während der zweiten Flandernschlacht führte das deutsche Pionierregiment 35 am 22. April 1915 an der Frontline zwischen Bixschoote und Langemark den ersten Angriff mit Giftgas durch. Insgesamt wurden 150 Tonnen Chlorgas nach dem Blasverfahren eingesetzt.<ref>Margit Szöllösi-Janze: Fritz Haber 1868–1934: Eine Biographie, 1998, S. 329 f.</ref> Es bildete sich eine 6 km breite, 600–900 m tiefe Gaswolke, die auf die französischen und kanadischen Truppen bei Sint-Juliaan zutrieb. 35 Minuten nach dem Abblasen des Giftgases hatte die deutsche Infanterie 4 Kilometer Terrain gewonnen. Am Ende des Tages wurden von 15.000 mit Kampfgas angegriffenen Soldaten 5.000 als gefallen und 5.000 gefangen genommen gemeldet, dazu wurden 60 Geschütze erobert.<ref name="masques">Die deutschen Gasmasken (1915–1918)/Les masques à gaz allemands (1915–1918). dsm1918.de; abgerufen am 26. Januar 2015</ref>

Der britische Soldatenfriedhof Poelkapelle British Cemetery sowie der deutsche Soldatenfriedhof Langemark erinnern an die Toten.

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden in Westflandern

Vorlage:Normdaten