Landtagswahlkreis Salzburg-Umgebung
| Wahlkreis 3: Salzburg-Umgebung | |
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| Wahlkreisnummer | 3 |
| Sitz der Wahlbehörde | Salzburg |
| Anzahl der Mandate | 10 |
| Einwohner | 159.208 (1. Jänner 2025) |
| Wahlberechtigte | 113.751 (2023)<ref name="salzburg">Land Salzburg. In: salzburg.gv.at. Abgerufen am 9. August 2023. Wahlergebnisse im Land Salzburg</ref> |
| Wahldatum | 23. April 2023 |
| Wahlbeteiligung | 72,9 %<ref name="salzburg" /> |
Abgeordnete
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Der Wahlbezirk Salzburg-Umgebung (Wahlbezirk 3) ist ein Wahlkreis in Salzburg, der den politischen Bezirk Salzburg-Umgebung (Flachgau) umfasst. Bei der Wahl 2013 zum Salzburger Landtag waren im Wahlkreis Salzburg-Umgebung 110.081 Personen wahlberechtigt, wobei bei der Wahl die Österreichische Volkspartei (ÖVP) mit 30,8 % als stärkste Partei hervorging. Neben der ÖVP, die drei der zehn möglichen Grundmandate im Wahlkreis erzielte, erreichten auch Die Grünen – Die Grüne Alternative zwei Grundmandate, die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) kamen auf je ein Grundmandat.<ref name="salzburg" />
Geschichte
Monarchie
Wahlbezirke für die neuen gewählten Landtage wurden im Kaisertum Österreich für das Kronlandes Herzogtum Salzburg mit dem Oktoberdiplom 1860 eingerichtet, als Salzburg ein neues Landestatut bekam,<ref>Statut über die Landesvertretung im Herzogthume Salzburg. RGBl. Nr. 238/1860 (EReader, ALEX Online).</ref> und wurden mit dem Februarpatent 1861 für alle Kronländer neu verordnet.<ref>Landes-Ordnung und Landtags-Wahlordnung für das Herzogthum Salzburg. Beilage 2c des RGBl. Nr. 20/1861, S 106 ff (Landtags-Wahlordnung 112 ff; EReader, ALEX Online).</ref> Dabei hatte der Landtag im Herzogthum Salzburg insgesamt 26 (ursprünglich 20) Sitze (Abgeordnete), unter anderen 10 Vertreter der Städte und Märkte (Wahlgruppe II, ursprünglich 5)<ref>§ 3 Landes-Ordnung 1861, zusammen mit den zwei Abgeordneten der Handelskammer</ref> und 8 der Landgemeinden (Wahlgruppe III, ursprünglich 9).
Für das Umland Salzburg waren vorgesehen:<ref>Die Wahlordnung von 1860 blieb ohne Bedeutung, da sich der Landtag erst 6. April 1861 zur Eröffnungssitzung zusammenfand.</ref>
- Wahlbezirk Neumarkt, Wahlgruppe II: Neumarkt, Seekirchen, Straßwalchen, Oberndorf – 1 Abgeordneter<ref>§ 3 Landes-Ordnung, §§ 2 und 4 Landtags-Wahlordnung 1861</ref> (ursprünglich 2)<ref>§ 5 Statut über die Landesvertretung 1860</ref>
- Wahlbezirk Salzburg (Umgebung), Wahlgruppe III: politische Bezirke Salzburg (Umgebung), Neumarkt, Hallein, Oberndorf, Mattsee, Thalgau, Golling, Abtenau, St. Gilgen – 3 Abgeordnete (der Wahlbezirk umfasste also Flachgau und Tennengau, ursprünglich Salzburg (Umgebung), Hallein/Golling/Abtenau, Oberndorf/Mattsee sowie Neumarkt/Thalgau/St. Gilgen je ein Wahlbezirk)<ref>§§ 6 und 8 Landtags-Wahlordnung 1861; ursprünglich § 7 Statut über die Landesvertretung 1860</ref>
Ursprünglich war das Kollegiatstift Mattsee mit einer Virilstimme vorgesehen,<ref>§ 3 Statut über die Landesvertretung 1860</ref> was 1861 verworfen wurde.<ref> De facto war dann der Dechant/Propst von Mattsee für den Großgrundbesitz in mehreren Landtagen vertreten.</ref>
Republik
Ursprünglich bestand dann im Bundesland Salzburg der Republik Österreich bei Landtagswahlen lediglich ein Wahlkreis. Nachdem die burgenländische Landtagswahl 1977 beim Verfassungsgerichtshof angefochten worden war, erkannte der Verfassungsgerichtshof, dass die Nennung von „Wahlkreisen“ im Artikel 26 des Bundes-Verfassungsgesetzes, also im Plural, dahingehend auszulegen sein, dass mindestens zwei Wahlkreise pro Bundesland bestehen müssen. In der Folge änderten die betroffenen Bundesländer Kärnten, Salzburg und das Burgenland ihre Landtagswahlordnungen.<ref>Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945. S. 340</ref> Das Land Salzburg vollzog die notwendige Adaptierung mit der am 27. September beschlossenen Landtagswahlordnung 1978, die das Land Salzburg in sechs Wahlkreise unterteilte. Der Bezirk Salzburg-Umgebung bildete dabei einen eigenen Wahlkreis.<ref>Landtagswahlordnung 1978 auf ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online</ref>
Der Landtagswahlkreis Salzburg wird seit seiner Schaffung von der ÖVP dominiert. Nachdem die ÖVP bei der Wahl 1984 mit 56,6 % noch die absolute Mehrheit erzielt hatte, sank ihr Stimmenanteil jedoch sukzessive. Auch die Zahl der Grundmandate reduzierte sich trotz steigender Gesamtzahl von vier auf drei Mandate. Zuletzt kam die ÖVP 2013 nur noch auf 30,8 %. Den zweiten Platz im Wahlkreis belegte fast durchgehend die SPÖ. Diese kam zunächst auf 21 bis 28 %, bevor sie 2004 mit 40,1 % ihr bestes Ergebnis erreichte und nur noch knapp hinter der ÖVP lag. Auf Grund ihrer darauf folgenden, sukzessiven Verluste erreichte die SPÖ jedoch 2013 nur noch den dritten Platz. Die FPÖ kam bei den Landtagswahlen im Wahlkreis meist auf den dritten Platz, wobei sie 1999 mit rund 20 % ihren Höchststand erreichte. 2004 und 2013 wurde die FPÖ jedoch nur noch viertstärkste Kraft im Wahlkreis. Die Grünen, die im Wahlkreis zunächst nur zwischen 6 und 9 % erreichen konnten, stießen 2013 mit 22,7 % überraschend auf den zweiten Platz vor und erzielten zwei Grundmandate, nachdem sie zuvor noch nie ein Grundmandat erreicht hatten. Das Team Stronach, das 2013 auf 8,9 % kam, verfehlte hingegen ein Grundmandat.
Wahlergebnisse
| Landtagswahlen im Wahlkreis Salzburg-Umgebung<ref>Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945. S. 400–409 bzw. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Land Salzburg ( des Vorlage:IconExternal vom 6. März 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Wahlergebnisse in Salzburg</ref> | ||||||||
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| Wahltermin | GM<ref>Anzahl der Grundmandate im Wahlbezirk Salzburg-Umgebung</ref> | SPÖ | ÖVP | FPÖ | GRÜNE | KPÖ | Sonstige | |
| 25. März 1984 | Stimmenanteile (%) | 27,42 | 56,64 | 10,44 | - | 5,50 | ||
| 8 | Grundmandate | 2 | 4 | 0 | - | - | 0 | |
| 12. März 1989 | Stimmenanteile (%) | 24,70 | 49,79 | 17,61 | 5,94 | 1,96 | ||
| 8 | Grundmandate | 1 | 3 | 1 | 0 | - | 0 | |
| 13. März 1994 | Stimmenanteile (%) | 20,79 | 43,87 | 19,23 | 6,90 | 9,20 | ||
| 9 | Grundmandate | 1 | 3 | 1 | 0 | - | 0 | |
| 7. März 1999 | Stimmenanteile (%) | 27,81 | 42,46 | 19,95 | 5,74 | 4,04 | ||
| 9 | Grundmandate | 2 | 3 | 1 | 0 | - | 0 | |
| 7. März 2004 | Stimmenanteile (%) | 40,90 | 42,25 | 8,22 | 8,64 | - | ||
| 10 | Grundmandate | 4 | 4 | 0 | 0 | - | - | |
| 1. März 2009 | Stimmenanteile (%) | 34,78 | 40,14 | 12,95 | 7,86 | - | 4,26 | |
| 10 | Grundmandate | 3 | 4 | 1 | 0 | - | 0 | |
| 5. Mai 2013 | Stimmenanteile (%) | 19,35 | 30,84 | 16,02 | 22,74 | - | 11,04 | |
| 10 | Grundmandate | 1 | 3 | 1 | 2 | - | 0 | |
| 22. April 2018 | Stimmenanteile (%) | 16,8 | 39,5 | 20,6 | 9,5 | 0,5 | 12,9 | |
| 10 | Grundmandate | 1 | 3 | 2 | 0 | 0 | 0 | |
| 23. April 2023 | Stimmenanteile (%) | 15,5 | 31,2 | 25,9 | 9,4 | 11,2 | 6,7 | |
| 10 | Grundmandate | 1 | 3 | 2 | 0 | 1 | 0 | |
Literatur
- Verbindungsstelle der Bundesländer beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung: Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945. Nationalrat und Landtage. 8. Auflage, Wien 1994
Einzelnachweise
<references />