Landschöffe
Als Landschöffe oder Landesschöffe (fnhd. Landscheffe, Landschepfe)<ref>landscheffe Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, abgerufen am 6. November 2023.</ref> wurden die Schöffen an einem Landgericht bezeichnet, die dem Schultheiß oder Landvogt beigeordnet waren.<ref>vgl. beispielsweise Geschichte. Amtsgericht Otterndorf, abgerufen am 6. November 2023.</ref><ref>Erich Sandow: Das Halle-Neumarkter Recht. Deutschrechtliche Forschungen, herausgegeben von Guido Kisch, Heft 4. Stuttgart, W. Kohlhammer, 1932.</ref><ref> Friedrich Julius Kuhns: Geschichte der Gerichtsverfassung und des Prozesses in der Mark Brandenburg vom X. bis zum Ablauf des XV. Jahrhunderts. 1867, S. 37.</ref> Das Landgericht war, im Unterschied zum Stadtgericht, das für eine Grafschaft zuständige Hochgericht und sprach Landesrecht.
Der Begriff wurde auch allgemein für den Beisitzer eines Gerichtes auf dem Lande bzw. eines Dorfgerichts verwendet,<ref>Melanie Julia Hägermann: Das Strafgerichtswesen im kurpfälzischen Territorialstaat. Entwicklungen der Strafgerichtsbarkeit in der Kurpfalz, dargestellt anhand von ländlichen Rechtsquellen aus vier rechtsrheinischen Zenten. Univ.-Diss. Würzburg, 2002, S. 395 ff., 408. Volltext.</ref> aber auch in der Zentgerichtsbarkeit (Zentschöffen).<ref>Melanie Julia Hägermann: Das Strafgerichtswesen im kurpfälzischen Territorialstaat, S. 68 ff.</ref>
Literatur
- Vorlage:DtRechtswörterbuch
- Gabriele von Olberg: Schöffen, Schöffengericht, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte IV, Sp. 1463 ff.
Einzelnachweise
<references />