Zum Inhalt springen

Landkreis Wernigerode (Provinz Sachsen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Basisdaten
Preußische Provinz Provinz Sachsen
Regierungsbezirk Magdeburg
Verwaltungssitz Wernigerode
Einwohner 75.851 (1939)
Gemeinden 48 (1939)
Lage des Kreises Wernigerode (1905)
Datei:Landkreis Wernigerode.jpg
Datei:Siegelmarke Der Königliche Landrath des Kreises Wernigerode W0204672.jpg
Siegelmarke Der Königliche Landrath des Kreises Wernigerode

Der Landkreis Wernigerode, ursprünglich Kreis Wernigerode, war von 1876 bis 1952 ein Landkreis in der preußischen Provinz Sachsen und im Land Sachsen-Anhalt der SBZ bzw. DDR. Er ging aus der Grafschaft Wernigerode hervor, die von 1822/25 bis 1876 einen Sonderstatus hatte und an deren Spitze ein Oberbeamter (statt Landrat) stand. Aufgrund dieser Tradition trug er von 1900 bis 1932 den Namen Kreis Grafschaft Wernigerode. Der Kreissitz war in Wernigerode. Das ehemalige Kreisgebiet liegt heute weitgehend im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Geschichte

Der Kreis Wernigerode wurde 1825 im preußischen Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen aus Teilen des aufgelösten Kreises Osterwieck gebildet. 1900 wurde der Kreis in Kreis Grafschaft Wernigerode umbenannt. 1932 wurde der Kreis Grafschaft Wernigerode mit dem größten Teil des aufgelösten Landkreises Halberstadt und dem Amt Elbingerode des aufgelösten Kreises Ilfeld zum Kreis Wernigerode zusammengeschlossen. 1941 wurden Hornburg, Isingerode und Roklum im Zuge der Neuordnung des Salzgitter-Gebiets in den Kreis Wolfenbüttel eingegliedert. Der Kreis Wernigerode erhielt im Gegenzug den Flecken Hessen.

Bei der Gebietsreform von 1950 wurde der nunmehr als Landkreis Wernigerode bezeichnete Kreis um die Stadt Blankenburg (Harz) sowie die Gemeinden Benzingerode, Heimburg, Hüttenrode, Neuwerk, Rübeland, Tanne und Trautenstein des aufgelösten Landkreises Blankenburg vergrößert.

Bei der Gebietsreform von 1952 wurde das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und der Landkreis Wernigerode in seiner alten Form aufgelöst:

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1843 17.746 <ref>Handbuch der Provinz Sachsen. Rubachsche Buchhandlung, Magdeburg 1843, S. 172 (Digitalisat [abgerufen am 6. Juli 2016]).</ref>
1871 21.659 <ref name="vz1871">Königlich Statistisches Büro Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Sachsen. Verlag d. Königl. Statist. Bureaus, Berlin 1873 (Digitalisat [abgerufen am 5. Juli 2016]).</ref>
1890 28.085 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1900 31.856 <ref name="demand" />
1910 35.915 <ref name="demand" />
1925 39.012 <ref name="demand" />
1933 75.047 <ref name="demand" />
1939 75.851 <ref name="demand" />
1946 100.688 <ref name="vz1946">Volkszählung 1946</ref>

Gemeinden des Kreises mit mehr als 2.000 Einwohnern (Stand 1939):<ref name="demand" />

Gemeinde Einwohner
Derenburg 2.925
Elbingerode 3.412
Hornburg 3.195
Ilsenburg 5.207
Osterwieck 5.020
Wernigerode 24.437

Landräte

Städte und Gemeinden

Stand 1931

Der Kreis Grafschaft Wernigerode umfasste bis 1932 in seiner alten Abgrenzung eine Stadt und zwölf weitere Gemeinden:<ref name="demand" />

Stand 1939

Der Kreis Wernigerode umfasste 1939 sechs Städte und 42 weitere Gemeinden:<ref name="demand" />

Zum Kreis gehörten außerdem die drei gemeindefreien Forst-Gutsbezirke Harz, Harzforsten und Regenstein.

Vor 1939 aufgelöste Gemeinden

Weblinks

Commons: Landkreis Wernigerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Kreisfreie Städte: Aschersleben | Burg | Halberstadt | Magdeburg | Quedlinburg | Stendal. Landkreise: Calbe | Gardelegen | Oschersleben | Osterburg | Haldensleben | Jerichow I | Jerichow II | Quedlinburg | Salzwedel | Stendal | Wanzleben | Wernigerode | Wolmirstedt. Aufgelöst: Osterwieck (1825) | Aschersleben (1901) | Halberstadt (1932) Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein