Lake-Maitland-Uranlagerstätte
Die Lake-Maitland-Uranlagerstätte befindet sich an dem trocken gefallenen Salzsee Lake Maitland, ungefähr 100 km südöstlich von Wiluna in Western Australia. Dort sollte nach Planungen der erste aktive Uranbergbau in Western Australia ab dem Jahr 2012 betrieben werden, die Pläne wurden jedoch nicht umgesetzt. Seit 2013 befindet sich die Lagerstätte im Besitz des Unternehmens Toro Energy und seit 2016 liegt eine Genehmigung der australischen Umweltbehörde für den Abbau von Uran in der Lagerstätte vor.
Abbauplanung
An dem See befindet sich das am weitesten entwickelte Uranprojekt in Western Australia, das Lake-Maintland-Uranium-Projekt, das von der kanadischen Gesellschaft Mega Uranium vorangetrieben wurde und seine Produktion 2012 aufnehmen sollte.<ref name=ABARE1 /> Es sollte das erste aktive Uranabbau-Projekt in Western Australia werden<ref>perthnow.com.au: Great science debates of the next decade: Spotlight on uranium vom 1. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2011</ref><ref name="Native" >Toro gets approval for uranium project The Sydney Morning Herald vom 7. Januar 2010, abgerufen am 15. Februar 2011</ref> und es war beabsichtigt 750 t U3O8 jährlich herzustellen.<ref name="ABARE1">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Uranium Outlook to 2013-14.] In: Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Februar 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Der Uranabbau am Lake Maitland ist eines von drei Projekten in Western Australia, neben der Centipede-Lake-Way-Uranlagerstätte und der Yeelirrie-Uran-Lagerstätte von der BHP Billiton, die mit dem Abbau von Uran beginnen sollten. Die drei Abbau-Projekte befinden sich alle im Umkreis von 100 km von Wiluna.<ref name="Native" />
Uran-Abbauprojekt
Bis 2008 hatte die Regierung von Western Australia ein Uranabbauverbot verhängt, das nach der Wahlniederlage der Australian Labor Party von der Liberal Party aufgehoben wurde.<ref>Toro gets WA nod for uranium project adelaidenow.com.au vom 7. Januar 2010, abgerufen am 28. April 2011</ref> Gegen diese politische Entscheidung gab es Proteste der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mining Projects ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Webseite der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia, abgerufen am 17. Februar 2011</ref> Die lokalen Aborigines kritisierten die Regierung und forderten Garantien für ihr Land und die dort lebenden Tiere.<ref>BHP under fire over uranium plans at AGM: ABC Rural vom 17. November 2011, abgerufen am 17. Februar 2011</ref><ref>perthnow.com.au BHP bosses grilled at AGM in Perth vom 16. November 2010, abgerufen am 28. April 2011</ref> Die Projekte führten zu Protesten der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia, die den Abbau verhindern will.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />anawa.org.au ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.: Webseite der Anti-Nuclear Alliance of Western Australia, abgerufen am 15. Februar 2011</ref>
Die Uranlagerstätte am Lake Maitland wurde 1972 von Asarco Australia entdeckt.<ref name="Lakem" ><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lake Maitland ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Webseite von Mega Uranium, abgerufen am 15. Februar 2011</ref> Die Lagerstätte wurde in geringem Umfang in den 1980er Jahren erkundet, weil es damals unterschiedliche Auffassungen der Eigentümer über die Verwendung der Lagerstätte und Eigentümerwechsel gab.<ref name="Sust" ><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lake Maitland Uranium Deposit ( des Vorlage:IconExternal vom 23. Oktober 1999 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. The Sustainable Energy & Anti-Uranium Service website, abgerufen am 15. Februar 2011</ref>
Nach mehreren Bohrungen durch die Redford Ltd im Jahr 2005 wurde diese im Dezember 2006 von der Mega Uranium übernommen, die in den Jahren 2007 bis 2008 weitere Bohrungen und Erkundungen vornahm. Das Bergbaugelände, das ungefähr 30 km nördlich der Bronzewing Gold Mine liegt, sollte von vorhandenen Infrastrukturen anderer Bergbaue in der Region profitieren.<ref name="Lakem" /> Die Lagerstätte sollte 10 Jahre betrieben werden.<ref name="Age" /> 35 % der Aktienanteile an Mega Uranium hielt das japanische Konsortium Japan Australia Uranium Resources Development Co (JAURD). JAURD gehört den japanischen Stromkonzernen Kansai Electric Power, Kyushu Electric Power und Shikoku Electric Power, die gemeinsam Atomkraftanlagen in Japan betreiben.<ref name="Age" >Japan's nuclear sector takes uranium stake The Age vom 2. März 2009, abgerufen am 15. Februar 2011</ref>
2013 übernahm der australische Konzern Toro Energy die Uranlagerstätte von Mega Uranium für 37 Millionen Dollar ohne konkrete Pläne für die Inbetriebnahme und bot JAURD an, als strategischer Partner wieder mit einzusteigen.<ref name="mining-technology.com">Toro Energy to acquire Lake Maitland uranium project in Western Australia auf mining-technology.com, 11. August 2013; abgerufen am 22. November 2019.</ref> Mitte 2016 bekam Toro Energy die Genehmigung der australischen Umweltbehörde (Environmental Protection Authority, EPA) für den Abbau von Uran für die Lake-Maitland-Uranlagerstätte als Erweiterung der bereits 2012 erteilten Genehmigung für die Centipede-Lake-Way-Uranlagerstätte<ref name="Environmental approval">Sam Tomlin: Environmental approval for Western Australia's most advanced uranium mine auf abc.net.au, 6. September 2016; abgerufen am 22. November 2019.</ref> und Anfang 2017 verkündete Toro Energy den baldigen Abbaustart von Uran im Umland von Wiluna.<ref name="Lucas 2017">Jarrod Lucas: Toro Energy's Wiluna uranium mine in Goldfields gets green light from WA Government auf abc.net.au, 9. Januar 2017; abgerufen am 22. November 2019.</ref> Im Juni 2017 beschloss die Regierung von Western Australia ein Verbot des Uranbergbaus, musste dabei jedoch die bereits laufenden und bestätigten Projekte ausschließen und ihnen ein Fünf-Jahres-Fenster für den Abbaustart einräumen.<ref name="Turner 2017">Rebecca Turner: Uranium firms bullish on five-year window to develop WA mines auf abc.net.au, 21. Juni 2017; abgerufen am 22. November 2019.</ref>
Weblinks
- Names Search Results - Lake Maitland: Webseite von Geoscience Australia
- Webseite von MINEDEX Database des Department of Mines and Petroleum
- Webseite von Mega Uranium
- Website des Lake Maitlandprojekts
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 27° 10′ 0″ S, 121° 5′ 0″ O
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