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Lahn (Plätt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Lahn, Plätt, Plasch bezeichnet man ein aus Metalldraht (Gold, Silber oder anderes Metall) durch Plätten, d. h. Platt-Walzen mittels einer Drahtplättmühle erhaltenes dünnes, schmales, langes Metallband.<ref> nuernberger-hausbuecher.de </ref><ref> Meyers Konversationslexikon: Lahn (Plätt), vierte Auflage, Leipzig und Wien 1890.</ref><ref>Brockhaus´ Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Leipzig 1911.</ref><ref> Hrsg. Spitzenklöppelschule Abenberg: Glänzender Plätt, edles Gespinst & Co., Eigenverlag 2017. </ref>

Lahn wird als solcher benutzt und dient auch vielfach zur Herstellung von meist Gold- oder Silbergespinst, auch Lahnfaden genannt. Gespinste sind mit Lahn mehr oder weniger dicht umwickelte textile Fäden. Lahn und Metallgespinste wurden und werden für verschiedene Klosterarbeiten, zum Weben, Sticken und Spitzen-Klöppeln gebraucht. Sie finden sich deshalb in Geweben und als Verzierung in Stickarbeiten und Spitzen von Paramenten und Trachten, besonders in Trachtenhauben.<ref> Michael Selb: Die goldene Bodensee-Radhaube. Bucher, Hohenems-Wien 2010.</ref><ref> Ann E. Wild und Dieter Wild: Gold Spitzen Geschichten. Eigenverlag, Freiburg 2023. (www.ann-wild.de) </ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />