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Lago Ritóm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lago Ritóm
Ritomsee
Ritóm-Staumauer
Ritóm-Staumauer
Ritóm-Staumauer
Lage Tessin, Schweiz
Zuflüsse Murinascia Grande, Murinascia di Cadagno, diverse Bergbäche
Abfluss Foss
Koordinaten 695922 / 155065Koordinaten: 46° 32′ 24″ N, 8° 41′ 21″ O; CH1903: 695922 / 155065
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Daten zum Bauwerk

Bauzeit 1918–1920
Höhe des Absperrbauwerks 27 m
Höhe über Gewässersohle 69 m<ref name="bafu" />
Höhe der Bauwerkskrone 1850 m ü. M.<ref name="bafu" />
Kronenlänge 309 m
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 1,49 km²<ref name="bafu" />dep1
Stauseelänge 2,5 km
Speicherraum 47'500'000 m³
Gesamtstauraum 53'900'000 m³
Einzugsgebiet 23,2 km²<ref>Verzeichnis der bis Ende 2008 aufgehobenen Stationen. Bundesamt für Umwelt (BAFU), 12. November 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Juli 2014; abgerufen am 3. Juli 2013.</ref>
Bemessungshochwasser 86 m³/s
Datei:Karte Ritomsee.png
Detailkarte

Der Lago Ritóm ist ein Speichersee im Pioratal (Val Piora), einem Seitental der Leventina in der Schweizer Gemeinde Quinto im Tessin. Nördlich befindet sich der kleine Lago di Tom.

Der See ist glazialen Ursprungs und ist von 1917 bis 1920 zum Stausee für das Ritom-Kraftwerk der SBB erweitert worden. Die 170 Meter lange Schwergewichtsmauer wurde 1950 auf eine Höhe von 23 Metern und eine Länge von 309 Metern gebracht. Aufgrund des porösen Untergrunds im oberen Bereich ist diese Höhe aber nicht komplett nutzbar.

Der See ist über Bergwanderwege, eine Fahrstrasse oder über die sehr steile Standseilbahn Ritom (max. 87,8 %) zugänglich. Bei der Staumauer befindet sich eine Unterkunft.

Im ursprünglichen natürlichen See konnte das seltene Phänomen der geogenen Meromixis beobachtet werden. Dabei existieren verschiedene Wasserschichten, die stabil getrennt bleiben. Es kommt also nicht zu saisonaler Durchmischung der verschiedenen Wasserschichten.<ref>Heinz Löffler: The Origin of Lake Basins. In: Patrick O’Sullivan, Colin S. Reynolds (Hrsg.): The Lakes Handbook: Limnology and Limnetic Ecology. Volume 1. Blackwell Science, Malden 2003, ISBN 0-632-04797-6, S. 8–60 (Auszüge bei Google Books).</ref><ref>Beschreibung des Phänomens auf der Website Ticino.ch der agenzia turistica ticinese S.A.</ref> Der benachbarte Lago di Cadagno ist noch heute ein Beispiel für einen See ohne Durchmischung und somit für die biologische Forschung von Interesse.<ref>Cadagnosee. In: Centro Biologia Alpina. Abgerufen am 3. Juli 2013.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="bafu">Speicherseen der Schweiz. Bundesamt für Energie.</ref> </references>

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