Zum Inhalt springen

labern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Labern wird abwertend ein Sprachgebrauch oder ein Kommunikationsverhalten bezeichnet, das dem Zuhörer wortreich, aber sinnentleert erscheint. Es bedeutet so viel wie ‚dummes Zeug reden‘<ref name="Kluge">labern. In: Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage. 2002.</ref> oder ‚ohne Pause schwatzen‘.<ref>labern. In: Mackensen: Großes Deutsches Wörterbuch. 1977.</ref>

Das Verb labern ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt<ref name="Kluge" /> und dialektal durchaus verbreitet.<ref name="Grimm">Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> Angenommen wird ein Zusammenhang mit der ebenfalls existierenden Bedeutung ‚leckend trinken‘ (vor allem beim Hund), das mit Lappen (‚Wischtuch‘) zusammenhängt.<ref name="Kluge" /> Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erwähnt Johann Christoph Adelung labern neben klatschen, schwatzen und schnattern als ein Synonym zu plaudern.<ref>Vorlage:Adelung-1793</ref> Es existiert auch die Schreibung labbern<ref name="Kluge" /> und neben der Substantivbildung Gelaber auch Gelabber, sowohl als ‚dummes Gerede‘ als auch in der Bedeutung ‚geschmacklose Speise‘.<ref>Gelabber. In: Mackensen: Großes Deutsches Wörterbuch. 1977.</ref>

Ein frühes Auftauchen in der deutschen Schriftsprache wird auf Christoph Martin Wieland (1733–1813) und damit in das Zeitalter der Aufklärung zurückgeführt. In einem Briefwechsel schrieb dieser: „Ich fang an, des Laberns müde zu werden und sehe, daß ich dir noch kein Wort von dem 2ten Transport gesagt habe, den ich gestern von dir erhalten habe.“<ref name="Grimm" />

Das 19. Jahrhundert kennt den Laberant als ein Wortspiel mit Laborant: „Er gehört zu den Laberanten“ meinte jemanden, der „einfältiges Zeug schwatzt“.<ref>Laberant. In: Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Band 2. Leipzig 1870, Sp. 1741; Vorlage:Zeno.org</ref> Auch die Bezeichnungen Laberhans und Labersack für ‚langweiliger Schwätzer‘ sind überliefert,<ref name="Grimm" /> ebenso Labertasche.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

[[wikt:{{#if:|{{{lang}}}:}}{{#if:labern|labern|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}|Wiktionary: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:labern|labern|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]]{{#switch: 1

|1|= – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen |0|-= |X|x= |#default= –

}}{{#if:| {{#ifeq: {{{lang}}} | de | {{#ifeq: 0 | 0 | }} | ({{#invoke:Multilingual|format|{{{lang}}}|slang=!|shift=m}}) }}}}

{{#invoke:TemplatePar|check

  |opt= 1= 2= lang= suffix=
  |template=Vorlage:Wiktionary
  |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
  }}

Einzelnachweise

<references />