labern
Als Labern wird abwertend ein Sprachgebrauch oder ein Kommunikationsverhalten bezeichnet, das dem Zuhörer wortreich, aber sinnentleert erscheint. Es bedeutet so viel wie ‚dummes Zeug reden‘<ref name="Kluge">labern. In: Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage. 2002.</ref> oder ‚ohne Pause schwatzen‘.<ref>labern. In: Mackensen: Großes Deutsches Wörterbuch. 1977.</ref>
Das Verb labern ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert belegt<ref name="Kluge" /> und dialektal durchaus verbreitet.<ref name="Grimm">Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> Angenommen wird ein Zusammenhang mit der ebenfalls existierenden Bedeutung ‚leckend trinken‘ (vor allem beim Hund), das mit Lappen (‚Wischtuch‘) zusammenhängt.<ref name="Kluge" /> Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erwähnt Johann Christoph Adelung labern neben klatschen, schwatzen und schnattern als ein Synonym zu plaudern.<ref>Vorlage:Adelung-1793</ref> Es existiert auch die Schreibung labbern<ref name="Kluge" /> und neben der Substantivbildung Gelaber auch Gelabber, sowohl als ‚dummes Gerede‘ als auch in der Bedeutung ‚geschmacklose Speise‘.<ref>Gelabber. In: Mackensen: Großes Deutsches Wörterbuch. 1977.</ref>
Ein frühes Auftauchen in der deutschen Schriftsprache wird auf Christoph Martin Wieland (1733–1813) und damit in das Zeitalter der Aufklärung zurückgeführt. In einem Briefwechsel schrieb dieser: „Ich fang an, des Laberns müde zu werden und sehe, daß ich dir noch kein Wort von dem 2ten Transport gesagt habe, den ich gestern von dir erhalten habe.“<ref name="Grimm" />
Das 19. Jahrhundert kennt den Laberant als ein Wortspiel mit Laborant: „Er gehört zu den Laberanten“ meinte jemanden, der „einfältiges Zeug schwatzt“.<ref>Laberant. In: Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Band 2. Leipzig 1870, Sp. 1741; Vorlage:Zeno.org</ref> Auch die Bezeichnungen Laberhans und Labersack für ‚langweiliger Schwätzer‘ sind überliefert,<ref name="Grimm" /> ebenso Labertasche.
Siehe auch
Literatur
- Rainald Goetz: Loslabern. 2. Auflage. Suhrkamp, 2009, ISBN 978-3-518-42112-3.
- Harald Martenstein: Labern. In: Die Zeit, Nr. 5/2011 – über eine überschätzte Kulturtechnik.
Weblinks
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Einzelnachweise
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