Lənkəran (Stadt)
| Lənkəran | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Azerbaijan.svg Aserbaidschan | |||||
| Republik- unmittelbare Stadt: |
Lənkəran | |||||
| Koordinaten: | 38° 45′ N, 48° 51′ O
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| Höhe: | 25 m unter dem Meeresspiegel | |||||
| Fläche: | ca. 25 km² | |||||
| Einwohner: | 51.600 (2025<ref name="2_6">stat.gov.az: Sex distribution of population by economic regions and administrative territorial units and urban settlements of the Republic of Azerbaijan at the beginning of 2025</ref>) | |||||
| Zeitzone: | AZT (UTC+4) | |||||
| Telefonvorwahl: | (+994) 2525 | |||||
| Postleitzahl: | AZ4200 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | 42 | |||||
| Gemeindeart: | Stadt (şəhər) | |||||
| Website: | ||||||
| Karte von Aserbaidschan, Position von Lənkəran hervorgehoben | ||||||
Lənkəran oder deutsch Länkäran (auch Lankaran, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine republikunmittelbare Stadt und zugleich Gemeinde<ref name="BSƏT">stat.gov.az: Bələdiyyələrin statistik ərazi təsnifatı, 2025 S. 12 = bələdiyyə</ref><ref>e-qanun.az: Azərbaycan Respublikası Lənkəran rayonunun Lənkəran bələdiyyəsinin Nizamnaməsi (Satzung der Gemeinde)</ref> im Süden der Republik Aserbaidschan am Kaspischen Meer. Lənkəran hat 51.600 Einwohner (Stand: 2025).<ref name="2_6" />
Bevölkerung und Stadtname
Ein großer Teil der Einwohner der Stadt gehört dem Volk der Talyschen an. Diese haben ihre Kultur und Traditionen weitgehend erhalten. Der Name der Stadt soll von Lan Karan kommen, was in der Sprache der Talyschen Schilfhaus bedeutet.
Eine andere Erklärung besagt, dass die Stadt ehemals Langarkanan hieß. Langarkanan ist persisch und bedeutet sinngemäß Ort wo man die Anker heraufzieht. Langar (لنگر) steht für „Anker“, kan (کن) steht für „ziehen“. Das Suffix -an (آن) ist typisch für Ortsnamen.
Geschichte
Die Stadt wurde im Sumpfland am nördlichen Ufer des Flusses Lənkərançay (russ. Lenkoranka) gegründet. Die Siedlungsspuren reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, auch gibt es Ruinen von Siedlungen der Bronze- und Eisenzeit. Herodot und Strabon erzählten von Siedlungen in der Gegend um Lənkəran.<ref name="history">Geschichte Lənkərans. aznet.org (englisch)</ref>
Ab dem 16. Jahrhundert gewann die Stadt an Bedeutung. Von 1728 bis 1735 war die Stadt von Russland besetzt, danach von Persien. Lənkəran wurde Hauptstadt des Khanats Talysch, das 1747 nach dem Tod des persischen Herrschers Nadir Schah entstand. Am 1. Januar 1813 wurde es von der Russischen Armee unter Pjotr Kotljarewski nach einer kurzen Belagerung eingenommen. Nach dem Frieden von Gulistan von 1813 wurde es Teil des Russischen Reiches. Die Stadt wurde 1840 Verwaltungssitz des Ujesds Lenkoran, der zunächst der Kaspischen Oblast unterstellt war, ab 1846 zum Gouvernement Schemacha und ab 1859 zum Gouvernement Baku gehörte. In den 1850er Jahren hatte die Stadt 2600 Einwohner.<ref></ref> 1911 waren es bereits 8768 Bewohner.<ref></ref>
Während des Russischen Bürgerkriegs wurde in der Stadt eine bolschewistische Republik Mughan ausgerufen, die aber wenige Monate später in der Republik Aserbaidschan aufging. 1920 wurde Aserbaidschan Teil der Transkaukasischen SFSR, später der Sowjetunion.
In der AsSSR gehörte die Stadt ab 1930 zum Rayon Lənkəran. 1971 schied sie aus dem Rayon aus und wurde zur republikunmittelbaren Stadt.<ref>history.az: Азербайджанская ССР: Административно-территориальное деление (1979)</ref> 1991 wurde der Rayon aufgelöst und die Verwaltung seines etwa 1.520 km² großen Gebiets auf Rayonebene der Stadt mitübertragen.<ref name="LŞY">e-qanun.az: Dekret vom 29. November 1991</ref><ref>preslib.az: İnzibati-ərazi vahidləri S. 8</ref>
1993 wurde in der Stadt von Alikram Humbetov, unterstützt von einem Panzerregiment, eine Autonome Talysch-Mugan-Republik ausgerufen. Der Aufstand wurde aber bald niedergeschlagen, die Republik brach zusammen und wurde dem aserbaidschanischen Staat eingegliedert.
Wirtschaft
In der Region um Lənkəran ist die Landwirtschaft bedeutend, besonders die Produktion von Frühlings- und Wintergemüse. Des Weiteren werden in dem warmen Klima Reis, Wein und Zitronen angebaut. Auch wird Eichenholz gefällt und unter anderem zu Möbeln verarbeitet. Des Weiteren gibt es mehrere Teeverarbeitungsbetriebe und Seiden- sowie Teppichproduktionen.
Die Region ist besonders bekannt für das Parrotia persica, das Eisenholz, das hier wächst und verarbeitet wird.
Sehenswürdigkeiten
In der Stadt gibt es ein historisches Museum, das wegen seiner Sammlungen und der Architektur selbst sehenswert ist. Es wurde an der Stelle des alten Khanpalastes errichtet. Es gibt eine große Moschee und nahe dieser einen Basar.
In der Stadt stehen ungewöhnlich viele Panzer. Diese sind mitunter Denkmale oder auch funktionstüchtige, die am Kaspischen Meer aufgestellt sind.
Nahe Lənkəran gibt es viele Sandstrände sowie Thermalquellen im 12 km westlichen Andjin. Nahe dem Dorf Ballabur finden sich dort auch die Ruinen einer gleichnamigen Burganlage.
Ebenso liegen nahe der Stadt die Nationalparks von Kizilagach und Gircan.
Verkehr
Es gibt einen Nachtzug von Baku, der bis Astara an der iranischen Grenze weiterfährt. Westlich der Stadt befindet sich der Flughafen Lənkəran. Durch die Fernstraße M3 ist die Stadt an das aserbaidschanische Fernstraßennetz angeschlossen.
Klimatabelle
| Lənkəran | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Persönlichkeiten
- Səməd bəy Mehmandarov (1855–1931), aserbaidschanischer Militärkommandeur, General der Artillerie der Kaiserlichen Russischen Armee und Kriegsminister der Demokratischen Republik Aserbaidschan
- Hasi Aslanow (1910–1945), sowjetisch-aserbaidschanischer Panzerkommandant, Generalmajor der sowjetischen Armee und Held der Sowjetunion
- Rauf Həbibov (* 1965), aserbaidschanischer Politiker
- Turan Mirzəyev (* 1979), aserbaidschanischer Gewichtheber
- Muchtar Muchtarow (* 1986), kasachischer Fußballspieler
- Ramin Əzizov (* 1988), aserbaidschanischer Taekwondoin
- Orxan Səfərov (* 1991), aserbaidschanischer Judoka
- Toral Bayramov (* 2001), Fußballspieler
Weblinks
- Offizielle Website der Stadt (aserbaidschanisch)
- 1991 veröffentlichte sowjetische Karte der Region. Maßstab 1:100.000; berkeley.edu
Einzelnachweise
<references />
Rayons: Abşeron | Ağcabədi | Ağdam | Ağdərə | Ağdaş | Ağstafa | Ağsu | Astara | Balakən | Bərdə | Beyləqan | Biləsuvar | Cəbrayıl | Cəlilabad | Daşkəsən | Füzuli | Gədəbəy | Goranboy | Göyçay | Göygöl | Hacıqabul | Xaçmaz | Xızı | Xocalı | Xocavənd | İmişli | İsmayıllı | Kəlbəcər | Kürdəmir | Qax | Qazax | Qəbələ | Qobustan | Quba | Qubadlı | Qusar | Laçın | Lerik | Masallı | Neftçala | Oğuz | Saatlı | Sabirabad | Salyan | Samux | Siyəzən | Şabran | Şamaxı | Şəmkir | Şuşa | Tərtər | Tovuz | Ucar | Yardımlı | Zaqatala | Zəngilan | Zərdab
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Autonome Republik: Nachitschewan (Naxçıvan)
Rayons der autonomen Republik: Babək | Culfa | Kəngərli | Ordubad | Sədərək | Şahbuz | Şərur
Republikunmittelbare Stadt: Naxçıvan