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Löwenbrunnen (Braunschweig)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Braunschweig Loewenbrunnen 2012 Seitenansicht (2012).JPG
Der 2012 wieder aufgestellte Löwenbrunnen
Datei:Braunschweig Loewenbrunnen 2012 Frontal (2012).JPG
Frontale Ansicht
Datei:Braunschweig Loewenbrunnen 2012 schraeg von hinten (2012).JPG
Der Brunnen liegt direkt an der Fallersleber Straße
Datei:Braunschweig Loewenbrunnen 2012 schraeg von vorn (2012).JPG
Im Hintergrund die Katharinenkirche
Datei:Braunschweig Loewenbrunnen um 1880.jpg
Der Löwenbrunnen um 1880

Der Löwenbrunnen in Braunschweig wurde entweder 1822<ref name= Kimpflinger>Wolfgang Kimpflinger: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen, Band 1.1.: Stadt Braunschweig, Teil 1, S. 170</ref> oder 1842<ref name=Spies25>Gerd Spies: Der Braunschweiger Löwenwall, In: Gerd Spies (Hrsg.): Der Braunschweiger Löwenwall, In: Braunschweiger Werkstücke, Reihe B, Band 98, S. 25</ref> auf dem nördlichen Vorplatz der Katharinenkirche in Braunschweig errichtet.

Vorgeschichte

In den Koalitions- und Befreiungskriegen gegen Napoleon I. kämpften auch Truppen des besetzten ehemaligen Herzogtums Braunschweig-Lüneburg. In diesen Kämpfen fielen viele Braunschweiger, darunter Herzog Karl Wilhelm Ferdinand (1806 in der Schlacht bei Jena und Auerstedt) sowie sein Sohn Herzog Friedrich Wilhelm (1815 in der Schlacht bei Quatre-Bras). Zu Ehren der beiden Gefallenen entwarf Architekt Peter Joseph Krahe ein Denkmal, das sich auf dem Löwenwall befindet und am 13. August 1823 eingeweiht wurde. Im Zentrum des ovalen Platzes erhebt sich ein 22 m hoher Obelisk aus Metall, der auf einem treppenartigen Steinsockel steht. An den vier Ecken, erhöht auf Sockeln, liegt je ein überlebensgroßer Löwe aus Gusseisen. Diese Löwen entstanden nach einem Entwurf von Bildhauer Johann Gottfried Schadow. Sowohl der Obelisk als auch die Löwen wurden in den "Fürstlichen Braunschweigischen Hüttenwerken", einer Gießerei in Zorge/Harz, gefertigt.

Brunnen

Nach Kimpflinger wurde zusätzlich zu den vier Löwenwalllöwen noch ein fünfter Löwe als „Ersatz“ für den Fall eines Transportschadens auf dem Weg von der Gießerei nach Braunschweig gegossen.<ref name= Kimpflinger/> Nach Spies handelt es sich hierbei jedoch um eine Legende: Bei der Neuanlage des Katharinenfriedhofs im Jahre 1842 bestellte der Braunschweigische Hofbaumeister Carl Theodor Ottmer bei der Gießerei, die noch über das Schadowsche Modell verfügte, einen weiteren Löwen.<ref name=Spies25/> Dieser wurde der Katharinengemeinde übergeben, die einen einfach behauenen Sockel aus Werkstein anfertigen ließ, auf welchem der Löwe lag. Der Brunnen wurde auf dem dreieckigen Platz auf der Nordseite der Kirche an der Fallersleber Straße aufgestellt und diente ursprünglich als Tränke für Pferde sowie als Wasserstelle für die Marktleute auf dem nur wenige Meter entfernten Hagenmarkt. Das Wasser wurde aus dem etwa ein Kilometer entfernten Hägener Jödebrunnen herangeführt, der an der heutigen Wiesenstraße lag.<ref>Wilhelm Appelt und Theodor Müller: Wasserkünste und Wasserwerke der Stadt Braunschweig, In: Braunschweiger Werkstücke, Band 33, Braunschweig 1964, S. 36</ref>

Nachdem der Brunnen die großflächige Zerstörung der Braunschweiger Innenstadt während des Zweiten Weltkrieges weitgehend unbeschadet überstanden hatte<ref>Dieter Heitefuß: Aus Trümmern auferstanden. Braunschweig und sein Wiederaufbau nach 1945. Eine Bilddokumentation, S. 65</ref>, blieb er bis 2003<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen auf der Website der Firma Dierk Zeising (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.natursteinfachmann-dierk-zeising.de</ref> an seinem ursprünglichen Standort, hatte allerdings seine Funktion verloren. Erst im Zuge von Bauarbeiten auf dem Kirchenvorplatz wurde er auf dem Gelände des städtischen Bauhofes eingelagert. Mit finanzieller Unterstützung der Richard-Borek-Stiftung war zunächst ein Wiederaufbau des Löwenbrunnens für das Jahr 2010 geplant.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.newsclick.deRückkehr des Löwen zu St. Katharinen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, In: Braunschweiger Zeitung vom 15. Oktober 2009</ref> Schließlich wurde der Löwenbrunnen im Frühling 2012 wieder an seinem angestammten Platz aufgestellt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.propstei-braunschweig.deSt. Katharinen feiert Wiedererrichtung des Löwenbrunnens (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Meldung vom 13. Juni 2012</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Wolfgang Kimpflinger: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen, Band 1.1.: Stadt Braunschweig, Teil 1, Hameln 1993, ISBN 3-87585-252-4
  • Gerd Spies (Hrsg.): Der Braunschweiger Löwenwall, In: Braunschweiger Werkstücke, Veröffentlichungen aus dem Städtischen Museum, Reihe B, Band 98, Braunschweig 1997, ISBN 3-927288-28-4

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Koordinaten: 52° 16′ 3,9″ N, 10° 31′ 31,1″ O

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