Kölschhausen
Kölschhausen Gemeinde Ehringshausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(759)&title=K%C3%B6lschhausen 50° 38′ N, 8° 24′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kölschhausen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 200 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 6,21 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 759 (30. Juni 2017)<ref name="DF">Gemeinde Ehringshausen und Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Ehringshausen, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2019.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 122 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1977 | |||||
| Postleitzahl: | 35630 | |||||
| Vorwahl: | 06440 | |||||
Lage von Kölschhausen in Ehringshausen
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Kölschhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Ehringshausen im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.
Geografie
Der Ort liegt am Rande des Gladenbacher Berglands, östlich der 354 m hohen Koppe mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet. Am östlichen Ortsrand fließt die Lemp. Der Kernort Ehringshausen befindet sich etwa 4 Kilometer südlich von Kölschhausen.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die Ortschaft wird erstmals im August 1253 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Altenberg als Culshusen erwähnt.<ref name="lagis" /> Kölschhausen war sowohl als Filiale des Kirchspiels als auch als Dorf im Gerichtsbezirk des Centgerichts dem nahegelegenen Dillheim zugeordnet. Gleichzeitig befand sich im Ort ein Vogtgericht. Nachdem die Reformation im Jahr 1566 das Dorf erreicht hatte, bildete Kölschhausen ein eigenes Kirchspiel mit fünf Filialkirchen.
Kölschhausen gehörte zum Amt Greifenstein, das Teil der Grafschaft Solms-Braunfels war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Untere Dilltal preußisch und der Bürgermeisterei in Aßlar zugeordnet. Am 1. April 1884 wurde im Ort eine Posthilfstelle für die Beförderung von Ehringshausen nach Altenkirchen eingerichtet.
Hessische Gebietsreform (1970–1977) Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden zum 1. Januar 1977 die Gemeinden Ehringshausen, Breitenbach, Daubhausen, Katzenfurt, Kölschhausen und Niederlemp kraft Landesgesetz zur neuen Großgemeinde Ehringshausen zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) vom 13. Mai 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 18 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref> Für Kölschhausen wurde wie für alle nach Ehringshausen eingegliederten Gemeinden ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 125 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref> Sitz der Gemeindeverwaltung blieb Ehringshausen.
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Kölschhausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
- ab 1806: Herzogtum Nassau,<ref group="Anm.">Mediatisierung infolge der Rheinbundakte.</ref> Amt Greifenstein<ref group="Anm.">1815: Abtrennung der Justiz (standesherrliches Justizamt Greifenstein).</ref>
- ab 1816: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Provinz Großherzogtum Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels<ref name="PR" />
- ab 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar<ref group="Anm.">1848: Endgültige Trennung zwischen Justiz (Kreisgericht Wetzlar) und Verwaltung.</ref>
- ab 1866: Norddeutscher Bund,<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.</ref> Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Kreis Wetzlar
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Ehringshausen<ref group="Anm.">Am 1. Januar 1977 als Ortsbezirk zur Gemeinde Ehringshausen.</ref>
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Ehringshausen
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Kölschhausen 729 Einwohner. Darunter waren 18 (2,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 99 Einwohner unter 18 Jahren, 309 zwischen 18 und 49, 168 zwischen 50 und 64 und 153 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 312 Haushalten. Davon waren 78 Singlehaushalte, 93 Paare ohne Kinder und 99 Paare mit Kindern, sowie 33 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 60 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 198 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Kölschhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 329 | |||
| 1840 | 350 | |||
| 1846 | 422 | |||
| 1852 | 411 | |||
| 1858 | 380 | |||
| 1864 | 373 | |||
| 1871 | 396 | |||
| 1875 | 407 | |||
| 1885 | 443 | |||
| 1895 | 418 | |||
| 1905 | 446 | |||
| 1910 | 471 | |||
| 1925 | 525 | |||
| 1939 | 528 | |||
| 1946 | 653 | |||
| 1950 | 694 | |||
| 1956 | 680 | |||
| 1961 | 669 | |||
| 1967 | 655 | |||
| 1970 | 680 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 729 | |||
| 2014 | 775 | |||
| 2017 | 759 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; Gemeinde Ehringshausen<ref name="DF" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 318 evangelische, ein katholischer, 10 jüdische Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 588 evangelische (= 87,89 %), 77 katholische (= 11,51 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Kölschhausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Dreisbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 52,80 %. Dabei wurden gewählt: ein Mitglied der SPD und je zwei Mitglieder der CDU und der „Freien Wählergemeinschaft Ehringshausen“ (FWG).<ref>Ortsbeiratswahl Kölschhausen. In: Votemanager. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Norman Ryzek (FWG) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Kölschhausen. In: Bürgerinformationssystem. Gemeinde Ehringshausen, abgerufen im Februar 2024.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Öffentliche Einrichtungen
Kölschhausen besitzt einen Kindergarten, eine Freiwillige Feuerwehr und ein Ortsgericht.
Verkehr
Südlich von Kölschhausen befindet sich die Anschlussstelle Ehringshausen der Bundesautobahn 45. Die L 3052 führt von Leun kommend nach Hohenahr. Im Ort zweigt die K 388 nach Breitenbach und Bechlingen ab.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kulturdenkmäler
siehe Liste der Kulturdenkmäler in Kölschhausen
Freizeit
Seit 1997 besteht ein „Natur- und Heimatkundlicher“ Rundwanderweg in Kölschhausen mit einer Gesamtlänge von etwa sieben Kilometern.
Literatur
Weblinks
- Gemeinde Ehringshausen und Ortsteile. In: Webauftritt. Gemeinde Ehringshausen
- Kölschhausen, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Kölschhausen, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 12 und 56, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Breitenbach | Daubhausen | Dillheim | Dreisbach | Ehringshausen | Greifenthal | Katzenfurt | Kölschhausen | Niederlemp