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Kuskus (Säugetiere)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Kuskus
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Gleichfarbkuskus (Phalanger gymnotis)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beuteltiere (Marsupialia)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Diprotodontia
Familie: Kletterbeutler (Phalangeridae)
Gattung: Kuskus
Wissenschaftlicher Name
Phalanger
Storr, 1780

Die Kuskus (Phalanger) sind eine Gattung aus der Familie der Kletterbeutler (Phalangeridae), die zur Beuteltierordnung Diprotodontia zählt. Sie teilt sich in 15 Arten. Die Bärenkuskus (Ailurops), Bodenkuskus (Strigocuscus) und Tüpfelkuskus (Spilocuscus) werden zoologisch nicht zu dieser Gattung gerechnet.

Verbreitung

Kuskus finden sich auf den Molukken, auf Neuguinea, den Salomonen und auf der Kap-York-Halbinsel an der Nordspitze Australiens.

Beschreibung

Kuskus sind schwerfällig wirkende Tiere. Ihr Fell ist dicht und wollig, es kann weiß, rötlich oder sogar schwarz gefärbt sein. Ihre Schnauze ist kurz, die Ohren sind klein und fast unsichtbar, der lange Schwanz ist am Ende unbehaart, um besseren Halt zu gewährleisten. Die Körperlänge beträgt 32 bis 60 cm, der Schwanz ist ebenso lang. Sie erreichen ein Gewicht von einem bis zu sieben Kilogramm.

Lebensweise

Kuskus sind Baumbewohner, die nur selten auf den Boden kommen. Mit ihrem Greifschwanz und den zwei Daumen an jeder Hand sind sie perfekt an ihr Habitat, tropische Regenwälder, angepasst. Den Tag verbringen sie schlafend in Baumhöhlen oder auf Blättern, in der Nacht gehen sie mit langsamen und trägen Bewegungen auf Nahrungssuche. Kuskus leben einzelgängerisch.

Nahrung

Kuskus ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Blättern, gelegentlich nehmen sie auch Insekten und Vogeleier zu sich.

Fortpflanzung

Nach kurzer Tragzeit (oft nur zwei Wochen) werden ein bis drei Junge geboren, meistens wird nur eines gesäugt, obwohl die Weibchen vier Zitzen in ihrem Beutel haben. Nach mehreren Monaten verlassen die Jungtiere den Beutel. Sie haben eine Lebenserwartung von bis zu elf Jahren.

Arten

Bedrohung

Alle Arten sind betroffen von der Rodung der Urwälder und der Jagd auf ihr Fleisch. In der aktuellen roten Liste der gefährdeten Arten werden fünf Arten in den Status vom Aussterben bedroht, stark gefährdet oder gefährdet eingeordnet. Für die anderen Arten wurde der Status nicht bedroht vergeben.<ref>Phalanger</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999, ISBN 0-8018-5789-9
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks

Wiktionary: Kuskus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Kuskus (Phalanger) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Flannery&Boeadi"> Tim F. Flannery & Boeadi. (1995): Systematic revision within the Phalanger ornatus complex (Phalangeridae: Marsupialia), with description of a new species and subspecies. Australian Mammalogy, 18, 40. doi: 10.1071/AM95035</ref>

<ref name="IUCNmatabiru"> Leary, T., Singadan, R., Menzies, J., Helgen, K., Wright, D., Allison, A., Flannery, T., Salas, L. & Dickman, C. 2019. Phalanger matabiru. The IUCN Red List of Threatened Species 2019: e.T136200A21951146. doi: 10.2305/IUCN.UK.2019-1.RLTS.T136200A21951146.en. Abgerufen am 7. August 2022.</ref>

<ref name="Kealy et al 2019"> Shimona Kealy, Stephen C. Donnellan, Kieren J. Mitchell, Michael Herrera, Ken Aplin, Sue O’Connor und Julien Louys: Phylogenetic relationships of the cuscuses (Diprotodontia: Phalangeridae) of island Southeast Asia and Melanesia based on the mitochondrial ND2 gene. November 2019, Australian Mammalogy 42(3), S. 266–276. DOI:10.1071/AM18050</ref> </references>