Kurt Welser
Kurt Welser (* 25. Juni 1929 in Innsbruck; † 15. August 1965 in der Schweiz) war ein österreichisches Mitglied des Befreiungsausschusses Südtirol. Nach Einschätzung von Gefolgsleuten galt er als „die aktivste und herausragendste Figur“ des österreichischen BAS-Flügels.<ref>Sepp Mitterhofer: Warum wir nicht zusehen konnten. In: Sepp Mitterhofer, Günther Obwegs (Hrsg.): ... Es blieb kein anderer Weg. Zeitzeugenberichte aus dem Südtiroler Freiheitskampf 2000, S. 39–57</ref>
Leben
Der Innsbrucker Kaufmann Kurt Welser<ref>Astrid Kofler: Zersprengtes Leben: Frauen in den Südtiroler Bombenjahren, S. 482</ref> war Kopf der Vorbereitungen auf die Feuernacht in Nordtirol, wie Heinrich Klier und andere junge Aktivisten. Der leidenschaftliche Bergsteiger führte die Sprengstoff- und Waffentransporte nach Südtirol durch.<ref>Robert Kriechbaumer (Hrsg.): Die Ära Josef Klaus, Band 2: Aus der Sicht von Zeitgenossen und in Karikaturen von Ironimus, S. 210 (Böhlau Verlag). ISBN 978-3-205-99146-5 Online bei Google Books</ref> Am 30. Jänner 1961 sprengte Welser mit Heinrich Klier das Reiterstandbild von Benito Mussolini vor dem Elektrizitätswerk bei Waidbruck.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Kurt Welser organisierte zusammen mit Herlinde Molling den Sprengstoff für die Anschläge der Feuernacht vom 11. auf den 12. Juni 1961, in der vierzig Hochspannungsmasten in Südtirol gesprengt wurden, um die Stromversorgung der oberitalienischen Industrie zu kappen.<ref>Mehr als ein paar Masten in: Die Presse vom 20. Mai 2011</ref> Auf Weisung des österreichischen Justizministers kam es im Dezember 1961 zum ersten Schwurgerichtsprozess gegen Kurt Welser, der zu dessen Verurteilung führte.<ref>Franz Watschinger: Bomben und Justiz: Der erste Grazer Südtirolprozeß 1961, 2003</ref>
1963 wurde er erneut wegen der Sprengung des Löwendenkmals an der Traunsee-Uferstraße in Ebensee (Salzkammergut) verhaftet; er konnte aber seine Unschuld beweisen.<ref>Rudolf Augstein: Die vielen Säulen des Richters Seibert, in: Der Spiegel 1970</ref>
Kurt Welser verunglückte im Herbst 1965 bei einer Bergtour am Zinalrothorn in der Schweiz tödlich, während der Schwurgerichtsprozess in Graz wieder aufgerollt wurde.
Weblinks
- Terror um Tirol: Feuernächte und Folterknechte auf profil.at am 14. Mai 2011
Einzelnachweise
<references />
{{#if: Welser, Kurt | {{#if: | {{#if: österreichischer Kaufmann, Mitglied des Befreiungsausschusses Südtirol | {{#if: 25. Juni 1929 | {{#if: Innsbruck | {{#if: 15. August 1965 | {{#if: Schweiz || Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Welser, Kurt
}} |
| ALTERNATIVNAMEN |
}} |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Kaufmann, Mitglied des Befreiungsausschusses Südtirol
}} |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1929
}} |
| GEBURTSORT | Innsbruck
}} |
| STERBEDATUM | 15. August 1965
}} |
| STERBEORT | Schweiz
}} |