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Kuen (Familienname)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kuen ist ein in Süddeutschland, Westösterreich, Südtirol und der Schweiz verbreiteter Familienname.

Etymologie

Der Familienname Kuen geht in erster Linie auf die patronymische, selten auch metronymische Benennung nach einer deutschen Rufnamenkurzform mit dem Namensbestandteil althochdeutsch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), altsächsisch kōni „kühn“ (bspw. Konrad, Kunibert oder auch Kunigunde) zurück. Sprachgeschichtlich ist er damit mit dem Familiennamen Kuhn identisch.<ref name="Dräger">Kathrin Dräger: Kuen. In: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, 15. März 2024, abgerufen am 29. März 2024.</ref><ref name="familiennamen.ch">Kuhn, Kuen. In: familiennamen.ch – Das Portal der schweizerischen Familiennamenforschung. Abgerufen am 18. September 2024.</ref><ref name="finsterwalder">Finsterwalder K.: Tiroler Familiennamenkunde. Innsbruck 1994, S. 374.</ref> Die im bairisch-österreichischen Sprachraum vorkommenden Familiennamen Kain, Kaindl, Kainz sind sprachgeschichtlich eine Variante von Kuen.<ref>Duden. Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bearbeitet von Rosa und Volker Kohlheim. Dudenverlag, Berlin 2005, S. 362.</ref>

In Einzelfällen kann auch eine Benennung nach dem aus mittelhochdeutsch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „kühn, mutig, dreist“ gebildeten Übernamen, der das Wesen des ersten Namenträgers bezeichnet, vorliegen.<ref name="Dräger" />

Verbreitung

In Deutschland sind 125 Namensträger nachgewiesen, vornehmlich im Süddeutschland. In Österreich konnten mittels Erhebung über Telefonanschlüsse 338 Namensträger festgestellt werden.<ref name="Dräger" />

Namensträger

Literatur

  • Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-081198-8, S. 391 (Erstausgabe: 1971).

Einzelnachweise

<references />