Kröbern
Kröbern Gemeinde Monstab
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(27)&title=Kr%C3%B6bern 51° 0′ N, 12° 21′ O
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| Höhe: | 187–202 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 1,58 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Kröbern, Gemeinde Monstab. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 27 (2011)<ref name="Gindex" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1950 | |||||
| Postleitzahl: | 04617 | |||||
| Vorwahl: | 034498 | |||||
Lage von Kröbern in Thüringen
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Kröbern ist ein Ortsteil der Gemeinde Monstab im thüringischen Landkreis Altenburger Land.<ref>Gemeinde Monstab. In: Webauftritt. Abgerufen im Februar 2026.</ref>
Geographische Lage
Kröbern befindet sich westlich von Altenburg im Altenburg-Zeitzer Lösshügelland, einem Ausläufer der Leipziger Tieflandbucht mit sehr guten Böden. Die Bundesstraße 180 führt östlich vorbei.
Geschichte
Im Zeitraum von 1181 bis 1214 fand die urkundliche Ersterwähnung des Weilers statt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 154</ref> Burggraf Albrecht IV. von Altenburg übereignete im Jahr 1305 dem Kloster Buch das Burgkorn im Dorf Kröbern.<ref>Geschichte der Burggrafen von Altenburg, S. 58</ref> Später gehörte der Ort zum wettinischen Amt Altenburg,<ref>Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201</ref><ref>Die Orte des Amts Altenburg ab S. 83</ref> welches ab 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Kröbern bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)<ref>Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).<ref>Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Juli 2022; abgerufen am 23. Juli 2025.</ref> Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam der Ort zum Landkreis Altenburg.
Der Braunkohleabbau um das im Süden des Meuselwitz-Altenburger Braunkohlereviers liegende Kröbern wurde um 1900 begonnen. Tiefbaugruben waren im Nordwesten des Orts die "Grube Gertrud Nr. 131" (1899 bis 1959) und im Nordosten "Grube Neu-Rositz Nr. 145" (1917 bis 1942). Große Veränderung brachte der Braunkohleabbau im Tagebau für den Ort. Zwischen 1914 und 1932 zerstörte der "Tagebau Gertrud II" (auch: Tagebau Petsa) den Bereich südlich und westlich von Kröbern, womit sich zwischen Monstab und Kröbern nun ein Tagebau befand. Noch größere Einschnitte brachte der 1931 aufgeschlossene Tagebau Gertrud III (Zechau), welcher bis 1959 ein großes Areal im Norden von Kröbern bis Zechau abbaggerte und dabei auch nicht die Nachbarorte Petsa (1943 bis 1947) und Leesen (1950 bis 1952) verschonte. Das Areal wurde nach der Stilllegung des Tagebaus 1959 renaturiert und danach landwirtschaftlich genutzt.<ref>Beschreibung des Tagebaus Zechau in einem PDF-Dokument der LMBV</ref>
Am 1. Juli 1950 wurde der Weiler Kröbern nach Monstab eingemeindet. In den 1980er Jahren war die Wiederaufnahme des Braunkohleabbaus geplant, welche aber nicht zur Ausführung kam. Dem geplanten „Tagebau Meuselwitz“ zwischen Meuselwitz und Rositz hätte das Ortsgebiet von Kröbern, an dessen südöstlichen Rand es lag, weichen müssen.<ref>Das Braunkohlerevier Altenburg/Meuselwitz, Publikation des LMBV</ref>
Besonderheiten
Aus Kröbern stammte die Familie des Anthropologen Alfred Louis Kroeber.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Krebitschen | Kröbern | Monstab | Schlauditz | Wiesenmühle Vorlage:Klappleiste/Ende