Zum Inhalt springen

Kreuzsegel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Kreuzsegel.jpg
Kreuzsegel auf einem Vollschiff (rot markiert)
Datei:N.R.P. Sagres, navio-escola. Forças Armadas Marinha Portuguesa.jpg
Das portugiesische Segelschiff Sagres mit Kreuzsegeln (hier: volkstümlicher Sprachgebrauch der Begrifflichkeit Kreuzsegel)
Datei:Faroe stamp 226 Discovery of America - Kristoffur Kolumbus.jpg
Die auf einer Briefmarke dargestellte Santa Maria mit Kreuzen auf der Segelfläche
Datei:Bund der Deutschen Katholischen Jugend Logo.svg
Das Logo des BDKJ in Form eines Kreuzsegels

Als Kreuzsegel (auch Bagiensegel) bezeichnet man das unterste Rahsegel am Kreuz- oder Besanmast eines Vollschiffs.<ref>Nach Meyers, Pierer’s und Adelung</ref>

Seemännische Bezeichnung auf einem Segelschiff

Die Namensgebung der an den untersten Rahen befestigten Segel entspricht immer dem Mast, an dem das jeweilige Segel angeschlagen ist, wobei für das Kreuzsegel als Alternativname auch Bagien(-segel) im Schwange ist. Das Kreuzsegel ist dementsprechend das am Kreuzmast befindliche unterste Rahsegel, das an der Kreuzrah oder auch Bagienrah befestigt ist. Der Kreuzmast ist auf einem Vollschiff der hintere Mast. Das Kreuzsegel wird mit bestimmten Tauen, den Kreuzbrassen, zum Wind hin ausgerichtet.<ref>Vorlage:Pierer-1857</ref> Ursprünglich waren Segel und Rah an der Kreuzstenge befestigt. Das Segel befand sich oberhalb des Lateinersegels und dessen Rute. Als diese Rute im Laufe des 18. Jahrhunderts verkürzt wurde, war dort Raum für ein weiteres Segel geschaffen worden. Aber erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde dieser Platz tatsächlich eingenommen. Dieses Segel wurde Kreuzsegel genannt und das Segel an der Kreuzstenge wurde nun Kreuzmarssegel benannt. Im englischen Sprachgebrauch wurde dieses Segel bereits im 18. Jahrhundert Mizen top-Sail genannt.<ref>Johann Hinrich Röding: Allgemeines Wörterbuch der Marine in allen Europæischen Seesprachen nebst vollstændigen Erklærungen. Nemnich, Hamburg / J.J. Gebauer, Halle 1793–1798. Band III, S. 122; Tafelband Fig. 91, Buchstabe „p“.</ref>

Weitere Bezeichnung und Verwendung

Literatur

  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
                 | {{#if: 
                     | Vorlage:Meyers-1905 – veraltete Parametrisierung
                   }}

}}

  • Vorlage:Pierer-1857
  • Vorlage:Adelung-1793
  • Johann Hinrich Röding: Allgemeines Wörterbuch der Marine in allen Europæischen Seesprachen nebst vollstændigen Erklærungen. Nemnich, Hamburg / J.J. Gebauer, Halle 1793–1798.
  • Klaus Schrage: Rundhölzer, Tauwerk und Segel. Herford 1989

Einzelnachweise

<references />