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Kreuzkirche (Wittekindsberg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Kreuzkirche-Wittekindsburg.jpg
Reste der Kreuzkirche im Schutzpavillon

Die Kreuzkirche auf dem Wittekindsberg (im Übergangsbereich zum Häverstädter Berg) nahe der Porta Westfalica ist ein in den Jahren 1996/97<ref name="rüthing">Heinrich Rüthing: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Anfänge des religiösen Lebens auf dem Wittekindsberg nach den schriftlichen Quellen. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gefao.de (PDF; 127 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 42–45. ISBN 3-89534-289-0</ref> von der LWL-Archäologie für Westfalen im Areal der Wittekindsburg ausgegrabener Kirchenbau. Die Fläche der Kreuzkirche liegt in der Gemarkung Häverstädt im Stadtgebiet von Minden.<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>

Es handelt sich um mit Lehmmörtel gebundene Fundament- und Mauerreste eines Zentralbaues, der ins 10. Jahrhundert datiert wird. Der Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes ist absolut symmetrisch und etwa 14 m lang wie breit. Vier quadratische Räume (4 × 4 m) sind um einen ebenfalls 4 × 4 m großen Zentralraum angeordnet.<ref name="best">Werner Best: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Ausgrabung des vorromanischen Zentralbaus auf der Wittekindsburg (Vorbericht). (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gefao.de (PDF; 403 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 33–41. ISBN 3-89534-289-0</ref> Im südlichen und westlichen Innenraum der Kirche wurden die Reste von fünf Gräbern freigelegt. Es handelt sich um ein Frauen- und vier Kindergräber.<ref name="best" /> Der Name der Familie<ref name="schulteshummel">Tobias Schultes, Susanne Hummel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der genetische Fingerabdruck aus historischen Skeletten. DNA-Analysen zur Verwandtschaftsfeststellung der Individuen der Wittekindsburg. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gefao.de (PDF; 116 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 50–55. ISBN 3-89534-289-0</ref> und ihr Stand sind nicht bekannt. Der Bauherr der Kreuzkirche ist ebenfalls nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass es Bischof Milo von Minden (von 969 bis 996 n. Chr.) war.<ref name="amtage"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />amtage.de – Bischof Milo (969–996) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amtage.de (abgerufen im Februar 2016)</ref>

Aus dem 10. bzw. 11. Jahrhundert sind nur vier weitere direkt vergleichbare Bauwerke bekannt (St.-Laurentius-Basilika in Prag-Vyšehrad, St. Salvator in Krakau, Kapelle westlich der Klosterkirche in Schuttern und Heilig-Kreuz-Kapelle in Trier).<ref name="untermann">Matthias Untermann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kreuz und Kreis. Die kreuzförmige Kapelle auf der Wittekindsburg im Licht mittelalterlicher Zentralbauten. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gefao.de (PDF; 396 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 56–64. ISBN 3-89534-289-0</ref> Bis auf die Kirche in Trier ist von diesen Bauwerken nichts mehr zu sehen.<ref name="untermann" /> Daher ist das Bodendenkmal innerhalb der Wittekindsburg eine baugeschichtliche und historische Rarität in Europa.

Datei:Kreuzkirche-Schutzbau.jpg
Schutzpavillon der Kreuzkirche

Um die freigelegten Fundamente sichtbar zu erhalten, wurde von der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e. V. in den Jahren 2000 bis 2003 ein gläserner Schutzbau errichtet. Die Gesellschaft sammelte annähernd 200.000 € an Spendengeldern bei der heimischen Wirtschaft und bei den Bürgern der Region. Hinzu kamen noch erhebliche Sachleistungen von Dritten und eine Förderung von 70.000 € durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege.<ref>Johann-Sebastian Kühlborn: Vergangenes und Gegenwärtiges. Ein Rückblick auf die ersten zwei Jahrzehnte der GeFAO. In: Archäologie in Ostwestfalen 13, 2017, 7–15, ISBN 978-3-95741-075-7.</ref> Der Schutzbau darf nur zu Wartungszwecken betreten werden. Alleinige Eigentümerin des Grundstücks und des Schutzbaus ist die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e. V.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Kreuzkirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Werner Best: Die Ausgrabung des vorromanischen Zentralbaus auf der Wittekindsburg (Vorbericht) (Online; PDF; 403 kB)
  • Heinrich Rüthing: Die Anfänge des religiösen Lebens auf dem Wittekindsberg nach den schriftlichen Quellen (Online; PDF; 127 kB)
  • Tobias Schultes, Susanne Hummel: Der genetische Fingerabdruck aus historischen Skeletten. DNA-Analysen zur Verwandtschaftsfeststellung der Individuen der Wittekindsburg (Online; PDF; 116 kB)
  • Matthias Untermann: Kreuz und Kreis. Die kreuzförmige Kapelle auf der Wittekindsburg im Licht mittelalterlicher Zentralbauten (Online; PDF; 396 kB)
  • Kreuzkirche Wittekindsberg
  • Schutzbau mit Liste der Sponsoren

Koordinaten: 52° 14′ 54″ N, 8° 52′ 53″ O

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