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Kreszenzia Hölzl

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Kreszenzia Hölzl (auch Zenzi, Kreszentia oder Creszentia; * 28. November 1893 als Kreszentia Luger in Wallern im Böhmerwald;<ref name="Geburtsbuch Wallern">Staatliches Gebietsarchiv Třeboň, Geburtsbuch der Pfarre Wallern 1874–1898, Nr. 95/1893 (online)</ref> † 25. August 1958) war eine österreichische Politikerin (SPÖ).

Leben

Kreszentia Luger, eine Tochter des Hammerschmieds Leopold Luger und seiner Frau Kreszentia, geb. Altendorfer,<ref name="Geburtsbuch Wallern" /> heiratete 1918 in Gloggnitz den Bäcker Raimund Hölzl.<ref>Pfarre Gloggnitz, Trauungsbuch Band 11 (1910–1919), Nr. 4/1918 (online auf Matricula)</ref> Dort arbeitete sie in der Tabaktrafik, die ihr Mann als Kriegsinvalide des Weltkrieges erhalten hatte. In der Zeit des Austrofaschismus war die Trafik ein Treffpunkt der Sozialisten.<ref>https://oe1.orf.at/programm/435329 Ö1: Radiokolleg – Frauen in der Politik. Brigitte Voykowitsch: Pionierinnen (2), orf.at, 26. April 2016, gehört 26. April 2016. – 7 Tage nachhörbar. (https://oe1.orf.at/radiokolleg )</ref>

Politik

Datei:Gloggnitz, Naturbad (Bild 1).jpg
Das Naturbad in Gloggnitz

Von 1945 bis 1949 war Hölzl Abgeordnete im Landtag von Niederösterreich. Im Jahr 1948 wurde sie Bürgermeisterin in Gloggnitz und war die erste Frau, die dieses Amt in einer österreichischen Stadtgemeinde innehatte.<ref>Eine Frau – Bürgermeister von Gloggnitz. In: Neues Österreich. Nr. 1132, 9. Januar 1949, S. 5 (Scan auf onb.ac.at).</ref> Bereits im Juni 1946 hatte die kommunistische Zeitung Österreichische Volksstimme vermeldet, dass in der Gemeinde Oberhaag „die Bauerntochter Maria Rothschäd[e]l zur Bürgermeisterin gewählt“ wurde und die erste Bürgermeisterin Österreichs sei.<ref name="Volksstimme 1946-06-06">Meldung: Die erste Bürgermeisterin. In: Österreichische Volksstimme. Nr. 30, 6. Juni 1946, S. 3: Chronik des Tages (Scan auf onb.ac.at, siehe Seitenmitte).</ref> Ab 1947 war außerdem Ottilie Ninaus Bürgermeisterin der 1968 aufgelösten Gemeinde Sierling.<ref>In der Einschicht: "Bürgermeisterin". In: Neue Zeit. Nr. 152, 3. Juli 1949, S. 3 (Scan auf onb.ac.at).</ref> Hölzl übte dieses Amt bis 1958 aus und setzte sich in ihrer Amtszeit für die Erbauung des Alpenbades Gloggnitz ein, errichtete eine Mutterberatungsstelle und forcierte die Erneuerung der Wasserversorgung. In ihrer Heimatstadt wurde nach ihr die Zenzi-Hölzl-Straße benannt.<ref>Zenzi-Hölzl-Straße · 2640 Gloggnitz, Österreich. Abgerufen am 29. Dezember 2025.</ref>

Weblinks und Literatur

Einzelnachweise

<references />

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