Kremser Eisenbahnbrücke
| Kremser Eisenbahnbrücke | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nutzung | Eisenbahnbrücke | |||||
| Überführt | Kremser Bahn | |||||
| Querung von | Donau Straße Pfeilerlacke Donau | |||||
| Ort | Krems und Mautern an der Donau | |||||
| Konstruktion | Fachwerkbrücke | |||||
| Gesamtlänge | 685 m | |||||
| Breite | 7 m | |||||
| Längste Stützweite | 82 m | |||||
| Eröffnung | 1889 | |||||
| Planer | Ignaz Gridl | |||||
| Lage | ||||||
| Koordinaten | 48° 24′ 9″ N, 15° 36′ 6″ O
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Die Kremser Eisenbahnbrücke ist eine Fachwerkbrücke über die Donau in Niederösterreich. Sie verbindet die Stadt Krems mit der Gemeinde Mautern an der Donau. Sie dient dem Zugverkehr der eingleisigen Kremser Bahn zwischen der Stadt an der Donau und der Tullnerfelder Bahn in Herzogenburg und zugleich als Träger öffentlicher Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Telekommunikation.<ref name="baufach" /> Westlich befindet sich die Mauterner Brücke, östlich die Donaubrücke Krems, zwei Straßenbrücken.
Beschreibung
Die insgesamt 685 m lange Brücke hat vier Halbparabelträger mit Stützweiten von 82 m über den Stromöffnungen und zwei Halbparabelträger mit 63 m über den Vorlandöffnungen. Auf der linken Donauseite schließen sich drei und auf der rechten Seite vier Balkenbrücken von jeweils 32 m Stützweite an.
Geschichte
Die Brücke wurde 1889<ref name="struc">Kremser Donaubrücke. In: StructuraeVorlage:Abrufdatum</ref> von der Fabrik Ig. Gridl gebaut, dem führenden österreichischen Stahlbauunternehmen seiner Zeit. Unmittelbar vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai 1945, wurde sie auf Befehl des Oberst Ferdinand Soche gesprengt.<ref>Der letzte Befehl des Oberst Soche (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF; 1,3 MB). In: Der lange Weg der Befreiung. April 1985, Herausgeber Robert Streibel, S. 29ff.</ref> Zunächst wurde eine Rollfähre eingesetzt, im Dezember 1951<ref>27.12.1951 Befahrbarkeit der Kremser Eisenbahnbrücke in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)</ref> war die Brücke wieder befahrbar. Mit gleichem Tag konnte sowohl der Fährbetrieb der Rollfähre als auch der Haltestelle Palt-Rollfähre südlich der Donau eingestellt werden.
Von 1986 bis 1991 wurde sie einer Generalüberholung unterzogen.<ref>Geschichte der Krems-Stein Donaubrücken. In: Österreichische Ingenieur- und Architekten-Zeitschrift. Jg.: 151, Nr. 7/8/9, 2006, S. 159–166.</ref> Dabei wurden die verbleibenden ursprünglichen Tragwerke ersetzt.<ref name="struc" />
Am 17. Dezember 2005 wurde sie durch ein 8000 Tonnen<ref name=baufach>Schiffanprall an die Eisenbahnbrücke in Krems, Schadensausmaß, Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen. Österreichische Ingenieur- und Architekten-Zeitschrift, Jg.: 151, Nr. 7/8/9, 2006, S. 150–158.</ref> schweres Schubschiff beschädigt, das wegen plötzlicher Ohnmacht des Kapitäns seine Fahrtrichtung änderte und mit einem der Pfeiler kollidierte.<ref>Schubschiff krachte gegen Eisenbahnbrücke. Meldung des Österreichischen Rundfunks, 17. Dezember 2005.</ref><ref>Bilder der Bergungsaktion (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf uebl.at</ref><ref name=ris>RIS - Justiz - Entscheidungstext 2Ob33/10g, abgerufen am 17. September 2012.</ref> Dieser wurde um 2,17 m flussaufwärts verschoben,<ref>Schiffanprall an die Eisenbahnbrücke in Krems - Permanente Standsicherheitsprüfung durch dynamische Messungen. In: Österreichische Ingenieur- und Architekten-Zeitschrift. Jg.: 151, Nr. 7/8/9, 2006, S. 217–223.</ref> so dass die Brücke gesperrt werden musste. Um die Sanierung vorzubereiten, wurde eine Simulation durchgeführt, in der erstmals der Eurocode für außergewöhnliche Einwirkungen auf Tragwerke angewandt wurde.<ref>Thomas Simandl, Johann Glatzl, Bernhard Schweighofer, Stefan Blovsky: Schiffsanprall an die Eisenbahnbrücke in Krems. Erstmalige Anwendung des neuen Eurocode EN 1991-1-7 für Außergewöhnliche Einwirkungen. In: Beton- und Stahlbetonbau, 101, 2006, S. 722–728.</ref> Etwa ein Jahr nach der Kollision konnte der Zugbetrieb wieder aufgenommen werden.<ref>Zug fährt wieder über Kremser Donaubrücke. Meldung des Österreichischen Rundfunks, 18. Dezember 2006.</ref> Die Klage der ÖBB Infrastruktur AG auf Schadenersatz für die Reparatur der Brücke über rund 5,9 Millionen Euro wurde abgewiesen.<ref name=ris/>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2019-04
- Eisenbahnbrücke in Österreich
- Brücke in Niederösterreich
- Donaubrücke
- Stahlbrücke
- Fachwerkbrücke in Österreich
- Verkehrsbauwerk in Krems an der Donau
- Erbaut in den 1880er Jahren
- Brücke in Europa