Zum Inhalt springen

Kreis Posen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Kreis Posen 1798.jpg
Der Kreis Posen in Südpreußen
Datei:Kreis Posen 1821.png
Der Kreis Posen in der Provinz Posen

Der Kreis Posen bestand von 1793 bis 1807 in der preußischen Provinz Südpreußen und von 1815 bis 1887 im Süden der preußischen Provinz Posen. Das ehemalige Kreisgebiet gehört heute im Wesentlichen zum Powiat Poznański in der polnischen Woiwodschaft Großpolen.

Der Landkreis Posen war außerdem während des Zweiten Weltkrieges eine deutsche Verwaltungseinheit im besetzten Polen (1939–1945).

Geschichte

Das Gebiet um die westpolnische Stadt Posen gehörte nach der Zweiten Teilung Polens von 1793 bis 1807 zum Kreis Posen in der preußischen Provinz Südpreußen.<ref>Historisch statistisch topographische Beschreibung von Südpreußen, 1798</ref> Durch den Frieden von Tilsit kam das Gebiet 1807 zum Herzogtum Warschau und bildete nun einen Powiat der Präfektur Posen. Das Kreisgebiet fiel nach dem Wiener Kongress am 15. Mai 1815 erneut an das Königreich Preußen und wurde Teil des Regierungsbezirks Posen der Provinz Posen.

Bei den preußischen Verwaltungsreformen wurde zum 1. Januar 1818 im Regierungsbezirk Posen eine Kreisreform durchgeführt, bei der der Kreis Posen deutlich verkleinert wurde. Der Westteil des Kreises kam zum neuen Kreis Buk.<ref name="huba">Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn; Band 2, Teil 1: Provinz Posen. bearbeitet von Dieter Stüttgen, 1975, ISBN 3-87969-109-6</ref> Kreisstadt und Sitz des Landratsamtes war die Stadt Posen, die kreisfrei blieb.

Als Teil der Provinz Posen wurde der Kreis Posen am 18. Januar 1871 Teil des neu gegründeten Deutschen Reichs, wogegen die polnischen Abgeordneten im neuen Reichstag am 1. April 1871 protestierten.

Am 1. Oktober 1887 wurde der Kreis aufgelöst und in die beiden neuen Kreise Posen-West und Posen-Ost aufgeteilt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1818 35.001 f}}</ref>
1839 42.927 f}}</ref>
1871 56.753 <ref name="g1871">Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Posen und ihre Bevölkerung 1871</ref>

Von den Einwohnern des Kreises waren ca. 74 % Polen, 25 % Deutsche und 1 % Juden.<ref>Volkszählungsergebnis 1890 für die Kreise Posen-Ost und Posen West als Anhaltspunkt</ref>

Politik

Landräte

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Wahlen

Der Kreis Posen bildete zusammen mit der kreisfreien Stadt Posen den Reichstagswahlkreis Posen 1. Der Wahlkreis wurde bei allen Reichstagswahlen zwischen 1871 und 1887 von Kandidaten der Polnischen Fraktion gewonnen: Vorlage:Mehrspaltige Liste

Kommunale Gliederung

Zum Kreis Posen gehörten die beiden Städte Schwersenz und Stenschewo. Die Landgemeinden und Gutsbezirke waren anfangs in (kleineren) Woytbezirken (polnisch „wójt“ = deutsch „Vogt“) und später in größeren Polizeidistrikten zusammengefasst.

Gemeinden

1871 gehörten die folgenden Gemeinden zum Kreis:<ref name="g1871"/> Vorlage:Mehrspaltige Liste

Der Landkreis Posen im besetzten Polen (1939–1945)

Datei:Wartheland.png
Regierungsbezirke und Kreise im Reichsgau Wartheland

Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg bildeten die deutschen Besatzungsbehörden im besetzten Polen den Landkreis Posen. Die am 26. Oktober 1939 vollzogene Annexion des Gebietes durch das Deutsche Reich war als einseitiger Akt der Gewalt völkerrechtlich aber unwirksam. Die deutsche Besatzungsmacht ermordete die jüdische Bevölkerung und vertrieb einen großen Teil der polnischen Bevölkerung. Die neu angesiedelten Deutschen flohen gegen Ende der deutschen Besetzung wieder. Mit dem Einmarsch der Roten Armee im Januar 1945 endete die deutsche Besetzung.

Landkommissar

1939–999900Hans Gehrels (1904–1998)

Landräte

1939–194300Hans Gehrels
1943–194500Harry Siegmund (1910–2009) (vertretungsweise)

Kommunale Gliederung

Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg erhielt nur Schwersenz 1943 die Stadtrechte laut Deutscher Gemeindeordnung von 1935, die übrigen Gemeinden wurden in Amtsbezirken zusammengefasst.

Literatur

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:|{{{1}}}|Kreis Posen}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if: 00

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if:

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left||9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

  • Kreis Posen Verwaltungsgeschichte und die Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke), Stand 17. August 2013.

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Navigationsleiste Kreise in der Provinz Posen

{{#ifeq: g | p | | {{#if: 7749347-3 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: g | p | {{#if: 7749347-3 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: g | p | {{#if: 7749347-3 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: g | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: g | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: g | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: g | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung