Zum Inhalt springen

Krassacher Mühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Krassacher Mühle

Datei:Krassacher Mühle II.JPG
Blick auf das Gebäudeensemble der Krassacher Mühle

Blick auf das Gebäudeensemble der Krassacher Mühle

Lage und Geschichte
Koordinaten 50° 3′ 51″ N, 11° 15′ 7″ O
 {{#coordinates:50,064052|11,251945|
dim=1000 globe= name=Krassacher Mühle region=DE-BY type=building
  }}

Standort DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Gewässer Krassach
Erbaut Vor 1286, Neubau 1799
Stillgelegt 1925
Zustand Mühlentechnik entfernt; Mühlengebäude dient als Wohnhaus
Technik
Nutzung Getreide-, Öl- und Schneidmühle

Mahlwerk Von 1799 bis 1925 einen Getreidemahlgang, einen Ölpressgang und in einem Nebengebäude einen Schneidgang
Antrieb Wassermühle
Wasserrad Von 1799 bis 1925 zwei und eines an einem Nebengebäude, seitdem eine Francis-Turbine

Die Krassacher Mühle<ref name="böhm2000-40">Böhm (2000), S. 40–41.</ref> ist eine ehemalige Getreide-, Öl- und Schneidmühle am Anfang des Bärentals, südlich von Weismain. Als geschütztes Baudenkmal wird die Mühle vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unter der Denkmalnummer D-4-78-176-113 geführt.<ref>Mühle, Krassacher Mühle 1, geodaten.bayern.de, abgerufen am 30. Dezember 2012.</ref>

Geschichte

Datei:Krassacher Mühle (Rückansicht) II HDR.jpg
Blick auf die Rückseite der Krassacher Mühle sowie ein Nebengebäude. An beiden befanden sich ehemals Wasserräder.

Die Krassacher Mühle wurde erstmals im Jahr 1286 als „muelswien da ze Krazza“<ref name="george">George (2011), S. 111.</ref> erwähnt.<ref name="böhm2000-40" /> Weitere Namen sind mit „mul zu Crassach“ aus dem Jahr 1422 und „(Krassach mit der) Schaumbergschen mule“ von 1520 überliefert. Letztere Nennung gibt Auskunft, dass die Mühle spätestens zu Beginn der frühen Neuzeit im Besitz der Familie von Schaumberg war.<ref name="george" /> Aus dem (Spät-)Mittelalter sind hingegen kaum nennenswerte geschichtliche Fakten überliefert.<ref name="böhm2000-40" />

Im Jahr 1799 wurde vom Neubau der Mühle berichtet.<ref name="böhm2000-40" /> Die beiden Mühlräder waren fortan in zwei Stockwerken versetzt angeordnet und trieben zwei Gänge, einen zum Getreidemahlen und einen für eine Ölpresse an.<ref name="böhm2000-40" /> Ein weiteres Wasserrad diente einem Schneidgang in einem Nebengebäude.<ref name="böhm2000-40" /> Im 19. Jahrhundert bestand das Anwesen aus dem Mühlengebäude, Stallungen, zwei Stadeln, einem Backofen, dem Hofraum und einem Bienenhaus.<ref name="böhm2000-40" />

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Nebengebäude mit der Schneidmühle abgerissen und 1925 die Mühle mit einer Durchströmturbine als Elektrizitätswerk umgebaut.<ref name="böhm2000-40" /><ref name="mühlen2012"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mühlen 2012, Tourist Information Oberes Maintal-Coburger Land, Lichtenfels 2012, PDF (131 kB), S. 2 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberesmaintal-coburgerland.com</ref> Dabei verschwanden auch die Mühlräder.<ref name="böhm2000-40" /> Heute ist die Mühle ein privates Wohnhaus.<ref name="böhm2000-40" />

Architektur

Das Mühlengebäude besteht aus dem massiven Erdgeschoss aus Sandsteinquadern und dem Fachwerkgeschoss darüber, das mit Andreaskreuzen ausgesteift ist.<ref name="böhm2000-40" /> Die Steine in den Grundmauern des Hauptgebäudes und der Nebengebäude stammen aus der 1747 abgerissenen Burg Niesten.<ref name="Dechant">Dechant (2010), S. 64.</ref> Ein zweigeschossiges Satteldach schließt die Mühle oben ab.<ref name="böhm2000-40" /> Am Rande des Mühlenhofs, der in einer Senke steht, befindet sich eine alte Linde als Hofbaum.<ref name="böhm2000-40" />

Literatur

  • Jutta Böhm: Mühlen-Radwanderung. Routen: Kleinziegenfelder Tal und Bärental, Umweltstation Weismain des Landkreises Lichtenfels, Weismain/Lichtenfels (Landkreis Lichtenfels), 2000, 52 S. (zahlr. Ill., Kt.)
  • Alois Dechant, Gerhard W. Peetz: Wanderführer Weismain. Marie Link Verlag, Kronach, 2010
  • Dieter George: Die Ortsnamen des Raumes Weismain. In: Günter Dippold (Hrsg.): Weismain – Eine fränkische Stadt am nördlichen Jura 1. Dechant Bau GmbH, Weismain 2011, ISBN 978-3-9814302-0-2

Siehe auch

Weblinks

Commons: Krassacher Mühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />