Krasny Bor (Sondermülldeponie)
Krasny Bor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist der Name der größten Sondermülldeponie Nordwestrusslands, welche die einzige Annahmestelle für Sondermüll für die Stadt Sankt Petersburg ist. Sie befindet sich 30 km von Sankt Petersburg, 2 km von der Siedlung Krasny Bor und 5 km von der Stadt Kolpino entfernt, auf dem Gebiet der Oblast Leningrad. In der Deponie lagern mehr als eineinhalb Millionen Tonnen toxischer Abfälle, mit steigender Tendenz. Die Deponie hat die dafür reservierte Fläche von 73 Hektar fast erschöpft<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel «Сбор, переработка и обезвреживание промышленных и бытовых отходов» auf dem offiziellen Portal der Stadtverwaltung Sankt Petersburgs ( vom 4. Mai 2011 im Internet Archive)</ref> und stellt damit eine ökologische Bedrohung für die Umgebung dar.<ref name="Гликман2004">Гликман А. Г. Свойства зон тектонических нарушений (ЗТН) // журнал «Жизнь и Безопасность», 2004.</ref>
Nahe der Stadt Kolpino befinden sich mächtige Formationen von hochdichtem Ton aus der Zeit des Kambriums. Aus diesem Grund wählte man Krasny Bor für die Lagerung von hochgiftigen Abfällen der chemischen Industrie. Die Sondermülldeponie wurde im Jahre 1970 in Betrieb genommen.
Eine Zeit lang glaubte man, dass der Ton die volle Dichtheit der Deponie gewährleisten und das Entrinnen der flüssigen Abfälle in die Umwelt verhindern würde. Mitte der 1990er Jahre stellte man jedoch fest, dass die Tonschichten nicht dicht sind. Dies führt zu einer Verschmutzung der angrenzenden Felder, Flüsse und auch der Atmosphäre. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Fläche, die für die Deponie reserviert ist, fast ausgeschöpft ist.
Ereignisse
Während der Untersuchung der Arbeit der Deponie Krasny Bor im Mai–Juni 2007 wurden gravierende Mängel und schwere Verstöße gegen die russische Umweltschutz-Gesetzgebung festgestellt. Die Prüfung erfolgte durch den föderalen Dienst für ökologische, technologische und atomare Überwachung (Rostekhnadzor).<ref>Ростехнадзор завершил проверку полигона опасных промышленных отходов «Красный Бор» // «REGIONS.RU/Новости Федерации». 2007</ref>
Die Gouverneurin von Sankt Petersburg Walentina Matwijenko befürwortete das Projekt für den Bau einer neuen Deponie in Krasny Bor, allerdings lehnte sie die „zu hohe“ Summe der Finanzierung aus dem Stadtbudget ab und schlug vor den Beschluss des Projekts aufzuschieben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Красный Бор прирастёт новым могильником ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Oktober 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. // «47News», 23/10/2007</ref>
Am Mittag des 24. Mai 2008 brannten auf dem Territorium der Deponie Fässer mit Gasöl. Das Feuer hat sich auf 200 m² ausgebreitet und konnte trotz der aktiven Arbeit der Spezialeinheiten nicht gestoppt werden. Nach einigen Stunden brannten bereits chemische Abfälle auf einer Fläche von 1800 m², erst gegen 21:30 Uhr wurde der Brand lokalisiert.<ref>Горит крупнейший на северо-западе России полигон химотходов // БРЯНСК.RU</ref> Eine Analyse der Atmosphäre nach dem Brand hat gezeigt, dass der MAK-Wert der giftigen Stoffe in den Orten Krasny Bor, Uljanowka, Nikolskoje und Kolpino nicht überschritten wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Превышения ПДК отравляющих веществ в воздухе вокруг «Красного бора» не зафиксировано ( des Vorlage:IconExternal vom 15. Juli 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. // Портал Северо-Запада России. 16:00 25. Mai 2008</ref> Der Gouverneur der Oblast Leningrad Serdjukow sagte, dass die Ursachen des Vorfalls noch nicht geklärt seien; die Behörden der Oblast Leningrad zögen die Möglichkeit in Betracht, die Abfälle am Standort Krasny Bor zu recyceln.<ref name="spb.rbc.ru27. Mai 2008"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Власти Ленинградской обл. рассматривают возможность утилизации отходов на полигоне «Красный бор». ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Mai 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. // Новости СПб. РБК, 27. Mai 2008, Санкт-Петербург 15:14:48</ref>
Am 7. Juni 2019 im Rahmen des Sankt Petersburger Wirtschaftsforums unterzeichneten der Umweltminister der Russischen Föderation Dmitri Kobylkin und der Gouverneur von Sankt Petersburg Alexander Beglow ein Dokument, das die Rekultivierung der Deponie regelt. Somit wurde die Zuständigkeit für die Deponie an Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen der Russischen Föderation übertragen.<ref>Беглов передал полигон «Красный Бор» в ведение Минприроды. Abgerufen am 27. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Rekultivierung des Areals findet im Rahmen des Projekts „Sauberes Land“ statt und wird bis 2024 dauern.<ref>Минприроды РФ: Полигон "Красный бор" должен быть ликвидирован к 2024 г. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Dezember 2019; abgerufen am 27. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Weblinks
- Website der Deponie (russisch)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 59° 42′ 28,4″ N, 30° 42′ 17,8″ O
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