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Korosten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{#if: befasst sich mit der Stadt in der Ukraine, für Informationen zum gleichnamigen Dorf in der Oblast Tschernihiw siehe Korosten (Dorf).

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  1. WEITERLEITUNG Vorlage:ukS-Cyrl

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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA. und {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=pl|SCRIPTING=Latn|SERVICE=polnisch}}) ist eine Stadt und das Zentrum des gleichnamigen Rajons in der Oblast Schytomyr in der Ukraine. Mit etwa 56.000 Einwohnern (2025)<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> ist Korosten die drittgrößte Stadt der Oblast.

Datei:Korosten2.JPG
Gebäude der Rajonsverwaltung mit Lenindenkmal

Geografie

Korosten ist mit einer Fläche von 3385,1 Hektar nach Schytomyr die flächenmäßig zweitgrößte Stadt der Oblast.<ref>Vorlage:Webarchiv; abgerufen am 7. Oktober 2019 (ukrainisch)</ref> Die Stadt liegt am Ufer der Usch 87 km nördlich der Oblasthauptstadt Schytomyr, 150 km westlich der Landeshauptstadt Kiew und 60 km südlich der belarussischen Grenze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Вокзал станції Коростень.jpg
Bahnhof Korosten

Korosten ist ein wichtiger Verkehrsknoten an den Bahnstrecken Kowel–Kiew und Kelmenzi–Kalinkawitschy. Durch dir Stadt verläuft die Fernstraße M 21, die im Norden der Stadt die von Ost nach West die Ukraine durchquerende Nordbahn (Europastraße 373/M 07) kreuzt.

In der Umgebung der Stadt werden wertvolle Sorten an Granit gewonnen. In der Stadt befindet sich eine Porzellanfabrik.

Geschichte

Die Stadt wurde vermutlich im 9. Jh. auf einem Granithügel gegründet und hieß damals Iskorosten. Der Name bedeutet ‚Wände mit Baumrinde‘. Eine alternative Deutung geht von einem warägischen, d. h. schwedisch-normannischen Ursprung des Namens aus – í skárpsteina würde demnach „auf dem spitzen/schroffen Fels“ bedeuten, was sich gut deckt mit der Ortslage auf dem Granithügel in einer ansonsten flachen Gegend. Die Ortsgründung selbst wird wohl von Drewljanen erfolgt sein, nur der Name der Siedlung geht auf nordische Wurzeln und Überlieferung zurück; er wandelte sich unter slawischem Einfluss im Laufe der Zeit zu Iskorosten.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Iskorosten wurde 914 erstmals urkundlich erwähnt. Damals war es die Hauptstadt der Drewljanen, eines ostslawischen Stammes. 945 ließ Fürstin Olga von Kiew die Stadt aus Rache für ihren von Drewljanen getöteten Ehemann Igor von Kiew belagern, einnehmen und niederbrennen. Iskorosten gehörte danach zur Kiewer Rus.

1240 wurde die Stadt von den Mongolen erobert. Ab 1370 gehörte Iskorosten zu Litauen, später zu Polen. 1589 erhielt sie die Stadtrechte nach Magdeburger Recht. 1649–1667 gehörte die Stadt dem Kosakenstaat von Bohdan Chmelnyzkyj, danach fiel sie zurück an Polen. Nach der dritten polnischen Teilung 1795 kam die Stadt unter russische Hoheit. Damals war sie eine kleine Provinzstadt.

Datei:Korosten4.JPG
Orthodoxe Kirche in Korosten

20. Jahrhundert

1902 wurde hier eine Eisenbahnstation gebaut. Der Ort wurde in Korosten umbenannt und erhielt am 1. Januar 1926 den Status einer Stadt. Im Zweiten Weltkrieg gehörte Korosten nach der Einnahme durch die 62. Infanterie-Division der deutschen Wehrmacht ab Juli 1941 zum Reichskommissariat Ukraine. Nachdem im Jahre 1939 aufgrund von Fluchtbewegungen aus der Umgegend die jüdische Bevölkerung 10.991 Personen, d. h. 36 % der Gesamtbevölkerung, betragen hatte, wurden von 1941 bis 1943 im Rahmen des Holocaust in Korosten und Umgebung 6.000 bis 7.000 Juden umgebracht.<ref>Yad Vashem: Korosten</ref> Ende 1943 wurde die Stadt im Zuge ihrer Rückeroberung durch die Rote Armee weitgehend dem Erdboden gleichgemacht.

In Korosten bestand das Kriegsgefangenenlager 110 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des 2. Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref>

Korosten wurde 1986 vom Tschernobyl-Unfall schwer getroffen.

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Korosten (Vorlage:UkS/Korostenska miska hromada), zu dieser zählen auch noch die 42 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer sowie die Ansiedlung Sokoryky,<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 711-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Житомирської області"</ref> bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Korosten (Коростенська міська рада/Korostenska miska rada) im Zentrum des Rajons Korosten.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Korosten Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Bardy Барди Барды
Berestowez Берестовець Берестовец
Bechy Бехи Бехи (Bechi)
Boljarka Болярка Болярка
Bulachiwka Булахівка Булаховка (Bulachowka)
Chodaky Ходаки Ходаки (Chodaki)
Cholosne Холосне Холосно (Cholosno)
Chotyniwka Хотинівка Хотиновка (Chotinowka)
Dibrowa Діброва Диброва
Didkowytschi Дідковичі Дедковичи (Dedkowitschi)
Domolotsch Домолоч Домолочь
Horbatschi Горбачі Горбачи (Gorbatschi)
Hrosyne Грозине Грозино (Grosino)
Iskorost Іскорость Искорость
Kalenske Каленське Каленское (Kalenskoje)
Klotschewe Клочеве Клочевое (Klotschewoje)
Korma Корма Корма
Koschuchiwka Кожухівка Кожуховка (Koschuchowka)
Kupetsch Купеч Купеч
Mala Subiwschtschyna Мала Зубівщина Малая Зубовщина (Malaja Subowschtschina)
Majdaniwka Майданівка Майдановка (Maidanowka)
Medyniwka Мединівка Мединовка (Medinowka)
Meschyritschka Межирічка Межиречка (Meschiretschka)
Mychajliwka Михайлівка Михайловка (Michailowka)
Nemyriwka Немирівка Немировка (Nemirowka)
Nowaky Новаки Новаки (Nowaki)
Nywky Нивки Нивки (Niwki)
Obychodiwka Обиходівка Обиходовка (Obichodowka)
Pleschtschiwka Плещівка Плещевка (Pleschtschewka)
Rostjaschyn Розтяжин Растяжин (Rastjaschin)
Obychody Обиходи Обиходы (Obichody)
Sarnowytschi Сарновичі Сарновичи (Sarnowitschi)
Schatryschtsche Шатрище Шатрище (Schatrischtsche)
Slobytschi Злобичі Злобичи (Slobitschi)
Soboliwka Соболівка Соболевка (Sobolewka)
Sokoryky Сокорики Сокорики (Sokoriki)
Stremyhorod Стремигород Стремигород (Stremigorod)
Subiwschtschyna Зубівщина Зубовщина (Subowschtschina)
Subyne Субине Субино (Subino)
Synhaji Сингаї Сингаи (Singai)
Waskowytschi Васьковичі Васьковичи (Waskowitschi)
Welykyj Lis Великий Ліс Великий Лес (Weliki Les)
Woronewe Вороневе Воронево (Woronewo)

Bevölkerungsentwicklung

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Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Schytomyr

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