Kornwerderzand
| Vorlage:Platzhalterbild Flagge |
Vorlage:Platzhalterbild Wappen | |||||
| Staat | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande
| |||||
| Provinz | Datei:Frisian flag.svg Fryslân | |||||
| Gemeinde | Flagge der Gemeinde Súdwest-Fryslân Súdwest-Fryslân | |||||
| Fläche – Land – Wasser |
1,64 km² 1,64 km² 0 km² | |||||
| Einwohner | 0 (1. Jan. 2024<ref name="cbs">Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 14. Oktober 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024.</ref>) | |||||
| Koordinaten | 53° 4′ N, 5° 20′ O
{{#coordinates:53,073055555556|5,3333333333333|primary
|
dim= | globe= | name= | region=NL-FR | type=city
}} |
| Bedeutender Verkehrsweg | A7 E 22 | |||||
| Vorwahl | 0517 | |||||
| Postleitzahlen | 8752, 8754 |
Kornwerderzand ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ursprünglich der Name einer „Arbeitsinsel“, die angelegt wurde, bevor in den Niederlanden der Abschlussdeich zur Abtrennung der damaligen Zuiderzee von der Nordsee ab 1927 gebaut und 1932 fertiggestellt wurde. Der Name bezieht sich auf das am friesischen Ufer des heutigen IJsselmeeres gelegene Dorf Kornwerd.
Die Insel heute
Heute ist Kornwerderzand an das friesische Festland angebunden, zählt momentan keine Einwohner (Stand: 1. Januar 2024),<ref name="cbs" /> und ist Teil der Gemeinde Súdwest-Fryslân. Hier befinden sich ein großer Sielkomplex (siehe Lorentzsluizen) und ein Schiffsdurchlass als Verbindung von IJsselmeer und Nordsee. Auf der Insel sind noch umfangreiche Festungsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg (Teil der Festung Holland) zu finden, die aus 17 Kasematten und drei Bunkern bestehen. An der Westseite der Insel haben die Zuiderzeewerke einen großen Fischdurchlass (ndl.:Vismigratie) errichtet, der für die Fischwanderung einen sanften Übergang vom Süß- zum Salzwasser und umgekehrt darstellt.<ref name="vis" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Festungsanlagen
1931 wurde mit dem Bau der Kasematten begonnen, die im April 1934 bezogen werden konnten. 1939 wurden die Stellungen in Kornwerderzand mit 220 niederländischen Soldaten besetzt. Am 10. Mai 1940 drangen die Deutschen in die Niederlande ein. Am 13. Mai 1940 konnten die Niederländer ein deutsches Vordringen bei Kornwerderzand verhindern. Nach dem Bombenangriff auf Rotterdam kapitulierten die Niederländer jedoch und übergaben die Kasematten in Kornwerderzand am 14. Mai 1940 an die Wehrmacht. 1943 bauten die deutschen Besatzer drei weitere Bunker (Bunker 18, 19 und 20).
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Kasematten nicht mehr benötigt und zunächst dem Verfall preisgegeben. Mit Hilfe einer Stiftung und dem Einsatz ehrenamtlicher Helfer konnten die Festungsanlagen Ende des 20. Jahrhunderts in Teilen in den Ursprungszustand versetzt werden.
Heute sind sechs Kasematten und einer der Bunker für Besucher zugänglich. Zu besichtigen sind die Aggregat-Kasematte, die Küchen-Kasematte XIV, die Kommando-Kasematte IV, die Mitrailleur-Kasematte V, die Kanonenkasematte VI, die Scheinwerferkasematte VII und der deutsche Bunker 18.
Siel und Tidesperrwerk
Die Lorentzsluizen sind 1933 in Betrieb genommen worden und haben heute den Status eines Kulturdenkmals (Rijksmonument) in den Niederlanden. Der Sielkomplex ist nach dem Leiter der Vorstudien zum Bau des Abschlussdeiches, dem Physiker Hendrik Lorentz, benannt. Die zwei fünffeldrigen Sielanlagen sorgen, neben dem anderen Sielkomplex der Stevinsluizen am anderen Ende bei Den Oever, mit einem mittleren Durchfluss von rund 220 m³/s für die Entwässerung des IJsselmeeres in die Nordsee. Sie nehmen damit den vierten Rang unter den fünf Mündungspunkten des Rhein-Systems ein. Durch die doppelten Hubtore in den Sieldurchlässen wirkt die Anlage auch als Sturmflutsperrwerk.<ref>Anm.: Nach Hoek van Holland, Haringvlietdam und Den Oever, sowie vor IJmuiden</ref>
-
Durchfahrt zum IJsselmeer (Lorentzsluizen)
-
Das moderne Schleusenhaus (Lorentzsluizen)
-
Bunker auf Kornwerderzand
Weblinks
- Website des Kazemattenmuseum (niederländisch)
Einzelnachweise
<references> <ref name="vis"> De Vismigratierivier. In: vismigratierivier.nl. Abgerufen am 28. Januar 2025. </ref> </references>