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Kontraobaveštajna služba

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Der Kontraobaveštajna služba ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch Dienst für Gegenaufklärung), kurz KOS, war der 1946 aus der Odjeljenje za zaštitu naroda (OZN) hervorgegangene Militärgeheimdienst der Jugoslawischen Volksarmee.

Der KOS stellte das militärische Pendant zum zivilen Geheimdienst Uprava državne bezbednosti (UDB) dar. Die meisten Aktivitäten des Dienstes sind weiterhin als militärisches Geheimnis klassifiziert und sind daher nicht einsehbar.

Jugoslawienkriege

Die Rolle des KOS beim Zerfall Jugoslawiens und der Jugoslawienkriege kann aber in groben Zügen anhand der öffentlichen Berichterstattung nachvollzogen werden (siehe Operation Labrador und Operation Opera). Hierbei wurden unter anderem von diesem jugoslawischen Geheimdienst Sprengstoffanschläge auf Gräber jüdischer Persönlichkeiten auf dem Mirogoj-Friedhof in der kroatischen Hauptstadt Zagreb begangen. Zielsetzung war es, der Weltöffentlichkeit ein faschistoides Kroatien darzustellen.<ref>International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia, 'questioning' transcripts on Operations "Labrador" and "Opera".</ref>

Der KOS war auch am Durchbrechen des 1992 verhängten UN-Embargos gegen Serbien durch Verbindungen in die Nachbarstaaten und Griechenland beteiligt. Eisenbahntankwaggons mit Benzin kamen aus Bulgarien, Tankschiffe aus Rumänien, kleinere Mengen aus Albanien. Im Mittelpunkt stand der Unternehmer Vanja Bokan, der Schwiegersohn des leitenden KOS-Generals Ned Boskovic. Er beteiligte sich auch am Zigarettenschmuggel in Montenegro, mit Billigung und Beteiligung des serbischen Regierungschefs Slobodan Milošević. Dessen Ehefrau Mirjana Marković und Sohn Marko wurden im serbischen Untergrundsyndikat führende Personen, die auch in blutige Verteilungskämpfe („Zigarettenkriege“) verstrickt waren.<ref>Montenegrin Tobacco Mafia: Bloody Clashes, Billions of Dollars, and Political Games (Part II). In: Actualitica. 24. Juni 2025, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>How cigarettes funded Balkan wars. 28. Juli 2008 (bbc.co.uk [abgerufen am 9. März 2026]).</ref> Bokan wurde in Athen im Oktober 2000 sofort nach dem Machtwechsel in Belgrad erschossen.<ref>Misha Glenny: McMafia: die grenzenlose Welt des organisierten Verbrechens. Dt. Verl.-Anst. [u. a.], München 2008, ISBN 978-3-421-05863-8, S. 59–70, 74.</ref>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Einzelbelege

<references/>