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Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere

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Datei:Schweizer Armee Hufschmiede.jpg
Hufschmiedesoldaten bei der Arbeit

Das Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere (Kurz: Komp Zen Vet D u A Tiere) wurde im Zuge der Armee XXI geschaffen und vereint alle Truppengattungen der Schweizer Armee, die mit Tieren zu tun haben.

Dabei handelt es sich um folgende ehemaligen Truppengattungen:

Datei:Kavalleristen bei der Besichtigung eines neuen Pferdes - CH-BAR - 3238418.tif
Das ehemalige Eidg. Kavallerie Remontendepot in den 1910er

Standort

Der Standort befindet sich bei Schönbühl, ca. 10 km nördlich von Bern. Das Kompetenzzentrum nutzt das ehemalige Remontendepot der Schweizer Armee Im Sand. Zum Waffenplatz gehört ein Schiessplatz für 300 m und Stellungen für Gefechtsübungen.

Geschichte

Das ehemalige Remontendepot wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für die Quarantäne und Ausbildung der importierten Pferde und für die Kavallerie der Schweizer Armee erstellt. Im Laufe der Zeit wurde das Remontendepot nicht mehr benötigt und wurde umgenutzt. So wurden die Hufschmiede, die Veterinäre und später das Hundeausbildungszentrum (HAZ VBS) hier untergebracht. Zunächst waren nur die Veterinärtruppen mit der Veterinär Schule auf dem Waffenplatz Sand stationiert. Mit dem Übergang zur Armee XXI kam auch die Train Schule von der St. Luzisteig an diesen Standort bei Bern.

Rekrutenschule

Die Rekrutenschule im Kompetenzzentrum hebt sich dadurch von anderen Funktionen/Ausbildungen ab, dass hier vorwiegend mit Tieren gearbeitet wird. Gemäss dem Leitzsatz der Schule, «zuerst das Tier, dann der Soldat», wird von den Soldaten erwartet, im Interesse der Tiere auf eigene Wünsche zu verzichten. Die Soldaten erhalten eine fundierte Ausbildung in ihrer Funktion und im Umgang mit den Tieren. Viele der Soldaten arbeiten auch privat mit Tieren zusammen oder haben eine entsprechende Berufsausbildung absolviert (zum Beispiel Hufschmiede). Deshalb ist für viele die Rekrutenschule eine besondere und auch besonders intensive Ergänzung zu ihrer Berufslehre.

Es handelt sich um eine verhältnismässig kleine Schule, die ganze Kompanie umfasst lediglich etwa 80 Rekruten. Im Kompetenzzentrum Vet D u A Tiere finden pro Jahr nur zwei Rekrutenschulen à 18 Wochen statt, eine Frühlings- und eine Sommer-RS, die Winter-RS entfällt. Ausgebildet werden hier Train-, Veterinär-, Hundeführer- und Hufschmiedesoldaten.

Jeweils im Mai und im September findet im Komp. Vet D un A Tiere ein Besuchstag statt, an dem Familien, Freunde und allgemein Interessierte einen Einblick in die Arbeit der Rekruten dieser Schule gewinnen können.

Aufgaben

Neben der Verantwortung für die Ausbildung ist das Kompetenzzentrum auch für den Einsatz der Formationen verantwortlich. Die Soldatinnen & Soldaten leisten nach ihrer RS, je nach erlernter Funktion, ihren Dienst in der Hundeführerkompanie 13/5, der Veterinärkompanie 13/4 oder einer der nur noch drei Trainkolonnen 13/1 bis 13/3 (bilden die Veterinär u Armeetiere Abteilung 13 (ab WEA A XXI)).

Hundeführer

Die Aufgaben der Hundeführer teilen sich in zwei Kategorien:

  • Schutzhundeführer: Ihre Aufgabe besteht darin, Personen oder Orte zu bewachen oder zu sichern.
  • Katastrophenhundeführer: Ihre Hunde werden bei Naturkatastrophen als Assistenz für Rettungstruppen und Zivilschutz eingesetzt. Die Hauptaufgabe der Hunde ist das Auffinden verschütteter Personen.

Da die Hunde für ihre Aufgabe ständig im Training bleiben müssen, gehören alle Hunde den Soldaten. Ihre Pflicht ist es, auch ausserhalb des Dienstes stets für die Einsatzbereitschaft des Teams Sorge zu tragen. Die Hundeführerkompanie leistet ihren Dienst in der Regel in kleinen Detachementen, so dass bei Bedarf ständig eine Anzahl abrufbar ist.

Veterinärkompanie

Die Veterinärarztoffiziere sind die Tierärzte des Militärs. Zusammen mit ihrer Kompanie betreiben sie eine mobile Tierkliniken und sorgen für kranke, verletzte oder verunfallte Tiere. Ausserdem ist die Kompanie für subsidiäre Einsätze zur Tierseuchenbekämpfung ausgebildet, namentlich dem Entsorgen grosser Mengen an Tierkadavern, der Desinfektion verseuchter Bauernhöfe und der Erstellung von Quarantänezonen.

Trainkolonnen

Die Trainkolonnen sind die mit Abstand grössten dem Kompetenzzentrum unterstellten Einheiten. Ihre Aufgaben gliedern sich grob in drei Teile:

  • Materialtransporte in allen Lagen, etwa in unwegsamem Gelände, bei unterbrochenen Transportwegen oder bei sehr schlechtem Wetter. Besonders im Gebirge wird der Train für Transporte eingesetzt, wenn andere Möglichkeiten, wie etwa Helikopter oder Seilbahnen, nicht in Frage kommen.
  • Subsidiäre Einsätze im Rahmen der Katastrophenhilfe, zur Unterstützung der bereits eingesetzten Mittel der Armee. Aufräumarbeiten nach Sturm-, Überschwemmungs- oder Lawinenschäden; Versorgungstransporte in abgeschnittene und/oder schwer zugängliche Gebiete bei jeder Witterung.
  • Geländeüberwachung. Dieser Aufgabe wurde mit der Neuausrichtung im Rahmen der Armee XXI wieder neue Beachtung geschenkt. Soldaten der Traineinheit erhalten eine Ausbildung als Patrouillenreiter im Rahmen der Raumsicherung, etwa für Grenzüberwachungsaufgaben.

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Siehe auch

Weblinks