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Kohlenstofftrioxid

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Datei:Carbon trioxide.svg
Mögliche Strukturen des CO3 nach ihrer Geometrie:
Cs, D3h und C2v

Kohlenstofftrioxid (CO3) ist ein instabiles Reaktionsprodukt von Kohlenstoffdioxid, CO2, und atomarem Sauerstoff, O.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Es unterscheidet sich von dem Carbonat-Anion CO32−. Auch bei Reaktionen zwischen Kohlenstoffmonoxid, CO, und molekularem Sauerstoff O2 und in der Driftzone von negativen Koronaentladungen wurde es nachgewiesen.<ref>V. Sobek, J. D. Skalný: A simple model of processes in the drift region of negative corona discharge in a mixture of air with halocarbons. In: Czechoslovak Journal of Physics. 43, 1993, S. 807, doi:10.1007/BF01589802.</ref> Hier reagieren Kohlenstoffdioxid und atomare Sauerstoffionen, die durch freie Elektronen im Plasma aus O2 entstehen.

Es gibt drei mögliche Strukturen für CO3, die nach ihrer Geometrie als Cs, D3h und C2v bezeichnet werden. Die cyclische, nicht-radikalische C2v-Form hat sich in den meisten Studien als Grundzustand des Moleküls erwiesen,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> Electronic structure and spectroscopy of carbon trioxide (Memento vom 20. Dezember 2016 im Internet Archive)</ref> wohingegen die beiden instabilen Formen Biradikale sind. Die Cs- und die C2v-Form zählen auch zu den Peroxiden.

Theoretisch denkbare Formen sind darüber hinaus Dimere (C2O6) mit Sechsringstrukturen, die dann ebenfalls zu den Peroxiden zählten. Formulierbar ist auch eine nicht radikalische offenkettige Form mit Formalladungen (O=C=O-O) und mesomeren Grenzstrukturen ähnlich dem Ozon. Praktisch konnte deren Existenz jedoch noch nicht nachgewiesen werden.

Einzelnachweise

<references />

Literatur