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KKR & Co.

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KKR & Co. Inc.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Kohlberg Kravis Roberts (logo).svg
Rechtsform Corporation (Vereinigte Staaten)
ISIN US48251W1045
Gründung 1976
Sitz New York City, New York
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Leitung Henry Kravis (Gründer und Co-CEO),
George Roberts (Gründer und Co-CEO),
Joseph Bae (Co-CEO),
Scott Nuttall (Co-CEO)<ref name="10K2023" />
Mitarbeiterzahl 4.490<ref name="10K2023">KKR & Co. Inc. 10K-Filing. United States Securities and Exchange Commission, 29. Februar 2024, abgerufen am 1. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 14,5 Mrd. US-Dollar<ref name="FR2023">Fourth Quarter 2023 Financial Results. (PDF) KKR & Co., 6. Februar 2024, abgerufen am 1. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Branche Private Equity
Website www.kkr.com
Stand: 31. Dezember 2023
Datei:Kohlberg Kravis Roberts & Co. Logo.svg
Historisches Logo

KKR & Co. Inc. (früher Kohlberg Kravis Roberts & Co.) mit Sitz in New York City ist eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft. Gegründet wurde KKR 1976 von Jerome Kohlberg, Jr., Henry Kravis und George R. Roberts.

Geschichte

Während sie in den 1960er und 1970er Jahren die Abteilung für Unternehmensfinanzierung bei Bear Stearns leiteten, tätigten Jerome Kohlberg Jr. und später Henry Kravis sowie George R. Roberts eine Reihe von Investitionen, die sie als „Bootstrap“-Investitionen bezeichneten.<ref>Gentlemen At The Gate: With Trillions Pouring In, KKR And Its Peers Must Build Up Rather Than Break Up Forbes</ref> Sie richteten ihr Augenmerk auf Familienunternehmen, von denen viele in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden waren und nun mit Nachfolgeproblemen konfrontiert waren. Für viele der Gründer dieser Unternehmen fehlte eine tragfähige Ausstiegsmöglichkeit, da die Unternehmen oft zu klein für einen Börsengang waren und die Gründer zögerten, an Wettbewerber zu verkaufen.<ref name=":0">Private equity, history and further development</ref>

Bis 1976 hatten sich die Spannungen zwischen Bear Stearns und den drei Mitarbeitern zugespitzt: Vor allem der Geschäftsführer Cy Lewis hatte wiederholt Vorschläge zur Gründung eines eigenen internen Investmentfonds abgelehnt.<ref name=":1">Adam Baldwin: Heroes and Villains of Finance: The 50 Most Colourful Characters in The History of Finance. John Wiley & Sons, 2015, ISBN 978-1-119-03900-6 (google.de [abgerufen am 12. April 2026]).</ref> Dies veranlasste sie dazu, ihr eigenes Unternehmen zu gründen: Kohlberg Kravis Roberts & Co (bald darauf zu „KKR“ abgekürzt).

Im Jahr 1979 schloss KKR einen riskanten, wegweisenden Leveraged Buyout im Wert von 380 Millionen US-Dollar ab, bei dem das börsennotierte Unternehmen Houdaille Industries – ein bekannter Hersteller von Werkzeugmaschinen und industrieller Ausrüstung übernommen und von der Börse genommen wurde. Das Vorhaben endete jedoch in einem Misserfolg, der Auflösung des seit einem halben Jahrhundert bestehenden Unternehmens und dem Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen, obwohl die Gläubiger einen Gewinn erzielten.<ref>Opinion | HOW TO KILL A COMPANY. In: The Washington Post. 23. April 1989, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 12. April 2026]).</ref><ref>Max Holland: When the machine stopped : a cautionary tale from industrial America. Boston, Massachusetts Harvard Business School Press, 1989, ISBN 978-0-87584-244-8 (archive.org [abgerufen am 12. April 2026]).</ref> Unterstützt wurde die Geschäfte von KKR in dieser frühen Phase von dem später verurteilen Junk-Bond-König Michael Milken.<ref name=":1" />

KKR war maßgeblich am Private-Equity-Boom der 1980er Jahre beteiligt, erwarb sich jedoch gleichzeitig einen Ruf für seine feindlichen Übernahmen. 1987 trat Kohlberg im Alter von 61 Jahren zurück. Später gründete er seine eigene Private-Equity-Gesellschaft, Kohlberg & Co. Henry Kravis trat seine Nachfolge als Seniorpartner an. Unter der Leitung von Kravis und Roberts war das Unternehmen 1988 für den Leveraged Buyout von RJR Nabisco verantwortlich. Mit einem Volumen von 25 Milliarden US-Dollar war RJR Nabisco damals die größte Übernahme der Geschichte.<ref>Patricia O'Toole: THE GRANDDADDY OF ALL TAKEOVERS. In: The New York Times. 21. Januar 1990, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 12. April 2026]).</ref><ref name=":0" /> Portraitiert wurde die Übernahme samt Bieterkrieg in dem Buch Barbarians at the Gate von 1990, einem Bestseller.<ref>Bryan Burrough, John Helyar: Barbarians at the Gate. HarperCollins, 1990, ISBN 978-0-06-092038-8 (google.li [abgerufen am 12. April 2026]).</ref>

Der RJR Nabisco-Deal belastete die Bilanz allerdings nachhaltig und wurde zu einem Misserfolg.<ref>Peter Truell: At K.K.R., the Glory Days Are Past. In: The New York Times. 10. August 1995, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 12. April 2026]).</ref> Anfang der 1990er Jahre veranlassten die Marktbedingen KKR dazu, seine Strategie zu ändern: Anstelle großer fremdfinanzierter Übernahmen setzte das Unternehmen auf Branchenkonsolidierungen, die als leveraged buildups oder rollups bezeichnet wurden, bei dem verschiedene Unternehmen aufgekauft und zu größeren Einheiten zusammengeschlossen wurden. Mitte der 1990er Jahre erholten sich die Anleihemärkte und 1996 gelang es KKR, den Großteil der Mittelbeschaffung für einen Private-Equity-Fonds abzuschließen, der mit 6 Milliarden US-Dollar damals einen Rekordwert darstellte: den KKR 1996 Fund.<ref>Bloomberg News: $5 Billion Fund By Kohlberg Seen. In: The New York Times. 13. September 1996, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 12. April 2026]).</ref>

Bis 2008 nahm KKR 17,6 Milliarden US-Dollar für den KKR 2006 Fund ein,<ref>Toby Lewis: KKR raises $17.6bn global fund. In: Private Equity International. 4. Januar 2013, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mit dem das Unternehmen eine Reihe von Übernahmen durchführte, die zu den größten in der Geschichte zählen. Die 44 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des texanischen Energieversorgers TXU Energy durch KKR im Jahr 2007 war der größte fremdfinanzierte Buyout der Private-Equity-Branche im 21. Jahrhundert.<ref>Nikolaus Piper: Rekord-Übernahme mit Umweltschützern. 21. Mai 2010, abgerufen am 12. April 2026.</ref> Im Oktober 2009 wurden Aktien von KKR & Co. an der Euronext an die Börse gebracht. 2010 wurde das Unternehmen auch an der New York Stock Exchange gelistet.<ref>Sue Chang: KKR to start trading on NYSE on July 15. 6. Juli 2010, abgerufen am 12. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im April 2026 gab KKR bekannt, dass es rund 23 Milliarden US-Dollar für seinen jüngsten Buyout-Fonds für Nord- und Südamerika eingenommen habe, eine Rekordsumme für das Unternehmen.<ref>KKR Secures $23 Billion for Americas PE in Its Largest-Ever Haul Bloomberg</ref>

Investmentstrategie

Nach eigener Aussage hält KKR Beteiligungen an Industriefirmen gewöhnlich für den Zeitraum von etwa sechs bis sieben Jahren. In dieser Zeit wird versucht, die Firma profitabel zu machen, und mit den Erträgen das für den Kauf aufgenommene Fremdkapital bedient. Nach abgeschlossener Restrukturierung erfolgt der Ausstieg aus der Beteiligung, zum Beispiel durch Börsengang oder Secondary Buyout. KKR wurde erstmals im Jahr 1988 bekannt, als es den Mischkonzern RJR Nabisco Inc. für 25 Milliarden US-Dollar übernahm.<ref>Große Nummer. In: Der Spiegel. Nr. 51, 1988, S. 83 (online – abgerufen am 30. November 2010).</ref><ref>Als das Zeitalter der Finanzjongleure begann. Die Welt, 30. November 2008, abgerufen am 29. November 2010.</ref> Die Firma bestand im Wesentlichen aus dem Tabakkonzern R.J. Reynolds, dem Lebensmittelkonzern Nabisco und der Marke Del Monte Foods. Der Gesamtkonzern wurde zwischen 1989 und 1999 in Einzelteilen verkauft.<ref>vgl. auch Burrough, Bryan: The Wall Street Journal sowie Helyar, John: Barbarians at the Gate: The Fall of RJR Nabisco.</ref>

Ende 2019 schloss KKR seinen bis dato größten Fonds für Investments in Europa mit einem Volumen von 5,8 Milliarden Euro. Damit will das Unternehmen verstärkt in europäische, und vor allem deutsche, Firmen in den Branchen Gesundheit, Finanzdienstleistungen und Einzelhandel investieren.<ref>KKR: Viel Spielgeld für KKR – und Ex-Springer-Manager Wiele. Abgerufen am 10. Februar 2020.</ref>

KKR investiert seit vielen Jahren auch in Deutschland durch Beteiligung an Firmen oder den Kauf von Firmen und hält in ihrem Portfolio eine Reihe von bedeutenden deutschen Unternehmen. Seit November 2004 leitet Johannes Huth das Europa-Geschäft von KKR.<ref>Torsten Riecke, Michael Maisch: Finanzinvestor: KKR: Die Zähmung der „Barbaren“. In: Handelsblatt Archiv. Handelsblatt GmbH, 23. Januar 2007, abgerufen am 1. Februar 2021 (alternativer Link hinter Bezahlschranke, Ursprungslink).</ref>

Aktuelle Beteiligungen

Zu den Firmen, bei denen aktuell eine Beteiligung besteht, zählen u. a.:

Ehemalige Beteiligungen

  • Wincor Nixdorf: 1999 kauften KKR und Goldman Sachs den Geldautomaten- und Kassenhersteller Wincor Nixdorf vom Siemens-Konzern. Nach dem Börsengang 2004 verkauften die Investoren ihre verbliebenen Anteile im Januar 2005. Die Mitarbeiterzahl von Wincor Nixdorf hatte sich unter KKR und Goldman Sachs nahezu verdoppelt.<ref>Erfolgreiche Folgeplatzierung: KKR und Goldman Sachs geben restliche Aktien ab. In: Pressemitteilungen der Wincor Nixdorf AG auf wincor-nixdorf.com. 27. Januar 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Dezember 2008; abgerufen am 25. Oktober 2008.</ref>
  • Telenorma: Im April 2000 kaufte KKR den Telekommunikationsbereich Private Netze von Bosch (früher Telenorma, heute 12. VC Beteiligungs KGaA) für 400 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigte 9000 Mitarbeiter und wurde in diesem Zuge in Tenovis umbenannt. Nach der Zerschlagung<ref>Werner Rügemer: Die Plünderer kommen. KKR, Cerberus, Lone Star Ein neuer Investorentyp aus den USA entdeckt die Finanzoase Deutschland. Abgerufen am 12. Mai 2020.</ref>, erheblichem Personalabbau und dem Verkauf der Produktionsstätten wurde Tenovis im November 2004 an Avaya, ein amerikanisches Telekommunikations-Unternehmen, für 635 Millionen US-Dollar verkauft. Tenovis beschäftigte zu diesem Zeitpunkt europaweit noch 5400 Mitarbeiter und hatte unter KKR 40 Prozent der Mitarbeiter entlassen.
  • Demag: Die Demag, in der sieben von Siemens übernommene Industrieunternehmen zusammengefasst sind, die ehemals dem Mannesmann-Konzern angehörten, wurde 2002 erworben. Bis 2008 restrukturierte und veräußerte die Demag alle wesentlichen Unternehmensteile, darunter KraussMaffei Technologies (ehemals Mannesmann Plastics Machineries) und Demag Cranes.
  • MTU Aero Engines: Im Jahr 2003 erwarb KKR MTU Aero Engines von DaimlerChrysler und brachte das Unternehmen am 6. Juni 2005 an die Börse. Im September 2005 wurde es in den MDAX aufgenommen. Im Januar 2006 trennte sich KKR von allen verbliebenen Anteilen.
  • Duales System Deutschland: Ende 2004 gab KKR ein Übernahmeangebot für die Duales System Deutschland AG (DSD AG) ab, das das Unternehmen mit 260 Millionen Euro bewertete.<ref>KKR gibt Übernahmeangebot für DSD AG bekannt. In: finanznachrichten.de. 30. November 2004, abgerufen am 20. Juni 2019.</ref> KKR brachte mit 160 Millionen Euro mehr als die Hälfte dieses Kaufpreises über Bankkredite auf, die KKR dem erworbenen Unternehmen Duales System Deutschland rückwirkend zum 1. Januar 2005 übertrug.<ref>Käufer KKR überträgt rückwirkend Verbindlichkeiten von 160 Millionen Euro. In: spiegelgruppe.de. 21. Juli 2005, abgerufen am 20. Juni 2019.</ref> Nach einer anonymen Strafanzeige beschäftigte sich die Kölner Staatsanwaltschaft mit dem Fall.<ref>Staatsanwalt ermittelt beim Grünen Punkt. In: Der Tagesspiegel. 10. Juni 2007, abgerufen am 3. Januar 2023.</ref> Der anonyme Kläger hielt das Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, das dem Kaufpreis zu Grunde lag, für ein fehlerhaftes Gefälligkeitsgutachten.<ref>Carsten Dierig: Staatsanwälte nehmen den Grünen Punkt ins Visier. In: welt.de. 15. Juli 2007, abgerufen am 20. Juni 2019.</ref><ref>Deutsche Umwelthilfe e. V.: "Grüner Punkt" als schwarzes Loch? 12. September 2006, abgerufen am 20. Juni 2019.</ref> Im November 2010 wurde bekannt, dass KKR die DSD an eine Investorengruppe rund um die britische Beteiligungsgesellschaft Solidus Partners verkauft, die damit den Vorstandschef Stefan Schreiter und weitere Manager des Unternehmens beim Management-Buyout unterstützt.<ref>Finanzinvestor KKR verkauft „Grünen Punkt“. In: Handelsblatt Online. 11. November 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. März 2016; abgerufen am 20. Juni 2019.</ref><ref>KKR verkauft Grünen Punkt. In: Manager-Magazin. 11. November 2010, abgerufen am 20. Juni 2019.</ref>
  • Auto-Teile-Unger: Nach dem abgesagten Börsengang der Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger übernahm KKR in der zweiten Hälfte 2004 für rund 1,45 Milliarden Euro eine Beteiligung von rund 80 Prozent von Doughty Hanson & Co. 2013 stieg KKR aus und der Investor Centerbridge wurde zum Mehrheitseigentümer des Unternehmens.<ref>ATU ist verkauft – Investor Centerbridge Partners übernimmt Anteile. In: Reifenpresse. 5. Dezember 2013 (reifenpresse.de [abgerufen am 12. Januar 2018]).</ref>
  • Semiconductor Products Group: Eine weitere Akquisition von KKR war die Abteilung Semiconductor Products Group von Agilent (2005 bis zum Börsengang 2009).<ref></ref>
  • Philips Semiconductors: Im Sommer 2006 kaufte KKR zusammen mit weiteren Beteiligungsgesellschaften (Silver Lake Partners, Bain Capital, Apax Partners und AlpInvest) Philips Semiconductors (jetzt NXP Semiconductors), einen ehemaligen Unternehmensbereich von Royal Philips Electronics. Als Folge dieses Übergangs werden im Böblinger Standort des Unternehmens (ICB) ca. 550 Mitarbeiter und ca. 100 Mitarbeiter von Lieferanten entlassen. Im Herbst 2008 kündigt NXP die Schließung weiterer Fabriken innerhalb des Unternehmens an. Betroffen diesmal u. a. ICH in Hamburg-Lokstedt. 850 Mitarbeiter sollen an diesem Standort entlassen werden; weltweit werden auch zwei weitere Standorte komplett geschlossen. Nach erfolgter Restrukturierung ging NXP 2010 an die Börse<ref>KKR’s NXP Raises $476 Million After Cutting IPO Price. In: Bloomberg.com. 5. August 2010 (bloomberg.com [abgerufen am 12. Januar 2018]).</ref> und 2014 verkaufte KKR seine letzten Anteile am Unternehmen.<ref>Private Equities Cut Ties to NXP | EE Times. Abgerufen am 12. Januar 2018.</ref>
  • Kion: Anfang November 2006 übernahm KKR gemeinsam mit Goldman Sachs Capital Partners die ehemalige Gabelstaplersparte der Linde AG zu einem Preis von rund 4 Milliarden Euro. Die Sparte war kurz vorher von Linde (nach Übernahme der BOC) in Kion Group umfirmiert worden. 2012 übernahm der chinesische Konzern Weichai ein Viertel der Anteile, 2013 ging das Unternehmen an die Börse. 2015 trennten sich KKR und Goldman Sachs Capital Partners von ihren letzten Anteilen.<ref>Europas größter Gabelstapler-Konzern: KKR und Goldman steigen aus – manager magazin. In: manager magazin. (manager-magazin.de [abgerufen am 12. Januar 2018]).</ref>
  • BMG Rights Management: Seit Sommer 2009 war KKR mit 51 Prozent an dem Joint Venture BMG Rights Management GmbH beteiligt, die restlichen Anteile hielt weiter die Bertelsmann AG.<ref>Pressemitteilung der BMG Rights Management GmbH (in Englisch).</ref><ref>OTS: Bertelsmann SE & Co. KGaA / BMG und KKR bündeln Kräfte zum Kauf von ... Abgerufen am 8. Januar 2022.</ref> Im ersten Quartal 2013 kaufte Bertelsmann sämtliche von KKR gehaltenen Anteile an der BMG zurück.
  • Versatel: Im Mai 2011 gab KKR ein Übernahmeangebot für den Telekom-Dienstleister Versatel ab.<ref>Versatel erhält Übernahmeangebot von KKR, auf www.1und1.de, abgerufen am 29. Mai 2025.</ref> Die Übernahme wurde im Dezember 2011 mit dem Squeeze-out abgeschlossen.<ref>Ad-hoc-Mitteilung der Versatel AG vom 14. Dezember 2011. (PDF) In: versatel.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 27. August 2018 (Ursprungslink unauffindbar im Internet Archive, archive.today).@1@2Vorlage:Toter Link/www.versatel.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Im September 2014 übernahm United Internet 100 Prozent der Anteile an dem inzwischen sanierten Unternehmen.<ref>Marc-Christian Ollrog: Exit: PE-Investor KKR verkauft Versatel an United Internet. 3. September 2014 (finance-magazin.de [abgerufen am 12. Januar 2018]).</ref> Im März 2016 erfolgte die Umbenennung in 1&1 Versatel.
  • WMF: Im Jahr 2012 übernahm KKR die Mehrheit an WMF vom Schweizer Investor Capvis.<ref>Übernahme: Annahmefrist für WMF-Vorzugsaktien läuft bis 11. August. In: WirtschaftsWoche. 14. Juli 2014, abgerufen am 28. Juni 2025.</ref> 2016 wurde das Unternehmen vom französischen SEB-Konzern übernommen.<ref>Besteckhersteller: WMF für fast 1,6 Milliarden nach Frankreich verkauft. In: Spiegel Online. 23. Mai 2016 (spiegel.de [abgerufen am 12. Januar 2018]).</ref>
  • Hertha BSC: Im Januar 2014 beteiligte sich KKR für 61,2 Millionen Euro mit 9,7 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC.<ref>Finanzinvestor KKR steigt bei Bundesligist Hertha BSC ein. Morgenpost.de, abgerufen am 31. Januar 2014.</ref> Sämtliche Anteile wurden 2018 von Hertha BSC zurückerworben.<ref>Fußball-Investoren: Hertha und die „Heuschrecke“. 14. November 2018, abgerufen am 25. Januar 2019.</ref>
  • Arago: 2014 investierte KKR 50 Millionen Euro in die KI-Firma Arago. Sämtliche Anteile wurden im Mai 2020 im Zuge eines Management-Buy-Outs von dem Gründer Chris Boos zurückerworben.
  • European Locomotive Leasing: Im Jahr 2014 gründeten KKR und der Unternehmer Christoph Katzensteiner die European Locomotive Leasing, eine Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge.<ref>KKR Supports New Locomotive Leasing Company for Europe. Abgerufen am 28. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Anteile hieran wurden Ende 2019 verkauft.<ref>KKR to exit European Locomotive Leasing | PitchBook. Abgerufen am 28. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Selin Bucak: KKR exits European infrastructure asset in €1bn deal. Abgerufen am 28. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Deutsche Glasfaser: 2015 stieg KKR mit einem Mehrheitsanteil bei Deutsche Glasfaser ein.<ref>Der Spiegel: Internet: KKR will Glasfasernetz in Deutschland ausbauen. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Im Februar 2020 wurde der Kabelnetzbetreiber an die Investoren EQT und Omers verkauft.<ref>Stephan Scheuer: Netzausbau: Deutsche Glasfaser bekommt neue Investoren und Kapital. In: Handelsblatt Online. 10. Februar 2020, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>
  • German Estate Group: Im Jahr 2015 gründeten KKR und Deutsche Immobilien Chancen-Gruppe die German Estate Group (GEG) mit einem Fokus auf Gewerbeimmobilien.<ref>KKR plans multi-billion-euro expansion into German property market. In: Reuters. 13. Januar 2015 (reuters.com [abgerufen am 17. Februar 2021]).</ref>
  • 2019 erwarb KKR 60 % an dem Heidelberger Zahlungsdienstleister Heidelpay, wobei Heidelpay insgesamt mit 600 Millionen Euro bewertet wurde.<ref>KKR bewertet Heidelpay mit 600 Millionen Euro. Abgerufen am 16. August 2019.</ref> Im September erfolgte die Umbenennung in Unzer. Unter der Eigentümerschaft von KKR hat Unzer mehrere Add-on-Akquisitionen vollzogen und übernahm etwa den Münchner Netzbetreiber Lavego.<ref>I. T. Finanzmagazin: Unzer übernimmt Lavego … Was passiert im deutschen Payment Markt? In: IT Finanzmagazin. 14. Dezember 2020, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>
  • Bei Hensoldt zunächst 74,9 Prozent der Verteidigungselektronik-Sparte der Airbus Group mit Hauptsitz im Raum München. Gleichzeitig erfolgte die Umfirmierung in Hensoldt.<ref>Airbus verkauft Verteidigungselektronik an US-Investor KKR. In: spiegel.de. 19. März 2016, abgerufen am 12. Mai 2020.</ref> 2018 übernahm KKR auch die restlichen Anteile von Airbus. Im Rahmen eines Börsengangs im September 2020 an der Frankfurter Börse trennte sich KKR von seiner Beteiligung an Hensoldt.<ref>Dominik Ploner: KKR kauft Airbus bei Hensoldt heraus. In: FINANCE Magazin. 28. September 2018, abgerufen am 12. Mai 2020.</ref><ref>Peter Köhler: Neuemissionen: Hensoldt-Aktie startet verhalten beim Ausgabekurs von zwölf Euro. In: Handelsblatt Online. 25. September 2020, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Vorwürfe des Greenwashing

Das Private Equity Climate Risks consortium, bestehend aus Americans for Financial Reform Education Fund (AFREF), Global Energy Monitor (GEM) und The Private Equity Stakeholder Project (PESP), untersuchte 2023 wieder die Investmentstrategie der KKR. Der Report deckt dabei eine Lücke zwischen der von KKR selbst propagierten Umweltverantwortung und der aktuellen Anlagestrategie auf. Aufgrund der Ergebnisse wird auf der Webseite offen von Greenwashing geschrieben. Darüber hinaus wird die aktuelle Anlagestrategie als Risiko für die Investoren selber erklärt.<ref>Uncovering KKR’s Environmental Responsibility Gap. In: Private Equity Climate Risks. 25. August 2023, abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref> Laut einem Artikel im Guardian von 2022 gehört KKR zu den größten Investoren im fossilen Bereich. KKR will trotz Klimakrise auch weiterhin in fossile Industrien investieren. Zitiert wird hier aus The private equity climate risk scorecard. Dieser führt KKR mit 78 % Anteil des Investments im fossilen Bereich auf. Im Report wird die Zahl von 28 verschiedenen Firmen im fossilen Bereich genannt.<ref>Nina Lakhani, Nina Lakhani climate justice reporter: Private equity still investing billions in dirty energy despite pledge to clean up. In: The Guardian. 14. September 2022, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 21. August 2023]).</ref><ref>Private Equity Climate Risks 2023 Scorecard & Report. In: Private Equity Climate Risks. 24. April 2023, abgerufen am 21. August 2023.</ref>

Aktuelle Beteiligungen im fossilen Energiesektor (Öl, Gas, Kohle)

Seit April 2024 bietet das Private Equity Climate Risks project einen Tracker zur Darstellung der Aktivitäten (seit 2010) von Kohlberg Kravis Roberts bei Energieanlagen, einschließlich großer Buyout-Firmen, Infrastrukturunternehmen und Energiespezialisten.<ref>Can private equity accelerate the green transition? In: Financial Times. Abgerufen am 20. September 2024.</ref><ref>Private Equity Energy Tracker. In: Private Equity Climate Risks. 30. Januar 2024, abgerufen am 4. September 2024.</ref>

Weblinks

Commons: KKR & Co. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Koordinaten: 40° 45′ 49″ N, 73° 58′ 29″ W

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