Kohäsionsfonds
Der Kohäsionsfonds, einer der fünf Europäischen Struktur- und Investitionsfonds der Europäischen Union, finanziert Projekte, durch welche die Umwelt und die Integration in die transeuropäischen Verkehrsnetze gefördert werden sollen. Er wurde mit dem Ziel geschaffen, eine Konvergenz der europäischen Wirtschaftskräfte zu fördern und dadurch die europäische Währungsintegration zu flankieren.<ref>Thomas Döring: Nationale Finanzpolitik und Finanzausgleich in der Europäischen Währungsunion. In: Wolfgang J. Mückl (Hrsg.): Die Europäische Währungsunion. Probleme und Perspektiven. Ferdinand Schöningh, Paderborn u. a. 2000.</ref>
Förderfähig sind diejenigen Mitgliedstaaten, in denen das Pro-Kopf-BNE unter 90 % des EU-Gemeinschaftsdurchschnitts liegt. Im Programmzeitraum 2021–2027 sind das die Staaten Bulgarien, Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Im Zeitraum 2021–2027 stehen dem Kohäsionsfonds 42,6 Mrd. Euro (zu Preisen von 2018) zur Verfügung,<ref>Kohäsionsfonds | Kurzdarstellungen zur Europäischen Union | Europäisches Parlament. 31. März 2024, abgerufen am 30. April 2024.</ref> 2014–2020 waren es 63,4 Mrd.,<ref>Kohäsionsfonds. Abgerufen am 28. April 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2007–2013 70 Mrd.<ref name="Europa-Glossar">Europa-Glossar: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf: europa.eu, abgerufen am 5. Juni 2010.</ref>
Damit soll der Kohäsionsfonds einen Beitrag zur dauerhaften Entwicklung der betreffenden Staaten und zur Festigung des Zusammenhalts innerhalb der Europäischen Union leisten. Neue Vorhaben aus den Kohäsionsfonds werden nur genehmigt werden, wenn das öffentliche Defizit des betreffenden Mitgliedstaates bei maximal 3 % des Bruttoinlandsproduktes liegt.
Siehe auch
- Europäische Struktur- und Investitionsfonds
- Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), seit 1975
- Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+), seit 1957
Einzelnachweise
<references />