Klotzbach
Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Fluss Der Klotzbach, auch Oberer Mühlbach und früher Heubach<ref>Ortsbeschreibung von Heubach in der Beschreibung des Oberamts Gmünd von 1870, S. 341.</ref> genannt, ist ein Bach bei Heubach im Ostalbkreis. Er ist ein auf seinem Namenslauf über sechs, zusammen mit seinem längeren Oberlauf Beurener Bach neun Kilometer langer linker und südlicher Zufluss der Rems.
Geographie
Verlauf
Der Klotzbach entsteht aus dem Zusammenfluss des Beurener Bachs sowie des Tumbachs südlich von Heubach. Manche sehen den Beurener Bach auch nur als den Oberlauf des Klotzbaches an. Bei Heubach nimmt er den vom Rosenstein kommenden Hirschbach auf. Nach anfänglich nördlichem Verlauf knickt der Klotzbach kurz vor dem Erreichen des südlichen Ortsrands von Böbingen links ab, um wenig später in Böbingen, westlich der Klotzbachstraße, in die Rems zu münden.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet ist 18,3 km² groß und umfasst, naturräumlich gesehen, in seiner südlichen Hälfte Anteile des Unterraums Albuch und Härtsfeld der Schwäbischen Alb; der nördliche liegt im Unterraum Östliches Albvorland des Schwäbischen Keuper-Lias-Landes, und zwar stößt in Heubach unmittelbar am Fuß der Alb in einem schmalen Streifen das Rehgebirge linksseits des Klotzbaches an das Welland rechtsseits, danach und größtenteils aber liegt das nördliche Einzugsgebiet im Unterraum Liasplatten über Rems und Lein des Östlichen Albvorlandes.<ref name="BfL-171" /> Der höchste, Vorlage:Höhe<ref name="TK-Grau-Höhe" group="LUBW" /> erreichende Punkt liegt über dem Ursprung des Beurener Bachs auf der südlichen Wasserscheide.
Das Einzugsgebiet grenzt reihum an die Einzugsgebiete folgender Nachbargewässer:
- Im Süden liegt auf der Albhochfläche das fast gewässerlose Einzugsgebiet des Trockentals Wental, das zur Brenz hin entwässert, dort verläuft also auf dem Albtrauf die hydrologisch bedeutende Europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein diesseits und Donau jenseits;
- im Südwesten liegt das Quellgebiet des Bargauer Bachs, der über den Strümpfelbach weit abwärts zur Rems in Schwäbisch Gmünd abfließt;
- im Westen und Nordwesten ziehen Krümmlingsbach und dann der kürzere Lützelbach ebenfalls von links zur Rems;
- im Nordosten konkurriert der ebenfalls nur kurze Mögglinger Sulzbach nun oberhalb des Klotzbaches zur Rems hin;
- im übrigen Osten führt die Lauter den Abfluss zur Gegenseite noch weiter aufwärts zur Rems.
Zuflüsse
Hierarchische Liste der Zuflüsse jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
- Beurener Bach, linker Oberlauf, 2,7 km und 4,0 km². Das oberste Laufstück heißt Griesbach.
- (Bach aus dem Fockentäle), von links vor Beuren, 0,6 km und ca. 0,6 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- (Bach aus den Steigäckern), von links in Beuren, 1,1 km und ca. 0,7 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- Tumbach, rechter Oberlauf, 2,4 km und 2,6 km²
- Gutenbach aus dem Nähertal, von rechts, unter 0,4 km und ca. 0,4 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- (Bach aus der Teufelsklinge), von links, 0,6 km und ca. 0,2 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- Weingarthaldenbach, von links in Heubach, 0,5 km und ca. 0,3 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- Hirschbach, von rechts in Heubach, 1,8 km und 1,8 km²
- (Bach entlang der Steige), von rechts, über 0,4 km und unter 0,3 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- Möhlegraben, von rechts nach Heubach, 1,8 km und 1,2 km²
- Schlierbach, von links in Böbingen, 1,9 km und 2,7 km²
- Ungerhardgraben, von links, 0,6 km und ca. 0,3 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
- (Mühlkanal), linker Teilungslauf, 0,6 km und unter 0,2 km²<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
Hochwasserschutz
Der Klotzbach trat bis in die 1970er Jahre regelmäßig über die Ufer, zuletzt am 23. Juni 1975. Die ab 1975 ausgeführte Klotzbachverdolung verhinderte seitdem weitere Hochwasser.<ref>Gemeinde Böbingen an der Rems (Hrsg.): Böbingen an der Rems. Porträt einer Gemeinde, Süddeutscher Zeitungsdienst, Aalen 1986, S. 82.</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
LUBW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Klotzbachs
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LUBW">
Höhe:
<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref> <ref name="TK-Grau-Höhe" group="LUBW">Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Länge:
<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
EZG:
<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
</references>
Andere Belege
<references>
<ref name="BfL-171">Vorlage:GeoQuelle</ref>
</references>
Literatur
- Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7125 Mögglingen und Nr. 7225 Heubach
Weblinks
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Klotzbachs auf: Vorlage:GeoQuelle
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Klotzbachs auf: Vorlage:GeoQuelle
- Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek:
- 7125 Mögglingen von 1934
- 7225 Heubach von 1928
- Rems-Zeitung: 16 Kinder untersuchten im Sommerferienprogramm den Lauf des Klotzbachs, 27. August 2009