Kloster St. Jacobi (Halberstadt)
Das Kloster St. Jacobi in Halberstadt war ein Nonnenkloster der Zisterzienserinnen, das 1199 gegründet wurde.
Geschichte
Das Kloster wurde dort errichtet, wo bereits einige Jahre zuvor ein Hospital für Pilger mit dem gleichen Patrozinium entstanden war. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das Kloster im Volksmund nur noch als Burchardikloster bezeichnet.
Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1808 aufgehoben und verkauft. Im 19. Jahrhundert gingen die Gebäude in Privatbesitz über. Ein Teil der Bibliotheksbestände, die der Obergerichtsrat Ernst Georg Julius Hecht erwarb, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in das Niedersächsische Staatsarchiv verbracht.
Tochtergründungen waren Kloster Sankt Marien zu Helfta, Kloster Adersleben und Kloster St. Gertrud in Hedersleben.
Heutige Nutzung
Heute nutzt das Kolping-Bildungswerk Sachsen-Anhalt das Gelände des ehemaligen Klosters, an das noch der Straßenname „Am Kloster“ erinnert.
Literatur
- Cornelia Oefelein: Das Nonnenkloster St. Jacobi und seine Tochterklöster im Bistum Halberstadt, 2004 kurze Auszüge
- Angelika Lozar (Hrsg.): Das geistliche Erbe. Wege und Perspektiven der Vermittlung, S. 43ff
- Klaus Herbers, Enno Bünz (Hrsg.): Der Jakobuskult in Sachsen, S. 117
Koordinaten: 51° 54′ 3″ N, 11° 2′ 30″ O
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