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Klinzowka (Kaliningrad)

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Vorlage:Infobox Ort in Russland Klinzowka (Vorlage:RuS, Vorlage:DeS, Vorlage:LtS) ist ein Ortsteil der Stadt Selenogradsk im Rajon Selenogradsk der russischen Oblast Kaliningrad.

Geographische Lage

Datei:Vikiau.JPG
Auf der Straße nach Klinzowka (Wickiau)

Klinzowka liegt fünf Kilometer südwestlich des Selenogradsker Stadtzentrums und 24 Kilometer nördlich der Oblasthauptstadt Kaliningrad (Königsberg) an der Regionalstraße 27A-013 (ex A192). An der südwestlichen Ortsgrenze führt der Primorskoje Kolzo (Küstenautobahnring) vorbei. Die nächste Bahnstation ist Malinowka (Wargenau) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Selenogradsk–Pionerski (Königsberg–Cranz–Neukuhren). Südöstlich von Klinzowka befindet sich das Gräberfeld von Wiskiauten.

Geschichte

Das ehemalige kleine Gutsdorf Wickiau bestand im Grunde nur aus einem großen Hof.<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Wickiau</ref> Er lag im Süden der heutigen Siedlung Klinzowka. Am 17. Juli 1896 wurde entschieden, die Besitzungen Nuskern (heute russisch: Besymjanka), Wickiau, Wiskiauten (Mochowoje) und Wosegau (Wischnjowoje) im Gutsbezirk Wosegau zusammenzuführen<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Cranz/Wosegau</ref>. Er gehörte bis 1939 zum Landkreis Fischhausen, von 1939 bis 1945 zum Landkreis Samland im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Bereits am 1. Januar 1929 wurden die beiden Wosegauer Ortsteile Wickiau und Wiskiauten in die Gemeinde Cranz (Selenogradsk) umgegliedert.

Datei:Vikiau2.JPG
Neubausiedlung in Klinzowka (2009)

Im Jahre 1945 kam das nördliche Ostpreußen und mit ihm auch Wickiau zur Sowjetunion. Im Jahr 1950 erhielt der Ort den russischen Namen Klinzowka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Cholmski selski Sowet im Rajon Primorsk zugeordnet.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)</ref> Im Jahr 1959 gelangte der Ort in den Wischnjowski selski Sowet. Im Jahr 2002 wurde Klinzowka in die Stadt Selenogradsk eingemeindet.<ref>Durch die Решение Зеленоградского районного Совета депутатов от 17 июня 2002 г. № 177 «Об утверждении административных границ сельских и поселковых округов, входящих в состав муниципального образования "Зеленоградский район" Калининградской области» (Entscheidung des Abgeordnetenrats des Rajons Selenogradsk vom 17. Juni 2002, Nr. 177: Über die Festlegung der administrativen Grenzen der Dorf- und Siedlungsbezirke im Bestand der munizipalen Bildung "Rajon Selenogradsk" der Oblast Kaliningrad)</ref>

Kirche

Die Einwohner des kleinen Gutsortes Wickiau waren vor 1945 fast alle evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel Laptau (heute russisch: Muromskoje) im Kirchenkreis Königsberg-Land II innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert. Heute liegt Klinzowka im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Selenogradsk (Cranz), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad<ref>Vorlage:Webarchiv (deutsch/russisch)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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